Eine Woche Spielhallen – Des Wahnsinns fette Beute…

Eine Woche SpielhallenEs ist kaum zu glauben, was sich in einer Woche beim Thema Spielhallen alles so zutragen kann. Mindestens 14 Spielhallenüberfälle gab es so in der letzten Woche. Dazu noch mindestens einen versuchten Raub, Einbrüche und andere Dinge. Aber es gab auch Erfolge der Ermittlungsbehörden und Verurteilungen.

Schon letztes Wochenende begann mit Überfällen

Das erste Märzwochenende hat für vier Spielhallen schon nicht so viel Gutes parat gehalten. Denn mindestens vier Spielhallenüberfälle hat es nur an diesem ersten Märzwochenende gegeben. Los ging es schon in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in einer Spielhalle in Mettingen. Gegen ein Uhr nachts war die Spielhallenangestellte gerade dabei, die Spielhalle abzuschließen. Plötzlich kam ein unbekannter Täter und bedrohte die Frau mit einem Messer. Er drängte die Frau wieder in die Spielhalle. Dort forderte er das Bargeld von der Frau, was diese ihm auch gab. Danach verschwand der maskierte Täter. Die Frau blieb unverletzt. In der gleichen Nacht gab es zudem noch einen versuchten Überfall auf eine Spielhalle in Fürstenau. Gegen 2.45 Uhr betrat ein maskierter und mit einem Messer bewaffneter Mann die Spielhalle und bedrohte dort die Angestellten. Er forderte das Geld von ihnen, was diese dem Täter jedoch nicht gaben. Daraufhin flüchtet der Täter ohne Beute aus der Spielhalle.

  • Am Sonntagvormittag ereignete sich gegen 11.30 Uhr in einer Spielhalle in  Braunschweig ein versuchter Überfall. Ein unbekannter Mann betrat zu dieser Uhrzeit bewaffnet mit einem langen Messer, das einer Machete ähnlich gewesen sein soll, die Spielhalle. Dort bedrohte er dann auch gleich die 67-jährige Aufsichtsperson der Spielhalle. Dieser Mitarbeiter war jedoch nicht bereit, dem Täter das Geld zu geben und verwickelte ihn in ein Gespräch. Der Täter war daraufhin so irritiert, dass er ohne Beute aus der Spielhalle flüchtete.
  • Ebenfalls am Sonntag wurde eine Spielothek in Brilon überfallen. 14.25 Uhr betrat ein unbekannter Mann die Spielothek. Die Angestellte befand sich aber gerade draußen, sodass der Täter auch wieder herauskam und nachfragte, wer denn in der Spielothek arbeiten würde. Als die Mitarbeiterin sich zu erkennen gab, bedrohte der Täter die Frau mit einer Waffe und forderte sie auf rein zu gehen und ihm die Kasse zu öffnen. Das tat die Angestellte auch, sodass der Täter sich das Bargeld aus der Kasse nehmen konnte. Danach flüchtete der unbekannte Mann. Verletzt wurde bei diesem Überfall niemand.
  • In Kaiserslautern wurde am Sonntagabend ein Spielcasino überfallen. Ein unbekannter und mit einer Schusswaffe bewaffneter Mann betrat das Spielcasino und bedrohte dort auch direkt die Spielhallenangestellte, die hinter der Theke stand. Er forderte das Bargeld von ihr und bekam dies auch. Danach flüchtete er in unbekannte Richtung. Auch bei diesem Überfall wurde niemand verletzt.

Zum Wochenstart gab es weitere Spielhallenüberfälle

Der Wochenstart fing in Sachen Spielhallenüberfälle auch nicht besser an, als das Wochenende endete. Schon in der Nacht zu Montag gab es in Bruchsal einen Überfall auf eine Spielhalle. Kurz vor Mitternacht gegen 23.35 Uhr betrat ein maskierter Täter die Spielhalle und bedrohte dort die Angestellte mit einer Schusswaffe. Er forderte das Geld von der Frau und bekam dies auch ausgehändigt. Mit mehreren Hundert Euro konnte der Täter anschließend fliehen. Eine sofort eingeleitete Fahndung, die sogar auch einen Helikoptereinsatz mit sich zog, blieb erfolglos.

