Die GVC Holdings PLC bezieht Stellung. Und zwar zu einem Thema, das wie kein zweites für die Liebhaber von Sportwetten und Online Casinos richtungsweisend werden könnte, nämlich dem neuen Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland. Im nächsten Jahr wird es wohl endlich soweit sein. Dann sollen die Weichen dafür gestellt werden, dass Sportwetten und Online Casinos legal in Deutschland betrieben werden können. Die Frage ist nur: unter welchen Voraussetzungen und mit welchen staatlich kontrollierten Mitteln. Bis dahin wird überall heftig diskutiert: Von Seiten der Regierung, der Nutzer, der Hersteller und Anbieter und von Gesellschaften für den Spielerinnen- und Spielerschutz. Jeder verfolgt dabei in erster Linie seine eigenen Interessen, was mehr als verständlich ist. Aber alle haben ein gemeinsames Ziel: dass endlich Klarheit herrscht und dadurch entsprechend reagiert werden kann. Die GVC Holding, eins der weltweit größten börsennotierten Gaming-Unternehmen und Muttergesellschaft des führenden deutschen Sportwettanbieters bwin, stellt nun seine eigenen Überlegungen zu dem Thema vor. Mit ihrem Stammsitz auf der Isle of Man begrüßt die GVC Holding die grundsätzlichen Überlegungen der Regierung, neben Sportwetten auch Online Casinos in Deutschland zuzulassen. Bei einer Nichtberücksichtigung sieht das Unternehmen die Gefahr, dass Nutzer auf Angebote des Schwarzmarktes ausweichen könnten und sie somit auch einer Kontrolle entzogen sind. Schon heute spielen sie um Einsätze in Höhe von vielen Milliarden Euros.

GVC warnt vor der Illegalität

GVC ARTIKELSo meint Dr. Martin Lycka, Director of Regulatory Affairs bei der GVC: „GVC teilt das Ziel der Glücksspielregulierung der Länder, möglichst viele Einsätze hin zu regulierten und staatlich kontrollierten Anbietern zu lenken. Um dies zu erreichen, ist die Zulassung eines attraktiven lizenzierten Angebots von Sportwetten und auch Online-Casinospielen alternativlos. Nur wenn alle Umsätze transparent sind und die Anbieter eng mit den Behörden kooperieren, können Spielerschutz und Suchtprävention effektiv gewährleistet werden. Damit dies funktioniert, müssen die Länder sowohl den Bedürfnissen der Nutzer als auch den technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten der Anbieter Rechnung tragen. Wenn lizenzierte Angebote im Wettbewerb nicht attraktiv sind, weichen die Nutzer unweigerlich auf vermeintlich attraktivere Angebote im Schwarzmarkt aus. Dort ist die Einhaltung von Spielerschutz, Suchtprävention sowie der Schutz vor Manipulation, Betrug und Geldwäsche praktisch unmöglich. Die Chance, diesen Missstand zu ändern, sollten die Länder mit ihrem neuen Staatsvertrag nutzen."

GVC schlägt Regulierung durch Behörden vor

Die GVC Holding spricht sich dafür aus, dass der neue Staatsvertrag, der durch die einzelnen Ländervertretungen beschlossen werden muss, erstmal nur Rahmenbedingungen festlegt, welche in einer weiteren Stufe durch Behörden konkretisiert und angepasst werden. Dadurch würde eine Möglichkeit geschaffen, sich dem schnell verändernden Nutzerverhalten und der weiteren technologiegetriebenen Marktentwicklung rasch, effektiv und zielgerichtet anzupassen. Lycka weiter: „Die Digitalisierung führt auch im Glücksspielmarkt zu einer hohen Dynamik. Ein unflexibler Regulierungsrahmen, der keine Anpassung auf Veränderungen erlaubt, hätte nur eine kurze Halbwertzeit und wäre nicht zukunftsfähig. GVC begrüßt daher die Schaffung einer zentralen Regulierungsbehörde, die über Verordnungen die konkrete Ausgestaltung der Glücksspielregulierung auf Basis einer kontinuierlichen Marktbeobachtung konkretisieren und bei Bedarf anpassen könnte." Die GVC warnt darüber hinaus davor, Restriktionen in Bezug auf die Nutzung von Konten und technischen Ausstattungen der Spielgeräte vorzunehmen. Nur wenn ein Spieler ein Konto bei einem Anbieter vorfindet, wird er auch bei diesem bleiben, ansonsten wird er sich einen Anbieter suchen – zumeist auf dem Schwarzmarkt – der ihm diese Möglichkeit bietet. Das gleiche schließt auch Produktrestriktionen bei der Spieldauer und mögliche Einsatzhöhen ein. Ähnlich wird es sich bei einer Monopolisierung des Glücksspiels verhalten, wie es in der Vergangenheit schon einmal versucht wurde, was aber ein Scheitern nach sich zog.  

Digitale Welt bietet Schutz

In einer digitalen Welt kann ein besserer Spielerschutz gewährleistet werden als durch technische Restriktion des Spielgeräts, so die Meinung der GVC. Schon heute werden alle Nutzeraktivitäten durch seriöse Online Anbieter kontinuierlich gemonitort und dokumentiert und sind gegenüber den Behörden transparent. Dies ist aber nur möglich, wenn der Nutzer alle Angebote bei einem Anbieter nutzen kann, da ansonsten die Profile unvollständig und verfälscht sind. So können auch effektive und transparente Maßnahmen zum Spielerschutz-, Anti-Geldwäsche- und Anti-Betrug getroffen werden. Durch die digitale Analyse des Spielerverhaltens können Gefährdungsmerkmale erkannt werden und adäquate Maßnahmen bis hin zur Sperrung eines Kontos ergriffen werden. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit zu selbstgewählten Auszeiten, einem Selbstausschluss oder Einsatzlimits. 

Die GVC spricht sich zudem für individuell gestaltbare Einzahlunglimits für die Nutzer aus, da diese die Entscheidungsfreiheit des mündigen Nutzers respektieren und ihn somit nicht in die Illegalität treiben. Das Einzahlungslimit kann dabei der Bonität und dem Spielverhalten des Nutzers individuell angepasst werden.  

Weiterhin sieht die GVC in einer einfachen Registrierung für die Angebote der Anbieter ein wirksames Mittel zum Spielerschutz. Ist die Registrierung mit zu vielen Hürden versehen, würde diese häufig abgebrochen und zu Angeboten mit einfacheren Systemen gewechselt. Wie die GVC sagt: „…klagen die Landeslotteriegesellschaften nach dem Evaluierungsbericht des Landes Hessen schon heute über Abbruchquoten bei der Registrierung nach dem derzeitigen Glücksspielstaatsvertrag von 50 bis 70 Prozent.“ Dem will man entgegenwirken.

Die GVC ist ein führender E-Gaming Anbieter sowohl im B2C als auch im B2B und nimmt auf dem internationalen Markt eine starke Stellung ein. Diese will man auch dazu nutzen, um den Spielerschutz effektiver zu gestalten.

Letztes Update am 10.09.2020
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