Glücksspielriese Novomatic erwartet über 4 Milliarden Euro Umsatz!

Glücksspielriese Novomatic

Foto: Novomatic.com

Zwar sind die Bilanzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr beim niederösterreichischen Glücksspielriesen Novomatic noch nicht reif für die Veröffentlichung, doch ließ es sich der amtierende CEO des Unternehmens, Harald Neumann, nicht nehmen am Rand der ICE Totally Gaming schon vorab eine der wichtigen Kernzahlen zu verkünden. Für die 12 Monate des vorangegangenen Jahres erwartet die Novomatic-Gruppe, mit all ihren mehr als 200 Tochterfirmen und Schwestergesellschaften, einen Anstieg im Umsatz von rund 10 Prozent, was das erstmalige Überschreiten der magischen 4 Milliarden Euro Schwelle bedeutet. Dabei entfielen allein auf die Novomatic AG 2,3 Milliarden Euro. Die beiden Schwestergesellschaften, die Gryphon Invest AG, die vor allem für Finanzierungen innerhalb des Unternehmensgeflechts zuständig ist und die Admiral Casinos & Entertainment AG, die in der Schweiz erfolgreich klassische Casinos betreibt, steuerten zusammen die restlichen 2,1 Milliarden Euro zum Gesamtumsatz der Gruppe bei. Beim Gewinn war Harald Neumann noch nicht bereit irgendwelche vorab Zahlen zu benennen, doch deutete er schon an, dass in Sachen Ertrag wohl kein vergleichbares Wachstum zu erwarten ist, denn zahlreiche teure Akquisitionen für den weiteren Ausbau der Konzernstruktur bei Novomatic drückten die Gewinne deutlich.

Im Zuge zahlreicher Aufkäufe und gesteigertem Umsatz, stieg auch die Zahl der Beschäftigten innerhalb des Novomatic Konzerns deutlich an. Bis zum Ende letzten Jahres arbeiten 28.974 Mitarbeiter, in über 80 Ländern für den Konzern. Dies waren gleich 15 Prozent mehr als noch im Geschäftsjahr 2015.

Die Zukäufe bei Novomatic werden größer

Seit einigen Jahren ist in der Glücksspielbranche eine zunehmende Konsolidierung bei den großen Unternehmen innerhalb des Sektors zu beobachten und auch Novomatic spielt hier bei den Aufkäufen kleinerer Konkurrenten eine zunehmend bedeutendere Rolle. Lange Zeit wurden vor allem kleinere, aber dafür mit innovativen und dadurch zukunftssicheren Produkten und Dienstleistungen ausgestattete Firmen von den Österreichern übernommen. Hierbei legte Novomatic immer Beträge zwischen 20 und 50 Millionen Euro auf den Tisch, um ungeschliffene Rohdiamanten im eigenen Konzern zu veredeln. Im letzten Jahr jedoch änderte der Hersteller der Novoline Spielautomaten seine Strategie in Sachen Zukäufe deutlich, denn anstatt, wie bisher bis zu 20 kleinere Glücksspielunternehmen pro Jahr zu schlucken, waren es in den vergangenen 12 Monate vor allem 2 große Übernahmen, die fast 500 Millionen Euro verschlangen. Mit dem Aufkauf von Talarius in Großbritannien, für den es nun endgültiges Grünes Licht von den Wettbewerbsbehörden auf der Insel gab, wurde Novomatic über Nacht zu unangefochtenen Nummer Eins im Bereich der Spielotheken auf der Insel. Mehr als 160 Spielstätten, mit 7.200 Spielautomaten und rund 1.000 Mitarbeiter flossen so in den Besitz von Europas größten Glücksspielunternehmen. Noch größer ins Gewicht fiel die Akquise des australischen Unternehmens Ainsworth Game Technology für umgerechnet 319 Millionen Euro, die als große Investition in die Zukunft gewertet wird. Denn die Australier sind nicht nur Marktführer bei der Herstellung von Spielautomaten im Land der Kängurus, sondern auch die Nummer Fünf im lukrativen US-amerikanischen Casino Markt.

Mit der zunehmenden Globalisierung von Novomatic verliert der heimische Markt in Österreich, im Bereich der Kernländer des Unternehmens Deutschland, Spanien, Italien und Großbritannien, trotz des nun größeren Einstiegs in die CASAG, mehr und mehr an Gewicht. Gerade einmal noch 4 Prozent trägt Österreich zum Gesamtumsatz von Novomatic weltweit bei.