  • Am Montagabend kam es zu später Stunde wieder zu einem Überfall auf eine Spielhalle in Kaiserslautern. Ein unbekannter Täter kam in die Spielhalle und forderte dort drohend mit einer Schusswaffe das Geld aus der Kasse. Die Spielhallengestellte öffnete die Kasse sogleich und der Täter griff hinein und nahm sich das Bargeld daraus. Mit einem dreistelligen Bargeldbetrag flüchtete er danach.
  • In Köln-Nippes wurde am Montag auch eine Spielhalle überfallen. Schon morgens gegen 6.10 Uhr betrat ein unbekannter Täter die Räumlichkeiten und bedrohte den 49-jährigen Angestellten mit einer Schusswaffe. Er forderte von ihm die Herausgabe des Geldes aus der Kasse. Als der verängstigte 49-jährige Angestellte dem Täter einen Teil des Geldes herausgab, merkte dieser scheinbar nicht, dass er nicht den vollen Kasseninhalt bekommen hatte. Denn der Täter flüchtete danach direkt. Eine eingeleitete Fahndung blieb erfolglos.
  • In Ettlingen fand am Montagabend ebenfalls ein Spielhallenüberfall statt. Dort betrat ein unbekannter Täter bewaffnet mit einer Pistole die Spielhalle und bedrohte dort zunächst die anwesenden Gäste. Dann begab er sich zur 54-jährigen Angestellten und forderte von Ihr das Geld aus der Kasse und aus dem Tresor. Er bekam auch das gesamte Geld und verstaute dies in einer schwarzen Umhängetasche, die der Täter selbst mitgebracht hatte. Danach ging er noch einmal in den Spielraum, bedrohte nochmals die Gäste und flüchtete dann aus der Spielhalle.

Die Tage danach gab es auch Spielhallenüberfälle

Auch nach Montag gab es noch einige Überfälle auf Spielhallen. Am Dienstagmorgen kam es in Geislingen gegen 8.30 Uhr zu einem Raub auf eine Spielhalle. Ein unbekannter Täter betrat die Spielhalle und bedrohte dort die 47-jährige Angestellte mit einer Waffe. Er forderte das Geld von ihr, was diese ihm auch gab und in einer vom Täter mitgebrachten rot-weißen Tüte verstaute. Danach flüchtete er sofort. Brisant an dieser Sache ist, dass bereits am Montagnachmittag gegen 15. 00 Uhr ein Mann beobachtet wurde, wie er sich eine Skimaske übers Gesicht zog, eine Sonnenbrille aufsetzte und mit einer goldenen Pistole vor der Kreissparkasse hantierte. Als Zeugen die Polizei riefen, flüchtete der Täter. Ob es sich bei diesen beiden Männern um die gleiche Person handelt, überprüft die Polizei nun. Auffällig sind Parallelen jedoch.

  • In Essen-Borbeck kam es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch gegen 1.10 Uhr zu einem Raub auf eine Spielhalle. Ein unbekannter Täter, der mit einer Schusswaffe bewaffnet war, bedrohte den Angestellten der Spielhalle und forderte von ihm die Tageseinnahmen aus der Kasse. Der Spielhallenangestellte übergab dem Täter die Einnahmen und wurde dann in einen abgesperrten Raum gebracht. Danach floh der Täter aus der Spielhalle. Zur gleichen Zeit ereignet sich auch in Bad Camberg ein Spielhallenüberfall. Dort überfiel ein unbekannter Täter mit einem Messer bewaffnet eine Spielhalle und erbeutete mehrere Hundert Euro. Die Spielhallenangestellte war kooperativ und blieb daher unverletzt.
  • Am Donnerstagnachmittag wurde eine Spielhalle in Memmingen überfallen. Dort schlug ebenfalls ein Täter zu, der mit einem Messer bewaffnet war. Er bedrohte damit die Spielhallenangestellte und konnte so eine Beute von mehreren Hundert Euro machen. Nachdem er das Geld hatte, flüchtete er vom Tatort. Die Angestellte blieb unverletzt.

Zwei Einbrüche in Spielhallen

Nicht nur Überfälle auf Spielhallen gab es. Auch zwei Einbrüche wurden gemeldet. Bereits am 2. März kam es in der Zeit zwischen 00.25 Uhr und 15.30 Uhr zu einem Einbruch in eine Spielhalle in Warendorf. Die unbekannten Täter brachen in die Spielhalle ein und hebelten dort mehrere Spielautomaten sowie eine Geldkassette auf. Dabei konnten sie eine nicht bekannte Summe an Bargeld erbeuten und anschließend unerkannt flüchten.

