George Clooney (58) und Casinos – das passte einst zusammen, wie die Faust auf’s Auge. Doch inzwischen ist es still geworden um den Hollywood-Beau und eine seiner großen Leidenschaften: das Glücksspiel. Man hört nichts mehr über nächtliche Pokerrunden in Las Vegas, hohe Einsätze an Spieltischen oder seine weitreichenden Pläne für ein eigenes Spielcasino in der Mojave-Wüste. Mit Cindy Crawfords Noch-Ehemann Rande Gerber plante er vor wenigen Jahren noch ein Milliarden-Bauvorhaben in Nevadas Spielerparadies. „Las Ramblas“ sollte die Luxus-Anlage mit Hotel, Eigentumswohnungen und Casino heißen, und auch Brad Pitt war damals als Investor mit im Gespräch – zumindest gerüchteweise.

Clooneys Leidenschaft fürs Zocken

George Clooney CasinoDass der passionierte Glücksspieler, Hollywoodstar, Frauenschwarm und zweifache Oscar-Preisträger George Clooney seine Leidenschaft komplett an den Nagel gehängt hat, mag man gar nicht glauben. Die Vermutung liegt nahe, dass er sein Hobby mittlerweile eher im Verborgenen ausübt und dass er heutzutage das Zocken in seriösen Online Casinos dem Besuch von realen Spielbanken vorzieht. Denn gerade in diesem Jahr hatten sich immer wieder Nachrichten überschlagen, die seinen „angeblich“ unseriösen Lebenswandel thematisierten und über eine ernsthafte Ehe-Krise mit der renommierten 41-jährigen, britisch-libanesischen Menschenrechtsanwältin Amal Ramzi Alamussin Clooney spekulierten. Glaubt man der Boulevard-Presse, dann soll die Juristin und Mutter seiner Zwillinge Ella und Alexander von Clooneys ausschweifendem Partyleben und seinen hohen Ausgaben für „unnütze“ Luxus-Artikel extrem genervt sein. Sogar von einem endgültigen Ehe-Aus und von Scheidung konnte man in den letzten Monaten mehrfach lesen. 

Käse-Investment statt Ehe-Aus?

In den vergangenen Wochen war auf einmal keine Rede mehr davon, dass der Haussegen bei den Clooneys schief hängt. Im Gegenteil: Das Paar zeigte sich wieder vergnügt und verliebt turtelnd in der Öffentlichkeit. Auch neue Geschäftsideen des Hollywoodstars wurden bekannt, die allerdings nichts mit Vergnügungstempeln zu tun hatten, sondern mit Kulinarik. Da er schon lange ein großer Fan von italienischem Käse ist, plant er jetzt – angeblich – in großem Stil in Schafskäse zu investieren. So abwegig ist dieses Gerücht gar nicht. Schließlich hatte er bereits mit Actor Mike Meldman und Groß-Investor Rande Gerber ein eigenes Tequilla-Label auf den Markt gebracht und vor zwei Jahren dann für eine satte Milliarde US-Dollar an Diageo verkauft. „Pecorino del Pardu“ heißt jetzt seine neue Vorliebe. Hierbei handelt es sich um einen Schafskäse, der von einem gewissen Peppino aus Laglio produziert wird – einem Landwirt aus der unmittelbaren Umgebung des Comer Sees, wo Clooney eine imposante Villa besitzt. Die „Daily Star Sunday“ will in Erfahrung gebracht haben, dass George Clooney schon mehr als 30 Kilo des guten Pecorino nach Los Angeles geschickt hat. Allerdings zunächst einmal nur, um Freunde und mögliche Geschäftspartner kosten zu lassen. Für den Käse-Bauern vom Comer-See wäre diese Zusammenarbeit ein lohnendes Geschäft, denn er verkauft seinen Pecorino bisher nur auf Märkten aus einem alten Van heraus. 

Rien ne va plus für Las Ramblas-Projekt

Warum das milliardenschwere Casinoprojekt, das Clooney einst mit Rande Gerber plante, nun tatsächlich scheiterte, darüber gibt es bis heute nur Mutmaßungen – von denen aber eine ganze Reihe.  "Wir investieren finanziell und kreativ, um einen idyllischen Bau zu entwickeln, der unseren persönlichen Geschmack und unsere Interessen reflektiert, und in dem wir uns mit unseren Freunden erholen können, die ebenfalls gern in der Stadt sind," hatte der Oscar-Preisträger einst der Los Angeles Times gesagt, allerdings mit dem Zusatz: „Eine nennenswerte Summe Geld aus meinem Privatvermögen wird in das Casino fließen. Ob ich damit auch etwas verdienen kann, weiß ich nicht.“  Clooney schwärmte damals von einem „klassischen Monte Carlo Casino“ in Las Vegas. Die Idee für so eine elegante Spielbank war ihm bei Dreharbeiten gekommen, als er im traditionsreichen Luxus-Hotel Bellagio weilte. Ja, und dann gab es ja auch noch das hartnäckige Gerücht um Brad Pitt, der ebenfalls als Mit-Investor eingeplant war. Angeblich kam es zu Streitigkeiten zwischen den beiden Hollywood-Beaus, weil Pitt sich dann doch lieber in einem anderen Bauvorhaben in Palm Springs engagieren wollte. Bestätigt haben die zwei Schauspieler diesen Zwist nie. Als weiterer Grund für das geplatzte Unternehmen wurden damals gestiegene Baukosten angeführt und der nur schleppend angelaufene Verkauf der Wohneinheiten, die ebenfalls in Las Ramblas geplant waren. Ende vom Lied: Clooney spendete einen großen Teil der vorgesehenen Investitionssumme an das African Debt Relief Project.

Mit „Doug Ross“ fing alles an

Seine erste Begegnung mit dem Show Business hatte der junge George Timothy Clooney bereits im Alter von 5 Jahren, als er seinem Vater Nick – einem TV-Moderator – Texttafeln während einer Live-Sendung halten durfte. Später studierte er selbst Radio- und TV-Journalismus, bevor er in 1990er Jahren durch die Rolle des Kinderarztes Doug Ross in der Erfolgsserie „Emergency Room“ weltberühmt wurde. Nun kam auch Hollywood nicht mehr an dem Frauen-Liebling vorbei. Er spielte zahlreiche unterschiedliche Rollen, bis er mit seiner Darstellung des Batman in Batman & Robin seinen internationalen Durchbruch auch auf der Leinwand feierte. Bisher krönen 2 Oscars seine Karriere. Als Schauspieler erhielt er den Goldjungen für die beste Nebenrolle in „Syriana“ und als Produzent für „Argo“ – gemeinsam mit Ben Affleck und Grant Heslov. Vom People Magazin wurde er 1997 erstmals zum Sexiest Man Alive gewählt. 2006 erhielt er diesen Titel erneut. Seit 1999 tritt er auch vermehrt als Drehbuchautor, Produzent und Regisseur in Erscheinung und engagiert sich zunehmend politisch. Von 2008 bis 2014 war er beispielsweise UN-Botschafter des Friedens, bis er diesen Titel aus beruflichen wie privaten Gründen wieder ablegen musste. 2008 unterstützte er als Mitglied der Demokraten hartnäckig den Präsidentschaftswahlkampf von Barack Obama. Auch für den Klimaschutz macht er sich bereits vielen Jahren stark. Für sein vielfältiges Engagement wurde er in Deutschland im Jahre 2013 mit dem Deutschen Medienpreis ausgezeichnet.