Hat Paul Gauselmann zu Manipulationen angestiftet?

Paul GauselmannNachdem, was das Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“ am 20. März 2015 in seiner Online-Ausgabe und am 21. März 2015 in seiner Print-Ausgabe unter dem Titel „Ali Baba und die Läufer“ berichtete, könnte es für den Mitinhaber und Vorstandssprecher der deutschen Gauselmann AG aus Espelkamp, Paul Gauselmann, in den nächsten Wochen unangenehm werden.

Laut dem Spiegel-Artikel liegen Indizien dafür vor, dass Spielautomaten von Löwen Entertainment, einem Konkurrenzunternehmen der Gauselmann Gruppe, welches zur österreichischen Novomatic AG gehört, mehrfach und systematisch manipuliert wurden. Der Auftraggeber soll kein geringerer als der Vorstandssprecher des größten Konkurrenten Paul Gauselmann gewesen sein. Er soll angeblich diese illegalen Handlungen vorangetrieben haben, infolge derer das Unternehmen Löwen Entertainment Opfer krimineller Angriffe geworden sei.

Diese Manipulationsvorfälle kamen durch die Verhaftung von Ali T. ans Tageslicht, der als Hauptbeschuldigter eines Ermittlungsverfahrens wegen banden- und gewerbsmäßigen Computerbetrugs gilt. Paul Gauselmann soll Ali T. beauftragt haben, Glücksspielgeräte der Marke NovoLine aus dem Hause Löwen Entertainment zu manipulieren. Das von den angeblichen Manipulationen betroffene Unternehmen betonte zwischenzeitlich, dass kein Hersteller trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen vor derartigen Vorfällen gefeit sei.

Die Gauselmann AG dementiert

In einer am 23. März 2015 durch die Gauselmann AG herausgegebene Erklärung wird bekanntgegeben, dass sich weder Herr Paul Gauselmann noch die Gauselmann-Gruppe in Zusammenhang mit den acht Jahre zurückliegenden Ereignissen etwas vorzuwerfen habe. Es wird betont, dass weder Paul Gauselmann noch Vertreter der Gauselmann-Gruppe Ali T. zu strafbaren Handlungen angestiftet haben. Es seien „ausschließlich gerüchteweise bekannte Manipulationsmöglichkeiten erworben und damit vom Markt genommen“ worden.

Bislang handelt es sich lediglich um Gerüchte und Indizien. In wie weit den Aussaggen des Angeklagten geglaubt werden kann ist fraglich. Glaubwürdiger ist sicherlich die Aussage Gauselmanns, heruasfinden zu wollen, welche Manipulationen an einem Spielautomaten möglich sind. Für uns ist aber schon lange klar: Online Spielautomaten sind immer die bessere Alternative. Zum einen unterliegen die Online Casinos starken Kontrollen und Regulierungen, zum Anderen ist die Gewinnquote auch um einiges höher. 

Dies sei „ausschließlich zum Schutz vor Manipulationen der von (der) Unternehmensgruppe Gauselmann betriebenen Novomatic-Geräte, im Interesse der Branche sowie des Spielerschutzes und der Steuerehrlichkeit“ geschehen. Darüber hinaus wurden „die Vertreter des Novomatic-Konzerns und ihres deutschen Tochterunternehmens Löwen-Entertainment stets unverzüglich mündlich und schriftlich über die aufgedeckten Manipulationsmöglichkeiten unterrichtet (…), verbunden mit der Anregung, den Manipulationsschutz nachhaltig sicherzustellen.“

Löwen Entertainment entsetzt

Löwen Entertainment lässt verlauten, dass dessen Sicherheitsberater stets alle Möglichkeiten zur Abwehr von Manipulationen genutzt haben, wozu zeitweise auch Ali T. als Informationsquelle geführt wurde. Als jedoch klar wurde, dass Ali T. selbst Manipulationen vornahm, wurden die Behörden darüber sofort in Kenntnis gesetzt. Das betroffene Unternehmen nehme die Inhalte des Spiegel-Artikels mit Entsetzen zur Kenntnis.

Zwischenzeitlich forderten die Verantwortlichen von Löwen Entertainment eine „konsequente Bereinigung und Neuausrichtung der Branche“ wie der Vorsitzende der Geschäftsführung von Löwen Entertainment, Christian Arras, verlauten ließ. Und weiter: „Wir appellieren an die gesamte Branche, klar Stellung zum legalen und regulierten Glücksspiel zu beziehen und damit den konsequenten Kampf gegen jede Form des illegalen Handelns aufzunehmen – gemeinsam mit Politik, Ordnungs- und Ermittlungsbehörden.”

Was an den Vorwürfen gegen Paul Gauselmann dran ist, lässt sich schwer beurteilen. Vorstellbar ist, dass in der Branche der Hersteller von Glücksspielautomaten Mitbewerber nicht mit Samthandschuhen angefasst werden. Insofern wird es spannend sein, zu verfolgen, ob sich die Vorwürfe gegen Paul Gauselmann erhärten oder ob die Löwen Gruppe samt Mutterhaus Novomatic AG die Gunst der Stunde nutzt, um ein schlechtes Licht auf den Mitbewerber fallen zu lassen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 

Hat Paul Gauselmann zu Manipulationen angestiftet?
4.7 (93.33%) 6 votes

Von | 2017-04-09T12:48:45+00:00 25. März 2015|Kategorien: Nachrichten, Wirtschaft|Tags: , , , , , |

Über den Autor:

Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

Ein Kommentar

  1. Jutta 04/08/2015 um 17:42 Uhr- Antworten

    auch die automaten von anderen herstellern werden oft manipuliert. wenn de nicht an einem zentralen server hängen, dann ist dem mißbrauch tür und tor geöffnet. die machen einfach was sie wollen und keiner kontrolliert das wirklich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Schauen Sie bitte in Ihren Posteingang, um Ihre Newsletter-Anmeldung zu bestätigen. Vergessen Sie nicht, auch im SPAM-Ordner zu schauen, falls Sie die E-Mail nicht finden.

Jetzt anmelden und 295 SPINS SICHERN!

Dein Postfach überprüfen!