Am vergangenen Sonntag kam es in Kempten zu einem Spielhalleneinbruch. Zwischen 3.45 Uhr und 4.45 Uhr verschafften sich unbekannte Täter Zutritt zur Spielhalle. In den Räumlichkeiten suchten die Täter dann laut Polizeiangaben gezielt nach Bargeld und wurden auch fündig. Wie hoch die gestohlene Bargeldsumme ist, wurde nicht bekannt gegeben. Die Täter konnten mit der Beute unerkannt entkommen.

Zwei Prozesse gab es auch

Zwei aufgeklärte Spielhallenüberfälle wurden in der vergangenen Woche vor Gericht verhandelt. Vor dem Landgericht Ravensburg wurde ein Überfall verhandelt, der sich im Oktober 2016 in Altshausen zugetragen hat. Der damals 22-jährige Angeklagte soll die Spielhalle bewaffnet mit einem Luftgewehr überfallen haben. Dabei soll er 150 Euro erbeutet haben. Zudem werden dem Angeklagten noch weitere Taten zur Last gelegt. Ein Urteil ist zwar noch nicht gefallen, aber sicherlich muss der Angeklagte im Falle einer Verurteilung mit einer Haftstrafe rechnen.

  • In Leipzig ist man noch auf der Suche nach Spielhallenräubern. Eigens dafür hat die Leipziger Polizei nun eine Sonderkommission eingerichtet, um diverse Überfälle auf verschiedene Spielhallen aufzuklären und auch diese Täter der gerechten Strafe zuzuführen.
  • Vor dem Schöffengericht in Marl hat ein Prozess gegen einen Spielhallenbetreiber begonnen. Der 39-jährige türkischstämmige Angeklagte und seine 33-jährige Frau müssen sich vor Gericht wegen des Vorwurfs des Betruges verantworten. Die beiden Angeklagten sollen in ihrer Spielhalle in Haltern Spielautomaten manipuliert haben. So sollen die beiden Angeklagten 133.000 Euro von den Kunden abgezockt haben. Der Prozess hat gerade erst begonnen, aber im Falle einer Verurteilung steht auch in diesem Fall eine mehrjährige Haftstrafe im Raum.

Es gab noch weitere Vorfälle in Spielhallen

In einer Spielhalle in Fürstenfeldbruck rastete am vergangenen Samstag ein Gast aus, nachdem er sich mit seiner Freundin gestritten hatte. Dabei schlug der Mann auf einen Spielautomaten ein und zerstörte dabei die Glasscheibe. Gleich danach flüchtete der Mann, konnte aber schnell von der Polizei gestellt werden. Bei dem Mann soll es sich um einen 34-jährigen Polen handeln, der sich nun wegen Sachbeschädigung verantworten muss.

  • In Nürnberg rastete ein Mann in einer Spielhalle aus, weil er meinte, beklaut worden zu sein. Der Mann schlug dabei auf die Wände ein und bedrohte sogar die Angestellte mit dem Tod. Der 54-jährige Mann stieß die Frau zu Boden und verlangte von ihr die Herausgabe von Geld. Die Polizei wurde sofort verständigt und konnte den Mann festnehmen. Wegen versuchter räuberischer Erpressung wird nun gegen ihn ermittelt. Dabei hätte sich der Mann das Ganze sparen können. Denn er wurde nicht beklaut. Sein Spielgeld lag noch am Spielautomaten, den er allerdings mit einem anderen Automaten verwechselt hatte.
  • In einer Spielhalle in Gladbeck kam es letzte Woche zu einem Streit unter zwei Gästen. Dabei rasteten beide Spieler aus und es wurde sogar Reizgas versprüht. Einer der beiden Streithähne bedrohte zudem den anderen Mann mit einem Messer. Ein 33-jähriger Unbeteiligter wurde dabei verletzt.

Diese Fälle zeigen, dass sich Spielhallen nicht nur mit Räubern und Einbrechern herumschlagen müssen. Auch sind es manchmal Spieler, die für Ärger sorgen, wenn auch weitaus seltener, als die Räuber und Einbrecher. Aber im "Bunten Deutschland" freuen wir uns ja darüber, dass sich das Land verändert - bald sicherlich auch in Ihrer Spielhalle ... 😉

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Eine Woche Spielhallen – Des Wahnsinns fette Beute…
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Danke für lhre Wertung!
Von Gerda Hartig | 24. September 2018 | Kategorien: Nachrichten, Vermischtes | Labels: , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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