Seit der Eröffnung eines neuen Casinos in Zürich im Jahre 2012 hat die Schweizer Stadt-Casino-Baden-Gruppe mit sinkenden Spielerträgen zu kämpfen. Das Unternehmen sah sich aus diesem Grunde gezwungen, seinen Fokus auf das benachbarte Ausland zu richten. Man wollte sich mit diesem Schritt unabhängiger vom Heimatmarkt Schweiz machen. Diese Entscheidung entpuppte sich allerdings lediglich als ein Teilerfolg, denn in Österreich musste der Casinobetreiber einen deutlichen Dämpfer einstecken. Obwohl es wesentlich besser für die Unternehmensgruppe auf dem deutschen Glücksspielmarkt lief, befindet man sich nichtsdestotrotz bereits in einer weiteren Expansionsphase. Diesmal steht vor allem das Internet und damit das Online Glücksspiel im Fokus.

Casino BadenExpansionsstrategie ins Ausland macht sich nur in Deutschland bezahlt

Große Hoffnungen legte die Casino-Gruppe in den Erhalt der Konzession für den Spielbetrieb eines Casinos im österreichischen Wien. Nachdem die Stadt-Casino-Gruppe sich zunächst über den Erhalt der Zulassung freuen konnte und man sich sofort an die Umsetzung des Projekts machte, folgte der späte Schock. Die erteilte Konzession wurde dem Unternehmen mit dem Verweis auf rechtliche Mängel im Ausschreibungsverfahren wieder entzogen. Da man allerdings bereits damit begonnen hatte, in dieses Casinoprojekt zu investieren, mussten diese geleisteten Zahlungen letztendlich abgeschrieben werden.

Ganz anders sieht es für den Konzern in Deutschland aus. Hier wurden die Investitionen in den Glücksspielmarkt des nördlichen Nachbarn stetig gesteigert und mittlerweile besitzt das Unternehmen ganze 25 % der Merkur Spielbanken Sachsen-Anhalt GmbH. Dadurch befinden sich drei Casinos des ostdeutschen Bundeslandes im Besitz des Schweizer Casinobetreibers. Außerdem machte sich mittlerweile eine weitere europäische Partnerschaft für die Schweizer bezahlt. Da man sich im Jahre 2018 entschloss, 44 % der Anteile des unternehmenseigenen Casinos im schweizerischen Davos an die belgische Ardent-Gruppe zu verkaufen, gelang es den Schweizern nun gemeinsam mit den belgischen Geschäftspartnern, eine Online Konzession für eben dieses Casino zu beantragen. Unabhängig davon bemüht sich die Betreibergruppe ebenfalls um eine weitere Online Zulassung für sein Casino am Standort Baden. Die Entscheidung des Schweizer Bundesrates steht unmittelbar bevor und wird noch für diesen Sommer erwartet. Eine Konzession für beide Casinos würde vermutlich zu einem deutlichen Wachstumsschub für die Unternehmensgruppe führen.

Der Online Casino Bereich rückt immer weiter in den Fokus

Mit einer erteilten Konzession möchte man ein eigenes Online Casino mit dem Titel „Casino777“ an den Start bringen und könnte seinen Kunden eventuell sogar einen Casinobonus ohne Einzahlung gewähren. Investitionsanstrengungen für Marketingprojekte befinden sich bereits in vollem Gange. Finanzchef Marcel Tobler zeigte sich optimistisch, dass sich diese Anstrengungen auch auszahlen werden. Man möchte zudem den Schritt in die Online Casino Welt mit einer eigenen Plattform wagen. Aus diesem Grund erfolgte zum Jahresbeginn die Beteiligung am internationalen Spieleentwickler Gamanza.

Bei Gamanza handelt es sich um einen erfahrenen Dienstleister auf dem iGaming Markt, der bereits mehrere Online Gaming Plattformen erfolgreich auf dem Online Markt platzieren konnte. Das Unternehmen um seinen Gründer Magnus Lindberg entwickelt ebenfalls eigenständig Online Casino Spiele und auch was die Bereiche Sportwetten und Gamification Prozesse angeht, kann man bei Gamanza auf langjährige Erfahrung zurückblicken. Gamanza hat darüber hinaus bereits angekündigt, seinen Firmensitz von Malta ins schweizerische Baden zu verlegen. Die Stadt-Casino-Baden-Gruppe wird, wenn alle Milestones planmäßig erreicht werden, in rund einem Jahr über 50 % von Gamanza besitzen.