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Casinos Austria – pokert Stoss mit zu hohem Einsatz?

Casinos Austria PokerDie Ereignisse rund um den Verkauf der Casinos Austria (CASAG) und deren Generaldirektor Karl Stoss überschlagen sich. Vor dem Wochenende hielt die Novomatic durch den Kauf kleiner Aktionäre noch 18% der CASAG, die die Casinos Austria und einen 50% Anteil der ÖLG (Österreichischen Lotterien) besitzt. Nun hat Novomatic Angebote an die MTB Privatstiftung (MariaTheresia Bablik) und die LLI (Leipnik-Lundenburger Invest), das Beteiligungsvehikel der Raiffeisen Gruppe unter der Leitung de Ex-Finanzministers Josef Pröll gelegt. Die MTB Privatstiftung hat bereits unterschrieben und es wird davon ausgegangen, dass die LLI (vor allem die Gremien der börsennotierten Uniqua Versicherung, die auch in der LLI sitzen) das Angebot der Novomatic ebenfalls annimmt. Damit wird das Unternehmen im österreichischen Gumpoldskirchen insgesamt bereits 39,5 Prozent einstreifen und wäre der größte Aktionär, während die neue Staatsholding ÖBIB nur mehr mit 33,24 % dabei wäre. Anti-Trust Vorbehalte wird es nun nicht mehr geben, da die Vergabe der letzten drei Casino Lizenzen vom Bundesverwaltungsgericht (BVG) gekippt wurde.

Aber – where is the beef in den Casinos Austria?

Es mutet im Zeitalter der Digitalisierung verwunderlich an, dass der ohnedies größte Automatenhersteller und Spielotheken-Betreiber der Welt sich für ein paar elegante Roulette-Tische in den Casinos in Baden bei Wien oder auf der Kärntnerstrasse sowie ein von Problemen behaftetes Auslandsgeschäft interessieren könnte. Zusätzlich überzeugt die CASAG insgesamt nicht unbedingt mit guten Geschäftszahlen auch wenn im letzten Jahr wieder mal (überraschenderweise?) ein Gewinn realisiert wurde. Man muss sich das Organigramm der äusserst verschachtelten Firmenstrukturen rund um die CASAG und die ÖLG schon genau ansehen, um auf die Filetstückchen zu kommen.

Dabei wird es klar, dass es in diesem Wirtschaftskrimi um Unternehmen und Personen geht, die in den üblichen Berichten nicht aufscheinen: Die Entertainment Gmbh, die sich die CASAG und die ÖLG wiederum aufteilen. Diese unscheinbare Gesellschaft betreibt das Internet Portal Win2day, Sportwetten und letztendlich die in der Wortwahl nicht treffender sein könnende Glück Gmbh, die Video Lottery Terminals (VLT) betreibt.

Ein ungehobener Schatz in schlechter Verfassung

Die Glück GmbH, die von Karl Stoss auch in der Geschäftsführung der Entertainment GmbH kontrolliert wird, betreibt unter der Marke WinWin die bescheidene Anzahl von ca. 700 Video Lotterie Terminals auf 13 Standorten in Österreich. Ein nicht besonders beeindruckender Marktanteil, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen eigentlich noch weitere 4000 ungenutzte VLT-Lizenzen besitzt. Zusätzlich würden diese Terminals beispielsweise dem Wiener Automatenverbot nicht unterliegen(!), denn die Lotterien (zur Erinnerung, auch Teihaber in der Entertainment GmbH) besitzen eine bundesweite Lizenz, die auch der Wiener Bürgermeister Michael Häupl nicht ausheben könnte.

Das Potential ist enorm. Win2day als Monopol-Internetanbieter ist hochprofitabel und wird naturgemäß nur weiter wachsen während WinWin unverständlicherweise Verluste schreibt.  700 WinWin Terminals machten schon im Jahre 2011 einen Bruttospielertrag von 396 Millionen Euro, und wenn man diese Zahl auf das Potential von 4000 verfügbaren Lizenzen umlegte, sprächen wir von zarten 2,3 Milliarden Euro. Ganz besonders interessant ist in der von Kreutzer und Partner veröffentlichten Studie “der K(r)ampf der Politik mit dem Glückspiel”, dass die durchschnittlichen Spieleinsätze an den WinWin Automaten um 30% höher sind als bei den Novomatic Automaten, was wahrscheinlich auf den höheren Anteil von Profi-Spielern bzw. die besseren Standorte zurückzuführen ist.

Ironie an der Sache ist weiters, dass diese VLT Lizenzen von der Lotto Holding gekauft wurden aber anscheinend diese hohen potentiellen Gewinne der Glück Gmbh nicht an die Lotterien zurückfliessen, wie sich das Erich Hampel, der Lotterien-Aufsichtsrat, eigentlich gewünscht hätte. Dabei sei es mehrmals zwischen Hampel und Stoss zu Auseinandersetzungen gekommen, sogar eine Klage wegen Untreue wäre in Betracht gezogen worden. Hampel hat jedenfalls die Konsequenzen gezogen und seinen in der B&C Privatstiftung geparkten 8% Anteil bereits an die Novomatic verkauft.

Stoss an den Hebeln oder am Schleudersitz?

Der österreichische Finanzminister, Schelling, muss in der derzeitigen Situation gute Miene zu den Entwicklungen machen. Sein ursprünglicher Plan, die komplizierte Firmenstruktur zu bereinigen und an die Börse zu bringen, kann als gescheitert betrachtet werden. Ganz glücklich dürfte er dabei auch nicht mit Karl Stoss sein, dessen Vertrag 2016 ausläuft und der intern vielleicht am meisten von einem Verkauf des Unternehmens und nicht von einem Börsengang hätte. Dabei würden die Ungereimtheiten in der Entertainment Gmbh und die allgemein schlechte strategische und operative Situation der CASAG nicht so auffallen. Stoss erfährt auch firmenintern gerade starken Druck, man munkelt von einem siebenstelligen Gehalt, das dieser sich gerne in die Pension mitnehmen möchte. Auch seine zahlreichen Auslandsreisen, die nicht immer mit den Standorten der Casinos des Unternehmens korrespondieren sollen sind ein Thema, das im Unternehmen herumgeistert. Ob Karl Stoss diesen Poker gewinnen kann ist die Frage – hat doch Erich Hampel bereits Interesse an einem Novomatic Aufsichtsratsposten bekundet.

 

Photo: © pixabay.com

Casinos Austria – pokert Stoss mit zu hohem Einsatz?
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Von | 2017-04-09T12:06:00+00:00 27. Juli 2015|Kategorien: Nachrichten, Wirtschaft|Tags: , , , , , , , |

Über den Autor:

Ich bin in der Regel für unsere englischsprachigen Webseiten zuständig. Dennoch helfe ich immer gerne auch auf Casinobonus360.de aus. Neben den Nachrichten bin ich vor allem für die tollen Bonusangebote zuständig. Ich mag Surfen, Skifahren und Casinos. Kontaktieren Sie mich jederzeit auf Twitter

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