Erneuter Schlag gegen das illegale Glücksspiel in Österreich

Erneuter Schlag gegen das illegale Glücksspiel in ÖsterreichEines muss der Neid dem deutschen Nachbarland Österreich zweifelsohne lassen - wenn die Alpenrepublik etwas macht, dann macht sie es richtig. Nach der Ankündigung diverser Politiker, dass das illegale Glücksspiel in Österreich zukünftig keine Chance mehr haben solle, führten die zuständigen Behörden in Kooperation mit der zuständigen Polizei bereits zahlreiche Razzien durch. Bislang gelangen durchaus achtbare Erfolge doch mit der jüngsten Operation ist ein richtig großer Schlag gegen die organisierte illegale Glücksspielanbieterschaft gelungen. Damit werden die positiven Zeichen, die die Politik bereits in der Vergangenheit setzte, nochmals deutlich unterstrichen.

Sieg in der Hochburg

Die Region Oberösterreich ist aus deutscher Sicht bislang eine eher beschauliche Region gewesen, in der die Welt noch in Ordnung zu sein schien. Der Spruch "Auf der Alm, da gibts koa Sünd!" ist eine weit verbreitete Weisheit und für viele Menschen auch der Grund für einen Besuch in der beliebten Urlaubsregion. Die Beliebtheit von Oberösterreich rührt vor allen Dingen von der familienfreundlichen Umgebung einher, da die Landschaft zweifelsohne regelrecht traumhaft ist. Während sich am Tage der Spruch, dass es auf der Alm keine Sünde gibt, wohl auch bewahrheitete stellt sich jedoch zwangsläufig die Frage, was denn in den Abend- bw. Nachtstunden zum Zeitvertreib getan werden soll. Einige Menschen scheinen dabei die Auslegung des Wortes "Sünde" ein wenig flexibel gestaltet zu haben, so dass die Beliebtheit von Oberösterreich nicht ausschließlich von dem familienfreundlichen Ambiente her rührte. Anders ist es nicht zu erklären, dass die zuständigen Behörden in einer jüngsten Razzia sage und schreibe 375 illegale Spielautomaten beschlagnahmten, was - so zumindest die Angaben der zuständigen Behörden - die Hälfte aller vermeintlich illegalen Automaten darstellte. Oberösterreich ist somit die Hochburg des illegalen Glücksspiels und mit der jüngsten Aktion gelang den Behörden ein sehr erfolgreicher Schlag gegen die illegalen Betreiber.

Erst der Anfang

Der österreiche Landesrat Elmar Podgorschek, der in der Alpenrepublik für die Organisation und Umsetzung des Glücksspielgesetzes in der Region Oberösterreich zuständig ist, machte aus seiner Freude über die erfolgreiche Aktion keinen Hehl. Er betonte, dass Anbieter vom illegalen Glücksspiel in der gesamten Republik Österreich überhaupt keine Chance haben dürften und dass aus diesem Grund die Behörden auch sehr rigoros vorgehen werden. Die Behörden indes waren in Österreich wirklich fleissig. Zyniker würden an dieser Stelle sagen, dass sich die deutschen Amtskollegen von diesem Fleiß durchaus eine Scheibe abschneiden könnten. Seit Beginn des Jahres 2017 wurden österreichweit bereits zahlreiche Schwerpunktkontrollen durchgeführt, wobei insbesondere Oberösterreich mittlerweile in den Fokus gerückt ist. In Wels und Linz wurden aktuell bereits 290 Geräte durch die Behörden beschlagnahmt und es wird deutlich, dass die Betreiber dieser Geräte durchaus eine gewisse Form von Kreativität an den Tag legen. Man könnte fast sagen "Not macht erfinderisch!". Ein sehr schönes Beispiel hierfür ist der umstand, dass in Wels einige illegale Glücksspielautomaten durch die Feuerwehr erst herausgeschnitten werden musste, da sie in dem Betreiberlokal einbetoniert wurden.

Einige Betreiber haben einen langsamen Lerneffekt

In einem Betrieb in Linz wurden insgesamt drei Kontrollen durchgeführt. Kurios ist dabei der Umstand, dass bei der ersten Kontrolle bereits 22 illegale Glücksspielautomaten beschlagnahmt wurden. Bei der zweiten Kontrolle wurden wiedermals 16 Geräte durch die Behörden konfisziert und bei der Dritten waren es nochmals 14. Obgleich die Betreiber nach jeder durchgeführten Razzia die beschlagnahmten Geräte in kürzester Zeit ersetzt hatten zeigt die Zahl doch, dass ein gewisser Lerneffekt vorhanden ist. Dies jedoch ist eine überaus positive Ansicht der Entwicklung, da ja schileßlich noch immer illegale Geräte vorhanden waren. Obgleich dieses Beispiel die Vermutung nahelegt, dass Österreich bei Wiederholungstätern gnädig wäre, so trügt dieser Anschein sehr gewaltig. Insgesamt 13 Wiederholungstäter bekamen eine Sperre und im Bezirk Brunau wurde in einem Fall sogar eine Geldstrafe in Höhe von 150.000 Euro ausgesprochen. Sollte der betroffene Betreiber nochmals zum Wiederholungstäter werden, so müsste der Spruch "Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen!" mit Sicherheit Anwendung finden und eine deutlich höhere Geldstrafe den Lerneffekt nochmals beschleunigen.

Insgesamt wurden bis zum aktuellen Zeitpunkt in ganz Österreich 860 illegale Glücksspielautomaten beschlagnahmt, wobei 375 Geräte allein in Oberösterreich gefunden wurden. In der Hauptstadt Wien wurden 110 Geräte beschlagnahmt und in der Steiermark 72. Auf dem dritten Rang dieser traurigen Rangliste befindet sich Tirol mit 58 während hingegen in Kärnten mit 19 Geräten die Zahl noch relativ human ausfällt. Dies zeigt jedoch deutlich, dass es auf der Alm hin und wieder doch Sünde gibt.

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Von Engelbert Breitner | 24. September 2018 | Kategorien: Casinos, Nachrichten |

Über den Autor: Engelbert Breitner

Engelbert Breitner
Das Online Glücksspiel ist für mich die beste Erfindung seit Pac Man. So bin ich froh darüber, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Meine bevorzugten Casinospiele sind Roulette, Black Jack und natürlich Spielautomaten. Meine Casino Erfahrungen möchte ich hier mit vielen gleichgesinnten Usern teilen.

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