Deutsche Bank will aus dem Geschäft mit Casinos aussteigen

deutsche bankFür viele Menschen ist die Börse wie ein Casino, bei dem gezockt, gewettet und Geld gemacht wird und immer wieder geraten dabei große Banken in den Fokus. Lange schon sind für Geldhäuser wie die Deutsche Bank die normalen Endkunden ein eher geduldetes Geschäft denn eher ein gewinnbringendes Vergnügen. Heute wird der große Reibach an der Börse gemacht, mit Obligationen auf Rohstoffe, Firmenanteil oder sogar auf Nahrungsmittel. Nichts ist mehr vor den Händen der Spekulanten und ihrem Kapital sicher. Seit Beginn diesen Jahres wuchsen die Sorgen um das größte deutsche Geldhaus jedoch immer stärker an und schon geisterten allerlei Untergangsszenarien oder mögliche Rettungspläne durch die Presse. Hatte sich die Deutsche Bank tatsächlich im Börsen Casino verzockt und wie kommt sie aus dem selbstverschuldeten Schlamassel wieder heraus? Diese Frage beschäftigt momentan nicht nur die Anleger, sondern auch die deutsche Wirtschaft und Politik. Wie die Deutsche Bank am Ende herauskommen wird steht noch nicht fest und vor allem wie teuer das ganze werden wird, doch eines ist sicher, sie benötigt dafür jede Menge Geld. Ein Schritt zum Auftreiben frischen Kapitals wird das Abstoßen der Beteiligung an zahlreichen Casinos in den USA sein und der damit verbundene Ausstieg aus dem Glücksspiel fernab der weltweiten Börsen.

Viele der krummen Geschäfte, die jetzt der Deutschen Bank auf die Füße fallen stammen vor allem aus der Zeit als Josef Ackermann Chef des Geldhauses war. 

440 Millionen Euro soll der Verkauf der Anteile an den Casinos bringen

Die Deutsche Bank ist in schwieriges Fahrwasser geraten und kämpft an verschiedensten Fronten mit den eigenen Altlasten, die noch aus der Zeit von Ackermann und seinen beiden zwischenzeitlichen Nachfolgern stammen. Über 7.000 anhängige Rechtsfälle liegen dem Geldhaus und seinem Chef Karl von Rohr schwer im Magen und dazu kommen noch die milliardenschweren möglichen Strafzahlungen an US-amerikanische und britische Behörden. Die Deutsche Bank benötigt deshalb jede Menge frisches Kapital um gewaltige Rückstellungen zu bilden. Ein Weg wird der Verkauf der eigenen Anteile an dem großen Casino Betreiber Red Rock Ressorts sein. Die knapp 17 Prozent an Aktien, die das Geldhaus hält und nach der nun fast abgelaufenen 6-monatigen Frist nach dem Börsengang veräußern darf, sollen rund 440 Millionen Euro in die eigenen Kassen spülen. Ebenfalls wird sich die Deutsche Bank auch deutlich verschlanken und sich auf ihr Kerngeschäft zurückziehen Aus diesem Grund wurde deshalb auch das seit 1957 betriebene Geschäft in Mexiko komplett verkauft.

In den Besitz der 17 Prozent an Aktien des Casino Betreibers Red Rock Ressorts gelangte die Deutsche Bank vor einigen Jahren, als dieser Pleite ging und die ausstehenden Kredite in Wertpapiere beim späteren Börsengang umgewandelt wurden.

Geldwäsche, Hypothekenskandal und Verstöße gegen Sanktionen

Immer noch ist nicht absehbar wie hoch die Belastungen für die Deutsche Bank am Ende werden, denn die Verhandlungen mit den amerikanische Justizbehörden, rund um den Hypothekenskandal, laufen immer noch und das Geldhaus versuch krampfhaft die zu begleichende Schuld zu minimieren. Zudem stehen auch noch 14 Milliarden an Strafzahlungen an anderer Stelle im Raum, da die Behörden in den USA die Deutsche Bank der Geldwäsche und dem Brechen von Sanktionen in Zusammenhang mit Russland vorwerfen. Bis jetzt konnte das Geldhaus kapp 6 Milliarden an Rücklagen für diese Streitfälle bilden und konsolidiert sich immer stärker, um das dafür dringend benötigte Kapital aufzutreiben. Der verordnete Sparkurs des neuen Chefs Karl von Rohr, der den hinterlassen Sauhaufen seiner Vorgänger wie Ackermann aufräumen muss, trägt zu dem auch langsam Früchte und so wurde nun im dritten Quartal anstatt dem von Analysten erwarteten Verlust von 600 Millionen Euro ein Gewinn nach Steuern von 278 Millionen Euro ausgewiesen. Wie hoch am Ende die zu entrichteten Strafzahlungen auch sein mögen, mit dem Verkauf der Casinos Beteiligungen und dem weiterhin soliden Sparkurs dürfte die Deutsche Bank zwar ein dickes blaues Auge davontragen aber nicht zu Boden gehen.

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Von Engelbert Breitner | 1. November 2016 | Kategorien: Nachrichten, Wirtschaft | Labels: , |

Über den Autor: Engelbert Breitner

Engelbert Breitner
Das Online Glücksspiel ist für mich die beste Erfindung seit Pac Man. So bin ich froh darüber, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Meine bevorzugten Casinospiele sind Roulette, Black Jack und natürlich Spielautomaten. Meine Casino Erfahrungen möchte ich hier mit vielen gleichgesinnten Usern teilen.

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