Bereits im April wurde vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg der Beschluss gefasst, die Casinos zu schließen. Wegen gewerblicher Unzuverlässigkeit wurde dem Betreiber die Betriebserlaubnis entzogen.

Berlin MitteBetreiber scheitert vor Gericht

Auch nachdem der Betreiber vor Gericht zog, blieb sein Vorhaben erfolglos. Mit 110 Bußgeldverfahren und 69 Bußgeldern wurde der Spielhallen Betreiber geahndet. Daraufhin ließ er alle Klagen fallen. Damit wurde der Entzug der Betriebserlaubnis rechtskräftig.

Moabit, Wedding und Gesundbrunnen zählen zu den Hot Spots in Berlin.

9 Spielhallen wurden zum 1.Mai geschlossen. Auch Ordungssstadtrat Arne Herz von der CDU ist froh über die Schließungen. Besonders im Bezirk Mitte ( Wedding, Moabit und Gesundbrunnen  zählen zu den Hot-Spots ) betrieb die Gruppe Automatencasinos. Auf einer großen Dichte, und von außen meist zugeklebt liegen die Casinos dicht nebeneinander. 19 Glücksspielläden wurden nach einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts bereits geschlossen. In den Bezirken Treptow-Köpenick, Marzahn Hellersdorf und Köpenick sind weitere Automatencasinos betroffen.

Spielhallen Beschluss ist ein Meilenstein für SPD

Der SPD Abgeordnete Daniel Buchholz war begeistert über diesen Beschluss. Ein Meilenstein im Berliner Spielhallengesetz, sowie des Mindestabstandsumsetzungsgesetz, welches 2016 eingeführt wurde und besagt, dass Spielhallen zu Schulen einen Mindestabstand von 200 Metern haben müssen. Mehr als 500 Meter müssen die Automatencasinos von anderen Betrieben entfernt liegen. Auch gibt es ein detailliertes Gesetz, welches genau beschreibt ab wann das Betreiben des Automatencasinos als unzuverlässig gilt. Das Berliner Beispiel soll auch eine Signalwirkung für andere Bundesländer sein, und diese dürfen gerne folgen.

Die Zahl der Berliner Spielhallen sank um fast 100

In Berlin ist die Zahl der Spielhallen in den letzten Jahren um einiges gesunken. Wie der Senat meldet, gab es 2011 in ganz Berlin 584 Automatencasinos. 2018 sind es noch 385 Läden. Gerade im letzten Jahr  (2018) gab es eine Reduktion von fast 100 Spielhallen. Auch gab es eine deutliche Reduzierung von Automaten, welche in Gaststätten stehen. 2018 sank diese Zahl von 10442 auf 8130 Spielautomaten. 26 Betriebe schlossen allein 2018 im Bezirk Mitte. 27 Spielhallen weniger gibt es bereits im zentralsten Bezirk von Berlin. 71 Betriebe zwischen Wedding und Tiergarten, welche auch von außen uneinsehbar sind, haben jedoch weiterhin geöffnet.

Ein starker Rückgang kann auf die Gesetzesverschärfung 2016 zurück geführt werden. Die Genehmigungen, die zum 31.Juli erloschen, werden ab jetzt nur noch nach strengen und strikten Kriterien vergeben. Häufige Klagen wegen der Schließungen gab es im Falle der Betreiber, wie z.B der Vulkan-Stern-Gruppe. Man rechnet damit, dass es in den kommenden Jahren noch zu weiteren Schließungen kommen wird.

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Betreiber eröffnen vermehrt Wettbüros

Da immer mehr Spielhallen geschlossen werden, eröffnen die Betreiber vermehrt Wettbüros. Wie die Senatsinnenverwaltung mitteilte, stieg die Zahl seit 2013 von 291 auf 405. Buchholz kritisiert, dass damit ein neuer Höchststand in Berlin erreicht wurde. Da die Gesetze von Wettbüros anders als bei Spielhallen sind, muss die Bundesebene auf eine neue Gesetzesänderung bauen, welche bis Ende 2019 erfolgen soll.