Nach der FIFA ist vor der FIFA! Wie jedes Jahr im Herbst erscheint diesmal zum 9. Oktober der Release der FIFA 2021, die unter anderem eine Top 200 in der Weekend League angekündigt hat. Und im November startet nun schon zum dritten Mal die VBL Club Championship Saison. Der RB Leipzig hat die Zeit davor genutzt und seinen neuen eSport Kader vorgestellt. Die Überraschung war groß, denn erstmals ist mit Lena Güldenpfennig auch eine junge Frau dabei, die neben den nationalen Schwergewichten Umut und Gaucho ins Rennen geschickt wird. Inwieweit diese Entscheidung auch Auswirkungen auf die Virtual Bundesliga Wetten der Online Sportwettenanbieter haben wird, muss abgewartet werden.

Junge Frau ersetzt ehemaligen Deutschen Meister

Lena Güldenpfennig eSportNeben Umut Gültekin, der früher für den Hamburger SV aktiv war, und Richard „Gaucho“ Hormes, dem ehemaligen Spieler von Borussia Mönchengladbach, treten in der bevorstehenden VBL Club Championship Saison auch zwei neue Gesichter an. Mit Anders Veirgang konnte ein junges Talent aus Dänemark gewonnen werden, das erst 14 Jahre alt ist, und mit Lena Güldenpfennig kämpft zum ersten Mal eine Frau im Kader des Leipziger Vereins, der von Red Bull gesponsort wird. Die 19-Jährige ist auch außerhalb der VBL Club Championship eine aktive Fußballerin. Sie ist festes Kadermitglied der Damenmannschaft des RB Leipzig, der in der zweiten Damenfußball Bundesliga spielt. 2019 wechselte die Mittelfeldspielerin vom Magdeburger FFC zum RB Leipzig, wo sie nun als Stürmerin kickt. Auf ihr Konto gehen insgesamt 46 Spiele, von denen 20 gewonnen, 14 verloren und 12 unentschieden gespielt wurden. Darüber hinaus spielte sie auch beim „We play at Home“ Charity Cup des DFB mit. Zum Einzelwettbewerb der Virtuellen Bundesliga hatte der RBL bereits mit Natalie Kennin eine junge Frau zu FIFA 18 gesandt. Und auch in der vergangenen VBL Saison wirkte die Personalpolitik des RB Leipzig eher ungewöhnlich, als der Verein mit Diego Demme einen Lizenzspieler für die eSport Abteilung ins Rennen schickte.
Die Zusammenarbeit mit den beiden eSportlern Alex Czapi und Cihan Yasarlar beendete der RB zum Ende der FIFA Saison 2020. Cihan Yasarlar hat mittlerweile einen Vertrag bei VFL Bochum unterschrieben. 2017 war er Deutscher Meister.

Premiere für die TSG Hoffenheim

Gemeinsam mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) veranstaltet der „FIFA 21“ Entwickler Electronic Arts die VBL Club Championship in der Saison 2020 / 2021 zum dritten Mal in Folge. Um die FIFA Meisterschale kämpfen insgesamt 26 Vereine aus der ersten und der zweiten Bundesliga. Nach wie vor tun sich die beiden Topclubs FC Bayern München und Borussia Dortmund mit der virtuellen Bundesliga schwer und sind auch diesmal wieder nicht dabei. Der BVB hat gar kein eigenes Team, und das, obgleich Electronic Arts zu den offiziellen Sponsoren des Traditionsclubs gehört und der aktuelle Triple Sieger aus München hat vertragliche Verbindlichkeiten mit Konami, dem Electronic Arts Mitbewerber. Darüber hinaus sind mit Arminia Bielefeld und dem VfB Stuttgart sind die beiden Aufsteiger in die 1. Fußball Bundesliga ebenfalls nicht im Wettbewerb. Da die kommerziellen Erwartungen an den eSport nicht erfüllt wurden, haben sich die beiden Bundesligisten entschlossen, ihre vereinseigenen eSport Kader aufzulösen.

Zuletzt waren es noch 22 Vereine, die sich an der VBL Club Championship beteiligt hatten. In diesem Jahr stehen 26 Profi Clubs in den Startlöchern. Neu dabei ist die Mannschaft aus dem Kraichgau. Die TSG Hoffenheim kündigte erst vor wenigen an, dass sie mittlerweile ein FIFA Team eingerichtet hat und am Wettbewerb teilnehmen wird.

3. VBL Club Championship wieder ohne den BVB und die Bayern

Der Titel „Deutscher Meister im eFootball“ ist das Ziel aller teilnehmenden Clubs. In der vergangenen Saison 2019 / 2020 stand mal wieder Werder Bremen auf dem Siegertreppchen. Von der Abschlusstabelle ist es abhängig, welche virtuellen Kicker sich für VBL Playoffs qualifizieren oder auch für das VBL Grand Final. Beim VBL Grand Final wird dann der der VBL Champion – sprich: der beste Einzelspieler – ermittelt. Aus der 1. Fußball Bundesliga schicken in der kommenden Saison 2019 / 2020 folgende Clubs ihre eSport Kader ins Rennen: VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach, FC Schalke 04, Bayer Leverkusen, 1. FSV Mainz 05, 1. FC Köln, RB Leipzig, Hertha BSC, FC Augsburg, SV Werder Bremen, Eintracht Frankfurt und die TSG Hoffenheim, die in dieser Saison ihre eSport Premiere feiert.

Wieder mal nicht dabei sind die Erstliga Vereine: Borussia Dortmund, 1. FC Union Berlin, VfB Stuttgart, SC Freiburg, Arminia Bielefeld und FC Bayern München. Dafür entsenden einige Bundesligisten aus der 2. Liga ihre Teams. Diesmal sind das: SV Darmstadt 98, Eintracht Braunschweig, SpVgg Greuther Fürth, VfL Bochum 1848, Hannover 96, Hamburger SV, 1. FC Nürnberg, 1. FC Heidenheim 1846, SC Paderborn 07, Holstein Kiel, SV Sandhausen, SSV Jahn Regensburg, FC Würzburger Kickers und der FC St. Pauli. Aus der zweiten Bundesliga fehlen: Fortuna Düsseldorf, VfL Osnabrück, Erzgebirge Aue und der Karlsruher SC.

Ein wenig verwunderlich ist es schon, dass einige große Vereine noch immer keine eigene eSport Abteilung ins Leben gerufen haben, wo doch die Branche boomt.