Ignoranz vereitelt Casino-Raub

Casino-Raub vereitelt

Dieser Täter wurde ignoriert (Foto: Polizei Köln)

Die Suche nach einem Verdächtigen hält an. Gesucht wird ein Mann, der auf eine Spielhalle einen Messerüberfall ausübte. Der Tathergang ist dabei ebenso skurril, wie das vorläufige Ende des Überfalls. Der zwischen 1,60-1,70 m große Mann kam mit einem Tuch maskiert in die Spielhalle. Die Tatzeit lässt sich dabei auf den 18. Juni, um 15:40 Uhr festlegen. Ziel seines lässigen Eintretens war die Kasse der Spielbank.

Die Spielbank Angestellte nahm von dem Täter keine Notiz

Obwohl der Täter vor der Angestellten stand, nahm sie ihn eher unbewusst nicht wahr. In der Aussage gab sie bei der Polizei zu Protokoll, dass sie die Situation nicht realisiert hat. Demnach blieben die instinktiven Reaktionen, wie Angst, Wut, Verzweiflung oder Panik außen vor. Letztlich hatte dies sein Gutes. Denn der Täter ließ sich von der Ignoranz verwirren. Obwohl er seine Geldforderung an die Spielbank Angestellte richtete, tat sie nicht, was er ihr befahl. Scheinbar verließ ihn der Mut, so dass er ohne Beute und ohne jemanden zu verletzen die Spielbank verließ. Augenzeugen berichten, dass er anschließend auf einem silbernen Fahrrad geflohen ist.

Die Polizei fahndet mit einem Bild nach dem Täter

Bis heute konnte die Polizei keine konkrete Spur aufnehmen. Jetzt sind Bilder des Täters von der Überwachungskamera aufgetaucht. Diese zeigen den Täter mit schwarzen Haaren, schwarzer Kleidung, kurze Hose. Das besondere an seinem Oberteil ist dabei, dass es einen gelben Print hat. Die Spielbank befindet sich übrigens in der Johannisstraße in Köln.

Weiter mit Überfällen zu rechnen

Wie Erfahrungen bundesweit zeigen, ist ein vereitelter Casino-Raub keine Garantie, dass es nicht wieder zu einer ähnlichen Situation kommt. Für die Betreiber von Spielhallen werden die steigenden Raubüberfälle zu einem zunehmenden Problem. Nicht nur, dass die Gäste verunsichert werden, vor allem in Sachen Mitarbeiterführung und Sicherheit der Angestellten müssen zukünftig Veränderungen vorgenommen werden.

Erst im Mai 2015 kam es zu einem schweren Spielbank-Raub in Köln

Beim Raub im Mai ging es um die Spielhalle im Kölner Agnesviertel. Der Täter kam kurz vor 19 Uhr in die Spielbank und tat so, als ob er ein gewöhnlicher Gast sei. Dann ging er zur Kasse und bedrohte die Angestellte mit einem Metall, das er kurz zuvor auspackte. Bei diesem Vorfall wurde die Angestellte direkt bedroht und konnte sich in Sicherheit bringen. Sie schaffte es die Polizei zu alarmieren. Als der Täter dies mitbekam, flüchtete er mit der Beute.

Besuch und Mitarbeit in der Spielhalle: Angst um Leib und Leben?

Die Dreistigkeit und Gewaltbereitschaft der Spielbank-Täter nimmt zu. Dies zeigen die Straftaten, die allein in diesem Jahr bereits aufgenommen wurden. Dabei finden die Raubüberfälle auf Spielhallen bundesweit statt. Die Tatzeiten werden immer losgelöster, so dass Überfälle, wie der jüngste in der Johannisstraße am Nachmittag erfolgen. An dieser Stelle ist es schwer den Ratschlägen und Gästen passende Ratschläge zu geben, da doch jeder Überfall und jeder Einzeltäter oder jede Tätergruppe eine andere Dynamik und ein ganz eigenes Vorgehen besitzt. Es bleibt sich situationsangemessen zu verhalten und, wie in vielen Gefahrensituationen, Panik zu vermeiden. Im Fall des beute-losen Überfalls in der Kölner Johannisstraße kann nur gesagt werden, dass die Angestellte und die Gäste zum Glück mindestens einen Schutzengel auf ihrer Seite hatten.

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Danke für lhre Wertung!
Von Gerda Hartig | 4. August 2015 | Kategorien: Nachrichten, Vermischtes | Labels: , , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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