Der Wilde Westen für Pokerfans in Kambodscha

Der Wilde Westen für Pokerfans in Kambodscha

Es wirkt ein wenig wie der unausgesprochene Traum eines jeden Glücksjägers. Mit der Leidenschaft Glücksspiel richtig Geld verdienen und in irgendeinem Urlaubsparadies ein sorgenfreies Leben führen. Was sich wie ein unrealistischer Traum anhört ist für einige westliche Glücksjäger in Kambodscha, genauer gesagt in der Stadt mit dem unaussprechlichen Namen Phnom Penh, Realität. Mit dem Glücksspiel Poker finanzieren sich diese junge Männer ein Leben voller Partys, Alkohol und hübschen Frauen. Wie bei Allem im Leben gibt es jedoch auch hier Schattenseiten.

Ein vermeintlich leichtes Leben

Er ist einer der Menschen, bei denen der äußere Eindruck niemals auf seine Fähigkeiten schließen lässt. Der junge Mann namens Andrew ist gerade einmal 26 Jahre jung und hat nach eigenen Angaben oder besser gesagt nach eigenen Schätzungen zurfolge bereits 500.000 Dollar verdient. Obgleich Andrew zerzauste Haare hat und ein eher bescheiden wirkendes T-Shirt von der asiatischen Biermarke „Lao Beer“ trägt, so hat er dennoch besondere lukrative Fähigkeiten. Andrew ist mitnichten ein Computer-Nerd, der einem Unternehmen eine bahnbrechende Software verkauft hat und von seinem Verdienst eine „ruhige Kugel“ schiebt.

Mit Zahlen kennt sich Andrew aber dennoch aus, der in Kambodscha seinen Lebensunterhalt mit Poker verdient. Nacht für Nacht sitzt er gemeinsam mit Gleichgesinnten in einem Hinterzimmer und pokert um richtig hohe Beträge. Dieses Hinterzimmer ist jedoch mitnichten in einem luxuriösen Casino angesiedelt, in welchem der Betreiber um seine Lizenz fürchten muss, sondern vielmehr im Red Fox. Dieses Hostel in der kambodschianischen Hauptstadt Phnom Penh wirkt auf den ersten Blick wie ein typische Absteige für Backpacker, das Red Fox ist jedoch ein wenig anders als die anderen Hostels. Zu der Pokerrunde erhält der Glücksjäger erst dann Einlass, wenn am Tresen expliziet danach gefragt wird.

Von der Kellnerin wird der Glücksjäger anschließend in den Hinterraum geführt, wo lediglich das Surren einer Klimaanlage sowie der eine oder andere lockere Spruch der Pokerteilnehmer die Stille unterbricht. Wer hier pokert, der ist wirklich in der Zocker-Hölle – so es überhaupt eine Zocker-Hölle gibt – angelangt.

Die Konkurrenz ist jung

Kambodscha wird unter vielen Glücksjägern auch gern als der Wilde Westen von Südostasien bezeichnet, da es in diesem kleinen Land sehr viele Hinterzimmercasinos gibt. Obgleich der Eindruck die Vermutung nahelegt, dass sich in diesen Hinterzimmercasinos auch die Unterweltgrößen tummeln, so ist dies falsch. In den Hinterzimmercasinos sind vornehmlich junge Menschen anzutreffen, die auch gut und gerne als Computer-Programmierer hätten arbeiten können.

Andrew ist einer von diesen jungen Menschen, die aus aller Herren Länder nach Phnom Phen für das Pokerspiel kommen. Die Erkenntnis, dass der Lebensunterhalt auch mit Poker bestritten werden kann, war letztlich zu verlockend. Vom ruhigen jungen Ukrainer über den flapsigen Australier bis hin zum trinkfesten Finnen könnte die Runde letztlich nicht unterschiedlicher sein. Die Einsätze, mit denen die jungen Männer letztlich spielen, können sich aber durchaus mit luxuriösen Pokerräumen in den edelsten Casinos messen. Stets am Tisch zu finden ist eine junge und durchaus hübsche Kambodschanerin, die als Kartengeberin fungiert und dennoch ordentlich mitpokert.

Für die Tätigkeit des Kartengebens erhält die junge Frau lediglich ein paar Dollar täglich doch durch das Pokern verdient sie durchaus eine ordentliche Summe hinzu, die sie jedoch mutmaßlich an anderen Tagen wieder verliert. Auch im südostasischen Wilden Westen ist es nicht leicht, reich zu werden.

Die meisten Spieler, die in den Hinterzimmercasinos in Phnom Penh pokern, sind untereinander wohl bekannt. Obgleich das Red Fox sehr beliebt ist, so wird es von den richtigen Profizockern just for fun aufgesucht. Die großen Pots werden eher in den berühmteren und größeren Etablissements verdient.

Das „Riverking“ ist ein sehr gutes Beispiel hierfür, denn dort sind auch die sogenannten „Fische“ zu finden. Unter dem Begriff werden alle wohlhabenden Menschen bezeichnet, die auch gern einmal an einem Abend um mehrere tausend Dollar pokern. Andrew betont dabei, dass das Geldverdienen durch Poker in Kambodscha wesentlich einfacher und entspannter ist, als durch Arbeit im Internet. Dabei mag er durchaus Recht haben, allerdings ist der Gewinn oder auch Verlust auch stets von der Konkurrenz abhängig.

Bedingt durch den Umstand, dass an derartigen Abenden der Alkohol auch immer gut und reichlich fließt gehen die „Pokerprofis“ nach sehr langen Nächten auch nicht selten mit einer „Nullrunde“ oder mit Verlust nach Hause.

Der Wilde Westen für Pokerfans in Kambodscha
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Von | 2017-06-23T13:08:49+00:00 24. Juni 2017|Kategorien: Nachrichten, Vermischtes|

Über den Autor:

Das Online Glücksspiel ist für mich die beste Erfindung seit Pac Man. So bin ich froh darüber, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Meine bevorzugten Casinospiele sind Roulette, Black Jack und natürlich Spielautomaten. Meine Casino Erfahrungen möchte ich hier mit vielen gleichgesinnten Usern teilen.

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