Glücksspiekonzern Novomatic steigt jetzt offiziell bei der CASAG ein!

Glücksspiekonzern Novomatic

Foto: http://www.novomatic.com/

Wer sich die letzten Monate ausführlich mit dem Thema Casinos Austria AG und der geplanten Übernahme durch Novomatic und der Sazka Group, den beiden tschechischen Milliardäre Karel Komarek und Jiri Smejc gehört, beschäftigt hat, der fühlte sich zeitweise an die Daily Soap Gute Zeiten, Schlechte Zeiten erinnert. Genau wie in dieser unendlich andauernden Serie, gab es auch bei den Versuchen das Herz der edlen Casino-Dame, in diesem Falle die CASAG, zu erobern, zahlreiche Feindseligkeiten, Streitereien, Versöhnungen und Nebenbuhler, die sich alle um die Beute balgten. Gerade als es dann endlich so aussah, als ob nun mit dem angestrebten Jonit Venture zwischen den beiden vormaligen Streithähnen, dem Glücksspielkonzern Novomatic und der Sazka Group und deren gemeinsamen Übernahmeplänen der CASAG, sämtliche Probleme vom Tisch wären, schaltete sich das Kartellgericht in Österreich ein und pulverisierte mit einem Übernahmeverbot sämtliche ausgehandelten Ideen. Lange Zeit standen die Casinos Austria AG, mit ihrem Glücksspielmonopol in der Alpenrepublik ganz oben auf dem Speiseplan von Novomatic und bereits 40 Prozent des teilstaatlichen Konzerns konnten vorbehaltlich aufgekauft werden. Zusammen mit den 11 Prozent der Tschechen wollte Novomatic so die volle und alleinige Kontrolle über den 3,6 Milliarden Euro Umsatz schweren Konzern erhalten. Bekanntlich wurde daraus nichts, doch der österreichische Glücksspielkonzern lässt nicht locker und geht nun einen anderen Weg, um doch noch wenigstens einen Teil der Beute einzukassieren.

Der teilstaatliche Konzern der Casinos Austria AG konnte im letzten Geschäftsjahr 2015 mit seinem Online Casino win2day, den Lotterien und Spielbanken einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro genieren und damit ein Betriebsergebnis von über 100 Millionen Euro erwirtschaften.

Für diesen Deal veräußert der Glücksspiekonzern Novomatic die Hälfte der Lotteriebeteiligung

Den Richtern des österreichischen Kartellgerichts schlug vor allem die mögliche marktbeherrschende Stellung, die sich aus der Kontrolle der CASAG durch Novomatic in Österreich ergeben hätte, schwer auf den Magen und zudem war der Glücksspielkonzern, der vor allem bei Spielern durch seine Novoline Spielautomaten wie BOOK OF RA bekannt ist, nicht bereit seine tschechische Casino-Sparte aufzugeben. Dies alles führte zum bekannten Untersagen der Übernahme, doch hat Novomatic hier noch ein Hintertürchen offen. Sofern die eigenen Anteil an der Casinos Austria AG nicht die 25 Prozent Marke übersteigt, melden die Wettbewerbshüter keine Bedenken an. Novomatic hatte zwar vor die Sazka Group der tschechischen Milliardäre als Juniorpartner mit ins Boot zu holen, doch nun sieht es so aus, als wären die Österreicher nun wiederum bereit selbst der kleinere Partner zu werden, um sich die dicke Beute am Ende nicht ganz entgehen zu lassen. Insgesamt 17,2 Prozent der CASAG wurden nun offiziell durch den Konzern dem ehemaligen Besitzer, der MTB Privatstiftung von Maria Theresia Bablik abgekauft. Zwar war dieser Deal schon am 5. Oktober 2015 vorbehaltlich abgesprochen wurden, doch konnten jetzt erst alle rechtlichen Bedenken ausgeräumt werden und die außerordentliche Hauptversammlung der Casinos Austria gab zudem nun grünes Licht dafür. Einen Wermutstropfen gilt es jedoch für Novomatic zu verschmerzen, denn um nicht über die Gesamtbeteiligung von 25 Prozent zu kommen, musste die Hälfte der Beteiligung an den Österreichischen Lotterien, an der auch die CASAG 68 Prozent hält, an die Partner der Sazka Group veräußert werden. Somit wandern rund 11,56 Prozent in die Hände der tschechischen Milliardäre und der Weg ist frei für eine Übernahme des Mutterkonzerns durch die Sazka Group und Novomatic, nur halt dieses mal unter geänderten Vorzeichen.

