Casino Taj MahalDonald Trump, der Unternehmenstycoon, ist bekanntlich seit kurzem der offizielle Präsidentschaftskandidat der Republikaner im Kampf um das Weiße Haus und kaum ein Kandidat um das höchste Amt in den USA war so kontrovers. Für die Einen ist er ein Populist, der mit einfach Slogans gegen Muslime die einfachen Leute um sich zu scharren weiß, für Andere ist er die fleischgewordene Personifizierung des Teufels, der Amerika in den Isolationismus und Untergang führen möchte und für den Rest ist er der Heilsbringer, der endlich mit den verkrusteten, familiären Eliten in der Politik, wie den Clans der Bushs, Clintons und Kennedys aufräumen wird. Bekanntlich wird der Kampf ums Präsidentenamt mit allen Mitteln geführt und so kommt jeder vergiftete Pfeil aus dem Köcher zum Einsatz. Einer dieser Pfeile fliegt dem guten Donald Trump im Wahlkampf nun so richtig um die Ohren, denn sein ehemaliges Casino mit dem prestigeträchtigen Namen Taj Mahal schließt für immer seine Pforten.

Kein Glück mit Casinos

Im Jahr 1974 übernahm Donald Trump ein millionenschweres Bauunternehmen von seinem Vater. Dieser wurde mit der Errichtung von Mietskasernen in New York zum einflussreichen Geschäftsmann, sein Sohn Donald allerdings sollte ihn bei weitem überflügeln. Der jetzige Präsidentschaftskandidat baute das Unternehmen zu einem globalen Konzern aus, der mit allem handelt was irgendwie Geld verspricht. Neben Hotels und Geschäftsgebäuden, die meist den Familiennamen in der Bezeichnung tragen, wie der Trump Tower oder das Trump Building, machte der pfiffige Unternehmer auch große Geschäfte im Bereich der Casinos. Diese sollte ihm allerdings weniger Glück bescheren, als den meisten seiner Kunden, die wenigstens ab und an den Jackpot in seinen Spielbanken ausräumen durften. Seit den 80ziger Jahren gab es insgesamt 4 Insolvenzen der Gesellschaft, die für den Betrieb der Casinos zuständig war. Die letzte war erst im Jahr 2009. Vornehmlich in Atlantic City, der zweiten Hochburg des Glücksspiels nach Las Vegas, baute Donald Trump seine Casinos und auch sein Prestigeobjekt das Taj Mahal und kontrollierte dort in den besten Zeiten 25 Prozent des Marktes.

Hillary Clinton giftet gegen Trump

Das einstige Aushängeschild der Casinos von Donald Trump schließt nun für immer seine Pforten und 2000 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs. Wochenlang war das Casino Taj Mahal negativ in den Schlagzeilen, denn die Belegschaft lieferte sich einen erbitterten Arbeitskampf mit dem Eigentümer, um auf die miesen Arbeitsbedingungen hinzuweisen. Als Antwort auf die berechtigten Forderungen gab es nur eine Antwort von Seiten des Besitzers, der Laden wird dicht gemacht. Die Entwicklung kommt sicherlich nicht überraschend, denn das Taj Mahal stand seit seinem Bau unter keinem guten Stern. Schon im ersten Jahr der Eröffnung musste es das erst mal Insolvenz anmelden und kam auch später nie wirklich in die Schwarzen Zahlen. Die Schließung fällt Trump nun auf die Füße, obwohl er gar nicht mehr der Besitzer ist, denn Hillary Clinton ließ es sich nehmen sogleich nach Atlantic City zu fliegen und spöttisch zu verkünden, dass jeder hier sehen könne wie toll doch der Geschäftsmann Trump in Wirklichkeit wäre. Natürlich lies sie bei der ganzen Sache unerwähnt, dass der Republikaner seit 2014 gar keine Anteile an den Casinos in Atlantic City mehr hält. Aber wen interessieren schon im Wahlkampf so unwichtige Details, wenn es die Möglichkeit für Clinton gibt vom eigenen E-Mail-Skandal abzulenken.