Das legendäre schweizerische Grand Casino Baden eröffnete vor einigen Tagen das erste Online Casino in der Schweiz. Auf der Internetseite mit dem verheißungsvollen Namen Jackpots.ch können sich Spiele-Fans nun einloggen. „Spielbank-Geschichte“ hätte man geschrieben, klingt es auf der Facebook-Seite des Casinos schwärmerisch und ganz salopp wird nebenbei bemerkt: „Ha! Wie geil ist das denn?“

Online Casino SchweizSchlechter Start für das Online Casino

„Absolut dilettantisch!“ So knapp ist das Fazit von Massimo, einem zweiunddreißigjährigen Kunden aus dem Kanton Zürich. Im Detail kritisiert er besonders, dass die Einzahlungen häufig nicht funktionieren. Auch auf Facebook findet man diesen Punkt in der Mängelliste: „Einzahlungen funktionieren nicht, kein Live-Chat auf der Seite, es ist nicht ersichtlich, wie man Bonusangebote erhält, die Buttons sehen insgesamt aus wie diejenigen von 2010 ...“ Anbieter aus dem Ausland werden als „definitiv seriöser“ eingestuft. Das neue Online Casino kommt bei sehr viel Spielern überhaupt nicht gut an. Beinahe alle befragten Nutzer antworteten ähnlich. Das Spiele-Angebot mit lediglich 50 Automaten sei ausgesprochen dürftig und bei den Roulette- und Poker-Unterseiten würde man nur ganz lapidar „vertröstet“. Das billige Design des Web-Auftritts wurde ebenfalls bemängelt. Das neue schweizerische Online Casino sei nichts mehr, als eine Enttäuschung. „Es ist ein Witz! Es ist schlichtweg kein Angebot vorhanden“, urteilt ein anderer Nutzer. Ein weiterer Spieler beklagte sich darüber, dass sein Gewinn nicht ausbezahlt werden konnte. Außerdem verspricht Jackpots.ch den Kunden bei einer erfolgreichen Registrierung sogleich den Einsatz zu verdoppeln: „Auch das hat hinten und vorne nicht funktioniert.“

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„Regulatorische Anforderungen“ machen dem Online Casino das Leben schwer

Detlef Brose, der CEO des Grand Casino Baden, ist mit dieser Darstellung nicht einverstanden. „Das Spiele-Angebot ist seit dem Start am Freitag jederzeit unterbruchsfrei verfügbar gewesen,“ rechtfertigt er sich und betont, dass die Entwicklung des Online Casinos schließlich mehr als drei Jahre gedauert hätte. Und dann blieben noch genau zwei Wochen, um den Betrieb aufzunehmen, nachdem der Bundesrat erst Mitte Juni der Bewilligung des Gesuchs stattgegeben hatte. Aufgrund von „regulatorischen Vorschriften“ war man gezwungen, das Angebot auf 50 Spiele zu begrenzen. Der CEO verspricht, das Online Angebot ständig zu erweitern, was allerdings aufgrund der „enormen regulatorischen Schweizer Anforderungen“ einige Zeit in Anspruch nehmen könne. Mit dem Start des Online Casinos sei man alles in allem „hochzufrieden“. „Die Anzahl der Registrierungen, die bereits mehrere Tausend beträgt, übertraf sogar unsere Erwartungen,“ betont Brose und wehrt sich entschieden gegen den Vorwurf, dass Gewinne nicht ausgezahlt werden würden. Hierbei hätte es sich um einen Einzelfall gehandelt. Ein Kunde hätte seinen Account noch nicht verifiziert und obendrein keine korrekte IBAN angegeben. „Daher können wir die Kritik im genannten Medienbericht keinesfalls nachvollziehen und weisen sie mit vollster Schärfe zurück.“

Netzsperren für ausländische Anbieter seit 1. Juli in Kraft

Das neue Geldspielgesetz, das Anfang des Jahres in Kraft getreten ist, sieht vor, dass es ausschließlich Schweizer Spielbanken gestattet ist, Glücksspiele auch online anzubieten. Eine bittere Pille für ausländische Anbieter, denn sie sind seit dem 1. Juli 2019 gesperrt. 

Für die Online Lizenzen bewarben sich insgesamt vier schweizerische Casinos, deren Gesuche der Bundesrat mittlerweile alle bewilligt hat. Die Online Angebote der Casinos Luzern, Pfäffikon SZ und Davos sind derzeit noch nicht verfügbar, heißt es. Allerdings gibt das Casino Luzern an, dass ihr Online Angebot unter dem Namen Mycasino.ch im August online geht.