Die Sazka Group und deren Besitzer, die beiden tschechischen Milliardäre Karel Komarek und Jiri Smejc waren bisher auf dem österreichischen Glücksspielmarkt nicht aktiv und deshalb sieht das Kartellgericht bei ihnen auch keine Bedenken.

Die Vertragsangelegenheiten mit Stoss und Hoscher wurden auf März 2017 vertagt

Eigentlich sollte bei der außerordentlichen Versammlung der CASAG auch das Thema der möglichen Vertragsverlängerung mit dem Generaldirektor Dr. Karl Stoss und dem Vorstandsvorsitzenden der Österreichische Lotterien GmbH Prof. KR Mag. Dietmar Hoscher angeschoben werden, doch entschlossen sich die Mitglieder der Versammlung der Empfehlung des Aufsichtsratschef Walter Rothensteiner zu folgen und die Gespräche erst im März nach der Hauptversammlung zu beginnen. Pikant an dieser ganzen Geschichte ist, dass weder Hoscher noch Stoss sich bei Novomatic und der Sazka Group großer Beliebtheit erfreuen und deren Positionen wohl am liebsten durch eigenes Personal besetzt werden sollen. Zwar ist bei beiden Personen in den Verträgen geregelt, dass es ein Jahr vor dem Auslaufen der Verträge zu Gesprächen über eine mögliche Verlängerung kommen muss, doch wurde hier mit der Verschiebung auf nächstes Jahr der möglichen neuen Eigentümerstruktur Rechnung getragen. Erschwerend kommt zudem noch hinzu, dass sowohl Stoss, als auch Hoscher, auf Grund ihrer üppigen Boni in den alten Verträgen, vielen Vorstandmitgliedern und Anlegern ein zunehmender Dorn im Auge sind und die ausufernden Bezüge durch neues Personal und neue Verträge wieder auf ein erträgliches Maß herunter gestutzt werden sollen. Alles in allem sieht es also nicht gut aus für die beiden Herren, doch mit den üppigen Pensionsansprüchen, die sich allein Karl Stoss durch seine Position als Generaldirektor und seinem üppig dotierten Vertrag erworben hat, dürfte dieser wohl kaum am Hungertuch nagen, falls er das Unternehmen doch verlassen muss.

Generaldirektor Dr. Karl Stoss mache nach der Entscheidung, die Gespräche über ein mögliche Vertragsverlängerung auf März 2017 zu vertagen gute Miene zum bösen Spiel und ließ ich zitieren: „Ich kann durchaus nachvollziehen, dass der Aufsichtsrat die beiden Themen auch zeitlich getrennt behandeln und zunächst die Eigentümerfrage näher geklärt haben möchte. Ich bin zuversichtlich, dass in der Sitzung Ende März 2017 eine gute und tragfähige Lösung geschaffen wird.”

Quelle: http://www.novomatic.com/explore-novomatic/presse/pressemitteilungen/gruenes-licht-fuer-novomatic-einstieg-bei-casinos

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Danke für lhre Wertung!

Über den Autor: Engelbert Breitner

Engelbert Breitner
Das Online Glücksspiel ist für mich die beste Erfindung seit Pac Man. So bin ich froh darüber, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Meine bevorzugten Casinospiele sind Roulette, Black Jack und natürlich Spielautomaten. Meine Casino Erfahrungen möchte ich hier mit vielen gleichgesinnten Usern teilen.

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