Glücksspiel in Österreich boomt stark

Glücksspiel in ÖsterreichGute Nachrichten für alle Glücksspielanbieter in Österreich. Denn wie nun bekannt wurde, boomt der Glücksspielmarkt in Österreich sehr stark und wächst immer weiter an. So konnten im vergangenen Jahr 2015 sogar Umsätze in Höhe von 1,5 Milliarden Euro erzielt werden. Und das trotz des Verbotes der Spielautomaten für Betreiber ohne Lizenzen und die damit verbundene drastische Reduzierung der Spielautomaten in ganz Österreich.

Glücksspiel in Österreich: Automatenspieler besuchen nun vermehrt Casinos

Mit dem Verbot und der Reduzierung vom Automatenspiel hatten die Politiker Österreichs sicherlich andere Vorstellungen geknüpft, als das, was sich jetzt zeigt. Denn währenddessen man überzeugt davon war, so das Glücksspiel eindämmen zu können, damit nicht mehr ganz so viele Menschen dem Glücksspiel verfallen, legt der Markt trotz des Verbots zu. Denn die Automatenspieler hörten im vergangenen Jahr keineswegs auf zu spielen. Das Spielen wurde nur örtlich von ihnen verlagert, und zwar in die offiziellen Casinos, die ja alle eine gültige Lizenz und damit die Erlaubnis zum Betrieb der Automatenspiele besitzen.

Die zwölf Casinos Austria konnten so 2015 den Bruttospielertrag um satte 26 Prozent steigern und nahmen so 212 Millionen Euro ein. Besonders bei den Casinos Baden und Wien zeigte sich der Trend der Automatenspieler, in die erlaubten Casinos zum Spielen zu gehen. Denn 80 Prozent des Wachstums stammten nur aus diesen beiden Casinos. Vor allem die Vielspieler brachten dabei sehr große Erträge in die Kassen.

2015 Umsatzsteigerung beim Glücksspiel

Dass es wohl auch keine geringeren Spielerzahlen im Jahr 2015 gab, zeigt sich auch daran, dass der Gesamtbruttospielertrag im vergangenen Jahr um drei Prozent gesteigert werden konnte und 1,551 Milliarden Euro erreichte. Und das ist wirklich eine stattliche Summe. Laut des Beratungsunternehmens Kreuzer, Fischer & Partner (KFP) fiel ein großer Teil von rund 663 Millionen Euro dabei bei den staatlichen Lotterien und den Casinos Austria an, die ja zumindest teilstaatlich sind. Zwar sei dies ein Rückgang von etwa sechs Millionen Euro, aber bei den Lotterien stieg der Ertrag an und sechs Millionen Euro sind bei diesen Dimensionen ja auch nur ein Pappenstiel.

In den erlaubten Automatenspielhallen gab es auch einen Rückgang. Mit 10,6 Prozent ist dieser auch deutlich, aber durchaus auch erwartbar gewesen, nachdem so viele Spielcasinos schließen mussten und die Anzahl der Spielautomaten in den erlaubten Spielbetrieben reduziert wurden. Aber mit einem Umsatz von 338 Millionen Euro ist der Bruttospielertrag dennoch sehr hoch.

Verbot der Automaten führt zu illegalen Angeboten

Wollte man in Österreich das Glücksspiel mit dem Automatenspielgesetz regulieren und verbessern, hat man letztes Jahr eher das Gegenteil erreicht. Denn die Zahl der illegalen Spielautomaten ist zwar gesunken, aber immer noch sehr hoch. So sollen in ganz Österreich laut KFP immer noch rund 2.986 illegale Automaten im Einsatz sein. Und im letzten Jahr konnten insgesamt nur 300 illegale Automaten stillgelegt werden, was bei der noch vorhandenen Anzahl nur ein Tropfen auf dem heißen Stein darstellt.

Boom besonders bei Sportwetten

Bei den Online-Casinos gab eher eine Abwanderung. Dafür gab es aber bei den Sportwetten ein regelrechter Boom, da dieses Glücksspiel ja nach wie vor erlaubt ist. Somit haben sich die Befürchtungen vieler Experten praktisch bestätigt, dass das Automatenspielverbot die Branche der Sportwetten in die Karten spielt. Denn das ist nun wirklich auch so geschehen.

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Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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