GauselmannDie Briten hatten es die letzten Wochen wahrlich nicht gerade einfach. Nach den ganzen Turbulenzen, rund um das Brexit-Votum, herrscht noch immer in großen Teilen der Bevölkerung und der Wirtschaft ein gewaltiges Maß an Unsicherheit. Das Britische Pfund ist so schwach wie seit Jahrzehnten nicht, der Bankensektor bangt um seine Geschäfte und Investoren überlegen sich zweimal, ob sie in dieser unklaren Situation investieren sollen. Täglich geistern Meldungen durch die Presselandschaft, welche Firma denn in Zukunft die Insel verlassen könnte und nach Kontinental-Europa umsiedelt. Doch die Glücksspielbranche scheint sich von dieser Entwicklung nicht beirren zu lassen und investiert fleißig weiter in den lukrativen Markt um Spielhallen und Online Casinos. Den neusten Coup landet der deutsche Spielautomaten-Konzern Gauselmann mit dem Erwerb der Spielhallen des britischen familiengeführten Casinobetreibers William Clark.

„Teddy’s Amusement“  - Ein Mix aus Spielhalle und Solarium

Mit der Übernahme der Marke „Teddy’s Amusement“ und seinen 25 Casinos auf der britischen Insel, setzt Gauselmann seine Strategie der Expansion in Großbritannien gnadenlos fort. Im deutschsprachigen Raum kennt der Gambler den Glücksspielkonzern vor allem unter seiner Prestigmarke Merkur, die mit seiner lachenden Sonne einer der bekanntesten Anbieter von Slotautomaten Spielen in Online Casinos, wie auch in diversen Spielhallen ist. Auf der Insel hingegen kennen die Briten Gauselmann unter der Marke Praesepe. Die Auslandstochter betreibt schon jetzt zahlreiche Spielotheken mit angrenzenden Solarien. Diese Kombination aus Glücksspiel und Sonnenbank scheint bei den Inselbewohnern äußerst beliebt zu sein, denn auch die jetzt übernommene Marke „Teddy’s Amusement“ setzt auf diesen ungewöhnlichen Mix. Mit der Übernahme der 25 Etablissements stärkt Gauselmann seine Position auf dem englischen Markt, mit nun insgesamt 185 Casinos, enorm und erhält neben den Standorten auch das gut ausgebildete Management und die fähigen Mitarbeiter der William Clark Marke.

Das Auslandsgeschäft wird immer wichtiger für Gauselmann

Die verstärkte Expansion in ausländische Märkte ist für die Gauselmann-Gruppe nicht nur ein Zubrot zum eigenen Kerngeschäft in Deutschland, denn die neue Abstandsregel, die sich die Politik ausgedacht hat um die eigenen staatlichen Casinos zu pushen, wird den Markt in Zukunft kräftig umkrempeln. Mit der Liquidation von über 50 Prozent der Spielotheken wird auch der Absatz von Automatenspielen kräftig in den Keller gehen, denn wo weniger Kunden sind, wird auch weniger verkauft. Gut geführte Unternehmen bereiten sich natürlich rechtzeitig auf so eine Entwicklung vor und in diesem Punkt zeigt sich, dass der Besitzer von Merkur Magie und Merkur Online seine Hausaufgaben wahrlich gemacht hat, denn Gauselmann wendet sich seit einiger Zeit verstärkt anderen Märkten zu, um die Verluste in der Heimat mehr als auszugleichen. Mit mehr als einer Milliarde Euro Umsatz außerhalb von Deutschland wird das Auslandsgeschäft für den Konzern somit zu einer immer wichtigeren und tragenden Säule. Die Übernahme der William Clark Marke, mit seinen 25 Spielhallen, ist  nach dem Kauf von Town and County schon der zweite dicke Fisch in diesem Jahr der Gauselmann auf der Insel ins Netz gegangen ist.