Friedrich Stickler wird Berater für Glücksspielkonzern Novomatic

Glücksspielkonzern NovomaticDer österreichische Glücksspielkonzern Novomatic (Novoline) ist ja bekannt für seine hervorragenden Kontakte. Die Fäden des allumfassenden Netzes reichen dabei über die Politik bis hinzu verschiedensten Wirtschaftszweigen in Österreich. Die wirkliche Macht und den Einfluss, den Novomatic in der Alpenrepublik besitzt, wird in zahlreichen Fällen mehr als deutlich. Sei es die intransparente Vergabe der Konzession in Niederösterreich für das Kleine Glücksspiel oder das damalige Zustandekommen des neuen Gesetzes zur Regelung des Glücksspielsektors. Bis heute sind die Machenschaften, angeblichen Schmiergeldzahlungen und dubiosen Verbindungen zur Politik nicht wirklich aufgeklärt, trotz der Hartnäckigkeit der zuständigen Gerichte. Auch wenn vieles im Rahmen geltender Gesetze geschehen ist, so bleibt am Ende doch ein fahler Beigeschmack hängen, wenn der sogenannte Drehtüreffekt zu deutlich zu Tage tritt. Ehemalige Politiker, Wirtschaftskapitäne und andere prominente Figuren, die viele Jahre Lobbyarbeit in den Parlamenten, Gremien und Ausschüssen für Novomatic betrieben haben, sind heute in irgendeiner Weise für den österreichischen Glücksspielgiganten tätig. Als neusten Coup in dieser Reihe wurde nun Friedrich Stickler als Berater verpflichtet.

Friedrich Stickler – der Herr des Lotto

Friedrich Stickler ist sicherlich nicht irgendeine austauschbare Persönlichkeit im Glücksspielsektor, deren Dienste sich Novomatic Anfang diesen Monats sicherte, denn seine Expertise im Lottogeschäft und seine weitreichenden Kontakte in den Sport, vor allem in den Fußball, machen ihm zu einem Kronjuwel in der langen Liste der Berater. In Österreich ist wohl niemand so stark ins Lottogeschäft involviert wie Friedrich Stickler. Fast sein ganzes Leben verbrachte er in diesem Bereich. Nach seinem Studium übernahm er das Management für die Schiffscasinos von Casinos Austria, bevor er maßgeblich an der Einführung von Lotto „6 aus 45“ in Österreich mitwirkte. All diese Erfolge brachten ihm 1986 eine Vorstandsposten in der neugegründeten Österreichischen Lotterien Gesellschaft ein. Später stieg er dort sogar zum stellvertretenden Generaldirektor auf. In all diesen Bereichen konnte sich Friedrich Stickler auszeichnen und wurde Jahre später als erster Österreicher Präsident der European State Lotteries & Toto Association und wurde hier zweimal im Amt bestätigt. Doch nicht nur Bereich der Lotterien war der umtriebige Workaholic tätig, auch im Sport hat er große Fußstapfen hinterlassen. In den Jahren von 2002 bis 2008 leitete Friedrich Stickler als Präsident den Österreichischen Fußballbund und war auch in dieser Zeit Vorstandsmitglied des Österreichischen Olympischen Comités. Sein größter Verdienst war jedoch die maßgebliche Arbeit am Projekt die Fußballeuropameisterschaft 2008 ins eigene Land zu holen. Mit der Inanspruchnahme der Beraterfunktion durch Friedrich Stickler, hat Novomatic nun eine der fähigsten Persönlichkeiten im deutschsprachigen Raum an sich gebunden und wird damit von seinem über die Jahrzehnte aufgebauten Netzwerk profitieren.

1 2 3 4 5
Friedrich Stickler wird Berater für Glücksspielkonzern Novomatic
4.67 (93.33%) 3 votes
Danke für lhre Wertung!
Von Gerda Hartig | 26. September 2018 | Kategorien: Nachrichten, Wirtschaft | Labels: , , , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

Hinterlassen Sie einen Kommentar