„Spielen ist Experimentieren mit dem Zufall.“ Treffender als der deutsche Lyriker Novalis (1772 – 1801), der mit bürgerlichem Namen Georg Philipp Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg hieß, hätte man es kaum beschreiben können. Und wo kann man besten experimentieren heutzutage? Natürlich in Seriösen Online Casinos und von denen gibt es mittlerweile eine ganze Menge, wie beispielsweise Karamba, 888casino, Sunmaker oder Leovegas Casino, aber auch Wunderino, Mr. Green, betsson Casino oder Lapalingo. Und das sind nur einige der vertrauenswürdigen Anbieter, die regelmäßig hohe Gewinne ausschütten. Gelegenheit macht Diebe! Das hat meine Großmutter schon immer gesagt. Früher dachte ich: die hat doch einen Knall! Heute bin ich mir da gar nicht mehr so sicher. In diesem uralten Sprichwort scheint doch wesentlich mehr Weisheit zu liegen, als man im Allgemeinen denkt. Ein Beispiel hierfür liefert eine wahre Geschichte aus dem süd-schweizerischen Oberwallis, die nun zu einem Gerichtsurteil führte. Ein junger Mann glaubte an sein Glück, sackte Firmengelder ein und verzockte alles im Casino.

Casino Lugano SchweizIm Casino vom Gefühl übermannt

Rund 21.700,- Schweizer Franken in bar – soviel Geld hielt der 22-jährige Verkaufsberater eines Fachgeschäfts für Haushaltsgeräte und Unterhaltungselektronik aus dem Oberwallis noch nie in den Händen. Sein gutgläubiger Chef hatte ihm im November 2018 die Einkünfte der vergangenen Tage übergeben, damit er diesen Betrag auf das Firmenkonto einzahlt. Das Gefühl, so viel Bargeld in den Händen zu halten, übermannte den Angestellten jedoch. Er fuhr nicht, wie ursprünglich geplant, zur Bank, sondern lenkte sein Fahrzeug in Richtung Montreux und dort ins nächste Spielcasino. Er setzte und verlor. Insgesamt 4.000,- Schweizer Franken waren an einem Abend futsch. Zuversichtlich und voll Vertrauen in sein Glück als Spieler ließ er sich von diesem Rückschlag keineswegs entmutigen. Einen Tag darauf fuhr er nochmal in dasselbe Casino. Er schien davon überzeugt zu sein, die verlorene Summe wieder zurück zu gewinnen. Und Fortuna stand tatsächlich an seiner Seite - wenn auch etwas unkonzentriert. Denn lediglich 1.000,- Schweizer Franken konnte der Verkaufsberater am zweiten Abend als Gewinn einheimsen. Immerhin reichte der Betrag ihm aus, um weiterhin auf sein Spielerglück zu bauen.

Die Polizei glaubte ihm nicht

Damit der Diebstahl nicht aufflog, musste sich der 22-Jährige ziemlich schnell etwas überlegen. Abgesehen davon handelte es sich in seinen Augen gar nicht um einen „richtigen“ Diebstahl, denn anfangs wollte er sich das Geld nur für einen kurzen Zeitraum ausleihen und es „gewinnbringend“ einsetzen, um noch viel mehr Geld daraus zu machen. Da seine Pläne nicht so aufgingen, wie ursprünglich gehofft, ging er zur Polizei und erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Er behauptete, dass „man“ ihm 21.700,- Schweizer Franken gestohlen hätte, die im Handschuhfach seines verschlossenen Wagens deponiert waren. Die Beamten waren von Anfang an skeptisch, nahmen die Ermittlungen auf und konnten ihn recht bald der Lüge überführen 

Manipulierte Quittungen waren sein Verhängnis 

Der Verkaufsberater ging weiterhin seiner Arbeit nach, und seinem Chef fiel zunächst nichts auf. Doch nachdem dem jungen Mann immer klarer wurde, dass er der Polizei gegenüber die Diebstahl-Geschichte nicht mehr lange aufrechterhalten konnte, bekam er plötzlich kalte Füße. Von einem Tag auf den anderen meldete er sich plötzlich krank und fuhr noch am gleichen Abend wieder nach Montreux in die Spielbank. Er hoffte auf das große Wunder, verspielte allerdings ganze 8.000,- Schweizer Franken. Zunächst war er überzeugt davon, dass seine Pechsträhne mit diesem einen Casino zusammenhing. Also wechselte er den Standort und fuhr in ein Casino nach Crans-Montana. Doch auch dort verzockte er 1.500,- Franken und verabschiedete sich abermals ohne einen Cent Gewinn. Daraufhin zog es ihn wieder ins mondäne Montreux, aber er verlor weiterhin. Von dem unterschlagenen Geld seines Chefs war nun nicht mehr viel übrig. Der spärliche Rest reichte gerade noch, um sich ein Tattoo stechen zu lassen. Am Tag darauf meldete er sich wieder gesund und fuhr, wie gewohnt, zur Arbeit. Er begann Kassenzettel und Quittungen zu manipulieren, um sich zusätzliches Geld zu ergaunern, doch der Schwindel flog auf. Sein Chef erwischte ihn dabei und zeigte ihn kurzerhand an. Die Deliktsumme war mittlerweile auf 23.000,- Schweizer Franken angestiegen.

Nach Geständnis Urteil akzeptiert

 In einer zweitägigen Untersuchungshaft gestand der 22-Jährige in vollem Umfang. Nun fand der Prozess statt. Der mehrfach vorbestrafte Verkaufsberater wurde von der Staatsanwaltschaft Oberwallis per Strafbefehl der Veruntreuung sowie der Irreführung der Rechtspflege überführt und schuldig gesprochen. Eine auf vier Jahre bedingte Geldstrafe in Höhe von 7.200 Schweizer Franken muss er ableisten. Hinzu kommt noch ein Bußgeld von 1.000,- Schweizer Franken und die Kosten für das Verfahren. Sie belaufen sich ebenfalls auf 1.000,- Schweizer Franken. Der junge Mann akzeptierte das Urteil. Doppeltes Pech hat indessen sein Chef. Von dem Schuldspruch wegen Veruntreuung hat er persönlich nichts. Für seinen Schaden war das Gericht nicht zuständig. Ihm wird jetzt nichts anderes übrigbleiben, als das verloren gegangene Geld per Zivilverfahren einzuklagen. In die Schweizer Garde wird der junge Mann voraussichtlich nicht mehr aufgenommen. Auch ist es schade, dass durch Fälle wie diesem mal wieder ein zweifelhaftes Licht auf das Glücksspiel im Allgemeinen fällt, bei dem ja angeblich doch nur „verloren“ wird. Und das entspricht keineswegs der Wahrheit.