Las Vegas SpieleroasenWer über die größten Spieleroasen der Welt nachdenkt, kommt oft zuerst auf Las Vegas. Dabei gehört die Spielerstadt in den USA heutzutage zu den eher mittelgroßen Anlaufpunkten, wenn es um den Spielspaß an Pokertischen und einarmigen Banditen geht. Andere Städte haben Las Vegas vor allem beim Umsatz pro Besucher schon lange abgehängt. Das liegt zum einen daran, dass es heute fast in jedem Land der Welt Casinos gibt und zum anderen, dass die Bedingungen für die Spieler in anderen Märkten oft günstiger sind.

Aktuell liegen die Umsätze in den Glücksspieltempeln von Las Vegas, Macao, Singapur, Südkorea und anderswo bei ungefähr 500 Milliarden US-Dollar. Auffällig ist, dass in den letzten Jahren vor allem der asiatische Markt an Fahrt in Sachen Umsatz aufgenommen hat. Unangefochtener Spitzenreiter ist die ehemalige portugiesische Kolonie Macao. Das Schwergewicht unter den Spielerparadiesen verzeichnet einen Umsatz von 1.354 US-Dollar pro Besucher. Im Vergleich: Las Vegas bringt es gerademal auf 156 Dollar pro Spieler.

Wie lange sich Macao jedoch noch behaupten wird, steht in den Sternen. Schließlich stutzt die chinesische Regierung momentan der Sonderverwaltungszone die Flügel und die Einnahmen brechen zusehends weg.

Andere asiatische Länder scharren mit den Füßen

Das könnte die große Chance für Singapur sein. Nachdem in dem asiatischen Stadtstaat das Glücksspiel lange verboten war, wurde es 2010 nach einer lang anhaltenden Debatte legalisiert. Vor allem religiöse Gruppen waren gegen die Zulassung des Glückspiels. Nur wenige Jahre später punktet Singapur mit dem 20 Hektar großen Marina Bay Sands und dem Resort World Sentosa. Die traditionell für Touristen attraktive Stadt bietet somit noch mehr Abwechslung.

Rund 5 Milliarden Euro werden über das Glückspiel erwirtschaftet, das im Durschnitt 446 Dollar pro Besucher in die Kassen spült. Was den Umsatz betrifft, liegt Singapur mit seinen wenigen Resorts fast gleich mit Las Vegas auf, wo sich mehr als 40 Casinos um die Gunst der Besucher bemühen. Ganz nebenbei sind in Singapur rund 50.000 Arbeitsplätze in der Glückspielindustrie entstanden.

Kein Wunder also, dass sich weitere asiatische Länder wie Vietnam, die Philippinen oder Kambodscha in Position bringen, um ähnliche Erfolgsstorys zu schreiben. Schließlich wollen auch sie trotz aller Ressentiments gegenüber dem Glücksspiel ein paar Krümel vom großen Kuchen abhaben.