Glücksspielkonzern NovomaticDer Glücksspielkonzern Novomatic aus Niederösterreich präsentierte nun auf der internationalen Glücksspielmesse ICE in London die Zahlen für das abgelaufene Jahr 2015. Dank einiger neuer Zukäufe im Jahr 2015 konnte der Glücksspielkonzern weiter wachsen, was sich so auch in den Zahlen niederschlägt. So gab Harald Neumann, der Konzernchef bei Novomatic, auf der ICE bekannt, dass der Umsatz des Glücksspielkonzerns im Jahr 2015 zum ersten Mal in der Konzerngeschichte bei über zwei Milliarden Euro lag. 2014 habe dieser noch bei 1,98 Milliarden Euro gelegen. Zwar relativierte Neumann diese Zahlen auch sogleich, als er anmerkte, dass der Ertrag 2015 jedoch „geringfügig“ niedriger war, als noch im Jahr 2014. dennoch sind diese Zahlen definitiv ein Grund zum Jubeln und für freudige Gesichter in dem Glücksspielkonzern.

Expansion in Europa

Der Glücksspielkonzern Novomatic hat seine Zukäufe noch längst nicht abgeschlossen. Denn der Konzern möchte auf dem europäischen Markt noch viel weiter expandieren, um somit in Europa der Marktführer zu werden. Zumindest in den Ländern, in denen das Glücksspiel auch auf einer Rechtsgrundlage basiert. Schließlich sind nur solche Länder wirklich für die Expansion relevant, da gesetzliche Regelungen im Glücksspielsektor einfach notwendig sind. Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien sieht Novomatic dabei als die Hauptmärkte an. Und vor allem auf die Expansion in Großbritannien und Spanien hat es der Glücksspielkonzern abgesehen. So hat Novomatic beispielsweise in Madrid, der Hauptstadt in Spanien, erst vor Kurzem 40 Spielstätten, die sogenannten Arkaden gekauft.

Sorgenland Deutschland

Zwar gehört Deutschland schon jetzt zu einem der wichtigsten Länder für Novomatic. Doch der Konzernchef Harald Neumann sieht mit großer Sorge auf die Zukunft in Deutschland. So mache der Glücksspielkonzern in Deutschland zwar bisher noch ein sehr gutes Geschäft, da in Deutschland etwa ein Drittel des Umsatzes eingefahren wird und Novomatic dort auch mit 140.000 Spielautomaten von insgesamt rund 250.000 Spielautomaten Marktführer ist. Doch aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen, die 2017 beziehungsweise 2018 in Kraft treten, rechnet Neumann damit, dass der Umsatz um etwa 30 bis 40 Prozent einbrechen wird. Dem möchte Novomatic jetzt schon vorbeugen, indem er immer mehr Spielsalons aufkauft und unter der konzerneigenen Fahne betreiben wird.

USA und Südamerika sind für Novomatic kein Thema

Europa ja, Amerika nein. So können die Aussagen von Thomas Graf, dem Sohn des Novomatic-Gründers und derzeitiger Technologievorstand, kurz und knapp zusammengefasst werden. Denn die USA seien für Novomatic kein Ziel für die Expansion. Schließlich bedürfe es auf dem gesamten amerikanischen Kontinent hohe Eigenkapitalleistungen in Milliardenhöhen, um auch nur ansatzweise wirklich Fuß fassen zu können. So sei Novomatic daher auch bereits 2014 aus dem Monticello-Casino in Chile ausgestiegen. In Europa hingegen betreibt Novomatic inzwischen rund 30 eigene Casinos, was auch zeigt, welches Potenzial im europäischen Raum steckt.

Online-Markt ausbauen

In Zeiten des Internets und vor allem der Online-Casinos möchte auch Novomatic mehr auf den Markt in der virtuellen Welt setzen. Selbst, wenn dies in vielen Teilen der USA sogar verboten beziehungsweise gesetzlich beschränkt sei, sei dies ein lohnenswerter Markt. Denn Social Games mit virtuellen Währungen, bei denen aber trotzdem für echtes Geld diverse Dinge gekauft werden, seien überall erlaubt und daher auch ein lohnenswertes Geschäft. Denn kleine Beträge, die aber in Massen von Spielern investiert werden, summieren sich schnell zu einer großen Summe.