In Nordrhein-Westfalen setzen sich Schülerinnen und Schüler in einem groß angelegten Projekt mit dem Thema Glücksspiel auseinander. Der Schwerpunkt liegt auf dem verantwortungsvollen Umgang mit Glücksspielen aller Art. Das Ziel des Smart Camps, an dem insgesamt 70 Schülerinnen und Schüler teilnehmen, ist eine umfassende Aufklärung zum Thema Glücksspiel. In einer Zeit, in der nicht nur die meisten älteren Schüler längst ein Smartphone haben, ist das wichtig und sinnvoll.

Studenten und SchuelerSmart Camp wird von Landesregierung NRW unterstützt

Das Smart Camp wurde von der digitalen Bildungsinitiative BG3000 entwickelt. In Kooperation mit dem TÜV Rheinland und WestLotto wurde ein Konzept erstellt mit dem Ziel, Aufklärung und Prävention von Schülerinnen und Schülern zu verbessern. Am Smart Camp, dass in Düsseldorf stattfindet, nehmen 70 Schüler der Freien Christlichen Gesamtschule teil. Die Schirmherrschaft für das Projekt hat der Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes NRW, Nathanael Liminski, übernommen. Damit dokumentiert die Landesregierung die Unterstützung dieses wichtigen Projektes. Die jungen Teilnehmer sollen für das wichtige Thema Glücksspiel sensibilisiert werden, um mögliche Probleme in Zukunft zu vermeiden.

Medienkompetenz und Aufklärung wichtiger denn je

Verbote sind insbesondere bei jungen Menschen selten ausreichend, um Probleme zu bekämpfen. Deswegen ist es eine gute Idee, mit dem Smart Camp zu zeigen, dass mit Medienkompetenz und umfassender Aufklärung dem verantwortungsvollen Umgang mit Glücksspiel besser gedient ist. Glücksspiele werden im Internet in unterschiedlichen Varianten angeboten. Neben den Online Casinos gibt es zum Beispiel auch die zahlreichen Computerspiele, in denen sogenannte Lootboxen zu finden sind. Auch wenn grundsätzlich gilt, dass Glücksspiele für Minderjährige tabu sind, zeigt sich in der Praxis immer wieder, dass diese Verbote nicht so wirksam sind, wie der Gesetzgeber gerne hätte.

Seriöse Online Casinos betreiben viel Aufwand, damit Minderjährige überhaupt nicht in die Versuchung kommen, ein Konto zu eröffnen. Spätestens wenn eine Verifizierung der Kundendaten ansteht, so wie sie nicht nur bei den Top Online Casinos längst üblich ist, fallen Minderjährige sofort auf. Aber nicht in allen Bereichen des Internets funktioniert der Jugendschutz so vorbildlich. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler beim Smart Camp den verantwortungsvollen Umgang mit Glücksspiel kennenlernen. Dazu gehört vor allem eine gute Kenntnis der Materie. Wer überhaupt nicht weiß, wie zum Beispiel ein Spielautomat oder ein Tischspiel funktioniert, kann auch schwer die Gewinnchancen und die Risiken richtig einschätzen.

Mutiges Projekt für besseren Jugendschutz beim Glücksspiel

Auf den ersten Blick scheint es etwas gewagt zu sein, Glücksspiele direkt in die Schulen zu holen. Aber auf den zweiten Blick wird deutlich, dass es eine gute Idee ist, junge Menschen, die vielleicht schon in wenigen Jahren zur Zielgruppe der Glücksspielanbieter gehören, für das Thema zu sensibilisieren. Wer Glücksspiele versteht und die Mechanismen durchschaut, hat es deutlich leichter, Casino-Angebote verantwortungsvoll zu nutzen. Beispielsweise können die Schülerinnen und Schüler im Smart Camp lernen, dass es nicht möglich ist das Casino zu schlagen. Auch die angeblich todsicheren Systeme die auf dubiosen Seiten im Internet beworben werden funktionieren nicht, denn ansonsten würden sämtliche Casinos den Spielbetrieb einstellen.

Glücksspiele können genauso wie Sportwetten einen hohen Unterhaltungswert haben. Verantwortungsvoller Umgang mit derartigen Angeboten bedeutet auch, dass nur das Geld eingesetzt wird das nicht für andere Zwecke benötigt wird. Auch über dieses Thema wird im Smart Camp diskutiert. Nicht zuletzt dürfen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Workshops am letzten Tag des Projektes zusammen mit diversen Stars von YouTube und Instagram eigene Beiträge für die sozialen Medien erstellen. Diese Beiträge sollen dazu beitragen das die Wirkung des Projektes weit über die teilnehmenden 70 Schüler hinausgeht. Es wäre schön wenn ähnliche Projekte in Zukunft an Schulen zum Standard würden, denn es ist sinnvoll den verantwortungsvollen Umgang mit Glücksspiel und Sportwetten frühzeitig zu lernen.