Imagepflege bei der Schmidt-Gruppe – Spenden anstatt Geschenke?

Schmidt-GruppeDie Deutsche Automatenwirtschaft hat es im eigenen Land im Moment wahrlich nicht einfach, denn trotz massiven Lobbyismus hat sich die Politik dazu entschieden, die Armee der Spielotheken zwischen den Alpen und der Nord- und Ostsee kräftig auszudünnen. Der Absatz an Spielautomaten wird dadurch deutlich sinken und muss über Auslandsmärkte und der zunehmenden Fokussierung auf das Geschäft mit Online Casinos kompensiert werden. Zudem ist auch das Image der gesamten Branche durch die langjährigen Diskussionen über Spieler- und Jungendschutz nicht gerade rosig. Kein Wunder also das sämtliche Unternehmen, ob es sich nun dabei um Gauselmann, mit seinen Merkur Spielautomaten, Novomatic, mit Crown und Löwen Entertainment oder eben die Schmidt-Gruppe, mit Bally Wulff handelt,  wohl alles Erdenkliche unternehmen, um in der Öffentlichkeit die eigene Außendarstellung ein wenig besser zu gestalten. Als probates Mittel eigenen sich hier vor allem die beliebten Spenden von Kickertischen, die von fast allen größeren Herstellern von Spielautomaten in immer wiederkehrender Regel an soziale Einrichtungen verschenkt werden. Ein weiteres beliebtes Instrument zur Verbesserung des eigenen Image ist die Zuteilung von Spenden. Hier tat sich besonders die Schmidt-Gruppe hervor und wählte gleich drei verschiedene soziale Einrichtungen kurz vor Weihnachten aus, die nun in diesen Tagen mit einem kleinen Geldsegen beglückt wurden. An sich ist dies eine gute Sache, wenn Glücksspielunternehmen einen Teil der Gelder, die Zocker an den eigenen Geräten verloren haben, über diesen Weg wieder zurück in die Gesellschaft einspeisen. doch bei der Schmidt Gruppe ist dies ein wenig anders, denn hier wurde doch ein wenig zu viel und vor allem zu dick aufgetragen.

Die Schmidt Gruppe mit dem Slot Automaten Hersteller Bally Wulff und den eigens betriebenen SPIELSTUBEN und SPIELSTATIONEN gehört neben Gauselmann, mit den Merkur Spielotheken und Löwen Play zu den großen deutschen Betreibern von Glücksspieletablissements und beschäftigt firmenübergreifend etwas mehr als 2.000 Mitarbeiter.

Kann sich die Schmidt-Gruppe nur Spenden oder Geschenke leisten?

Mit der Coesfelder Tafel, bei der sich mehr als 100 ehrenamtliche Helfer engagieren und jede Woche über 500 Bedarfsgemeinschaften mit Essen und anderen zum Leben nötigen Dingen versorgen, der DaSein-Hospizbewegung Coesfeld, bei der ebenfalls hauptsächlich ehrenamtliche Mitarbeiter Sterbenden und deren Angehörigen, die letzten Woche und Monate noch so angenehm wie möglich gestalten wollen und dem Ronald McDonald-Haus in Bad Oeynhausen, dass bis zu zwölf Familien mit schwerkranken Kindern ein Heimstätte bietet, hat sich die Schmidt Gruppe zu Weihnachten drei soziale Einrichtungen ausgesucht, die mit Spendengeldern bedacht werden sollen. Dabei erhielten die Coesfelder Tafel und die DaSein-Hospitzbewegung jeweils 5.000 Euro per Scheck werbewirksam überreicht und das Ronald McDonald-Haus in Bad Oeynhausen 2.000 Euro. Zwar ist der Gesamtbetrag von 12.000 Euro bei einem Umsatz von geschätzten mehr als 300 Millionen Euro, den die Schmidt Gruppe inklusive der eigenen Tochterfirmen, wie dem Spielautomatenhersteller Bally Wulff oder der SFW Organisations- und Unternehmensberatungs-GmbH, die in Deutschland unter den Marken SPIELSTUBEN und SPIELSTATION rund 180 Zockerbuden betreibt, jedes Jahr erwirtschaftet, wahrlich nur ein kleiner Griff in die Portokasse, doch ist die immer noch besser als nichts und die sozialen Einrichtungen werden das gespendete Geld sicherlich nicht ablehnen. Mit der Übergabe der drei Schecks hätte das Thema Imagepflege erledigt sein können und jeder hätte seinen Vorteil davon gehabt, doch warum die millionenschwere Schmidt Gruppe nun in jeder Presseerklärung zu jeden einzelnen Spendenübergabe auch noch groß und breit erwähnen muss, dass die 12.000 Euro in diesem Jahr anstatt für Weihnachtsgeschenke für Geschäftspartner an soziale Einrichtungen gehen, erschließt sich nicht und gibt dem ganzen einen äußerst faden Beigeschmack.

Weihnachten 2016 verzichtete die SCHMIDT Gruppe Service GmbH auf Geschenke an Freunde und Geschäftspartner, um soziale Einrichtungen und Projekte zu unterstützen. (Quelle: Pressemittteilung Schmidt-Gruppe)

Warum ein so großer Konzern wie die Schmidt Gruppe es nötig hat, sich in der Öffentlichkeit als generöses Unternehmen mit Herz hinzustellen, dass nur in der Lage ist soziale Projekte mit Geld aus der Portokasse zu unterstützen, wenn explizit darauf hingewiesen werden muss, dass dafür an anderer Stelle etwas eingespart wird, bleibt ein Rätsel. Denn anstatt hier einfach etwas Gutes zu tun und stillschweigend die Lorbeeren zu kassieren, wird hier auch noch direkt mit der Zaunslatte darauf hingewiesen. Vielleicht sollte den Verantwortlichen für PR einmal gesagt werden, dass manchmal weniger einfach mehr ist.

Imagepflege bei der Schmidt-Gruppe – Spenden anstatt Geschenke?
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Von | 2017-02-22T14:00:38+00:00 22. Februar 2017|Kategorien: Nachrichten, Vermischtes|Tags: , |

Über den Autor:

Das Online Glücksspiel ist für mich die beste Erfindung seit Pac Man. So bin ich froh darüber, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Meine bevorzugten Casinospiele sind Roulette, Black Jack und natürlich Spielautomaten. Meine Casino Erfahrungen möchte ich hier mit vielen gleichgesinnten Usern teilen.

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