Auch dieses Jahr stehen wieder 500 Millionen Euro für die Jagd bereit

Auch in diesem Jahr dürfen sich wohl so einige mittlere Unternehmen der Glücksspielbranche auf so manches Übernahmeangebot von Seiten Novomatics einstellen, denn die Kriegskasse ist nicht nur auf Grund der eigenen guten Entwicklung im Umsatz und beim Gewinn ausgesprochen prall gefüllt. Erst im September gab es frische 500 Millionen Euro durch eine neue 7-jährige Anleihe, die dank der Niedrigzinspolitik der EZB, gerade einmal mit 1,625 Prozent pro Jahr vergütet werden muss. Zwar soll hierüber vor allem der Zukauf von Ainsworth und die Tilgung einiger Altschulden finanziert werden, doch werden dadurch an anderer Stelle Mittel für weitere Übernahmen frei. Harald Neumann, CEO von Novomatic, ließ auch zu diesem Thema am Rande der ICE Totally Gaming anklingen, wohin die Reise für das Unternehmen die nächsten Jahre hingehen wird und dass mit deutlich größeren Übernahmen gerechnet werden kann. Hier dürften vor allem Firmen für den US-amerikanischen und Lateinamerikanischen Markt ganz oben auf der Einkaufsliste der Österreicher stehen. Ebenfalls von Interesse für Novomatic dürfte ein stärkeres Engagement im Bereich der Online Casinos sein. Zwar ist der Konzern mit den drei Softwareschmieden Greentube, die die klassischen Novoline Spielautomaten für die Internetcasino umsetzen, Stakelogic, die moderne 3D Slot Automaten herstellen und jetzt Ainsworth, deren Automatenspiele vor allem in englischsprachigen Märkten eine hohe Reputation genießen, schon sehr gut aufgestellt, doch bietet hier der Markt immer wieder aufstrebende neue Entwicklerstudios an, die sich als Übernahmeziele förmlich anbieten.

Erst seit rund einem Jahr so richtig auf dem Markt der Entwickler von Spielautomaten für Online Casinos angekommen, hat sich Stakelogic mit seinen 3D Slots, wie FOOTBALL GLADIATORS oder FRUIT SMASHER sehr schnell einen hervorragenden Ruf aufgebaut. Deshalb lassen sich diese äußerst interessanten Automatenspiele in immer mehr virtuellen Spielhallen, wie dem JetBull Casino, dem SuperLenny Casino, dem King Player Casino oder auch jetzt im Betsson Casino finden.

Der Ausbau der VTL`s der CASAG steht ganz oben auf der Liste

Trotz der nur noch 4 Prozent, die der heimische Österreichische Markt zum Gesamtumsatz der Novomatic-Gruppe beisteuert und den großen Steinen, die immer wieder von Seiten der Justiz dem Konzern zwischen die Beine geworfen werden, ließ es sich der CEO Galrald Neumann nicht nehmen, sich auf der ICE noch einmal explizit für den Hauptsitz in Gumpoldskirchen und den Verbleib der rund 3.000 Mitarbeiter in der Alpenrepublik auszusprechen. Zwar gibt es kaum noch Übernahmeziele in dem Land, doch besteht hier in den Augen von Novomatic noch deutliches Potential bei der CASAG. Gerade einmal rund 700 Video Lottery Terminals, die über die Lotterielizenz in den WINWIN Spielstätten der Casinos Austria AG betrieben werden und deshalb nicht unter das Verbot des „Kleinen Glücksspiels“ mancher Bundesländer fallen, stehen im Moment in der Alpenrepublik, aber insgesamt 5.000 dürften es theoretisch von Rechtswegen sein. Genau hier will Novomatic, zusammen mit dem größten Aktionär und Partner, der Sazka Group, ansetzen und die gemeinsame Mehrheit innerhalb der CASAG nutzen, um im Endausbau auf bis zu 3.000 Stück in Österreich zu kommen und damit weitere Milliarden Euro an Mehreinnahmen zu generieren. Neben den äußerst lukrativen VTL`s äußerte sich Harald Neumann auch zu den zurückgezogenen Lizenzen zum Bau zweier, neuer Casinos in Österreich und geht davon aus, das hier wohl nichts mehr so schnell neu ausgeschrieben wird und vorerst die 12 Casinos der CASAG die einzigen Spielbanken in der Alpenrepublik sein werden.

Die gemeinsame Kontrolle von Novomatic und der Sazka Group über die CASAG wird auch zu einer Zunahme der Geschäftstätigkeit der Casinos Austria AG führen, denn wie Harald Neumann auf der ICE bestätigte, werden die Tschechen ihre Expertise im Lottogeschäft miteinbringen und die Österreicher sich vor allem um die VTL`s und den Ausbau des Online Casino Bereichs kümmern.

 Quelle: Novomatic.com

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Über den Autor: Engelbert Breitner

Engelbert Breitner
Das Online Glücksspiel ist für mich die beste Erfindung seit Pac Man. So bin ich froh darüber, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Meine bevorzugten Casinospiele sind Roulette, Black Jack und natürlich Spielautomaten. Meine Casino Erfahrungen möchte ich hier mit vielen gleichgesinnten Usern teilen.

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