Die Spielbank Bad Kötzting erhält Gnadenfrist

Bad Kötzing - Muenchen,BayernDie staatlichen Spielbanken geraten auch in Bayern durch den Boom der Online-Casinos immer mehr unter Druck. Nun hat es auch das Casino in Bad Kötzting getroffen, das in ganz Bayern die rote Laterne als Schlusslicht in Bezug auf die Einnahmen trägt. Dennoch gibt es Hoffnung, denn bis 2017 hat die Spielbank in dem etwas mehr als 7.000 Einwohner zählenden bayerischen Ort eine Gnadenfrist vom Haushaltsschuss des Bayerischen Landtages erhalten. Was danach passiert, sollte keine Besserung eintreten, ist ungewiss.

Der Haushaltsausschuss, der am vorgestrigen Mittwoch, 04. März 2015, tagte, hatte sich mit insgesamt 26 Fällen zu beschäftigen. Der Oberste Rechnungshof des südlichen Bundeslandes hatte zu den staatlichen Spielbanken einen Bericht angefordert und rief zum Handeln auf. Hintergrund ist, dass den bayerischen Spielbanken neben den Online-Casinos auch die Spielbanken der Nachbarländer sowie die Glücksspielautomaten der heimischem Spielhallen und Gaststätten das Leben erschweren. Dadurch sind sie schon seit einigen Jahren fast nicht mehr rentabel.

Die Bayerische Landesregierung griff unter die Arme

Das Drama sinkender Umsätze führte im Jahre 2008 erstmals zu einem Verlust der insgesamt neun Spielstätten. Den sinkenden Umsatzzahlen sollte mit reduziertem Personal und verkürzten Öffnungszeiten begegnet werden, was aber auch nur unzureichende Ergebnisse mit sich brachte. Die Landesregierung musste tief in den Staatsäckel greifen und mehrere Millionen Euro für Umstrukturierungsmaßnahmen und den Verlustausgleich zur Verfügung stellen. Der Bayerische Rechnungshof moniert nun, dass sich die Bruttospielerträge seit 2011 mit 60 bis 65 Millionen Euro auf etwa der Hälfte früherer Erträge eingepegelt hätten.

Ganz am Ende der Umsatzübersicht reiht sich mit etwas weniger als 1,5 Millionen Euro Bruttospielertrag das Spielcasino von Bad Kötzting ein. Nicht viel besser sieht es in Bad Steben aus, sodass der Rechnungshof die Schließung beider Spielstätten vorschlägt. Einer Schließung allerdings stehen zahlreiche politische Kräfte skeptisch gegenüber, denn Spielbanken helfen dabei, dass Glückspiel zu kanalisieren. Schließlich ist es nur dort erlaubt, dem sogenannten „Großen Glücksspiel“ wie Roulette zu frönen. Damit haben die Mitarbeiter der Spielbanken die Möglichkeit, zu eifrige Spieler am exzessiven Spiel zu hindern oder schlimmstenfalls Sperren zu verhängen.

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Von Gerda Hartig | 24. September 2018 | Kategorien: Casinos, Nachrichten | Labels: , , , , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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