Casinos Austria International endlich wieder mit positiven Zahlen

Casinos Austria InternationalDer größte Zankapfel im deutschsprachigen Raum, die Casinos Austria AG, hat nun ihre Halbjahreszahlen für ihre international tätige Tochtergesellschaft veröffentlicht und konnte dabei endlich einmal mit guten Zahlen glänzen. Zwar ging der Umsatz des Auslandsgeschäfts der CASAG leicht von 67,5 Millionen Euro auf 65,1 Millionen Euro zurück, doch gab es in allen anderen Bereichen und hier vor allem beim Gewinn und dem Betriebsergebnis nur positives zu berichten. In den ersten 6 Monaten des vergangenen Jahres musste die Tochtergesellschaft CAI noch einen Verlust von 0,6 Millionen Euro verbuchen, doch in diesem Jahr gab es endlich die Trendwende und 2,77 Millionen Euro stehen nun als Gewinn in schwarzen Zahlen in der Bilanz. Beim Betriebsergebnis sah es sogar noch besser aus, hier ging es gleich einmal von 4,1 Millionen im Vorjahr rauf auf ganze 18,9 Millionen Euro. Der nun ausgewiesene Gewinn, trotz gesunkenem Umsatzes, war vor allem den nun greifenden und bitter notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen zu verdanken, denn das Auslandsgeschäft der CASAG war seit 2009 defizitär. Zu den eingeleiteten Schritten, um die CAI wieder in die Erfolgsspur zu bringen, gehörte auch der Abbau von Personal und so arbeiten für die CASAG-Tochter im Ausland nun nur noch 1.763 Personen gegenüber 1.793 im vergangenen Jahr.

Der Chef der CASAG Karl Stoss verkündete diese Zahlen natürlich voller Stolz und verkündete: „Dass wir erfreulicherweise nun aber auch im Konzernergebnis wieder deutlich positiv sind, ist das Ergebnis einer erfolgreichen Sanierung. Ich möchte dem Team der CAI herzlich für sein großartiges Engagement danken.“

Das Sopron Casino in Ungarn ist die Cash Cow

Das Sopron Casino in Ungarn ist die mit Abstand umsatzstärkste Spielhalle im Portfolio der CAI. Zwar gab es hier zum Beginn des Jahres einige Steine aus dem Weg zu räumen, denn durch das neue Glücksspielgesetz im Land musste die CASAG eine neue Lizenz zum Weiterbetrieb beantragen. Zusätzlich musste auch eine neuer Partner mit ins Boot geholt werden, was immerhin einen einmaligen Sondereffekt von Netto 4,3 Millionen Euro einbrachte. Das neue Glücksspielgesetz in Ungarn bedeutete jedoch nicht nur jede Menge Verwaltungskram für die CAI, sondern wirkte sich in einem anderen Bereich auch positiv auf die Anzahl der in Spielhalle verkehrenden Kundschaft aus, denn neben der Neuerlangung der Lizenz wurden auch das Automatenspiel in dem Land außerhalb dieser lizenzierten Casino vollständig verboten. Somit bleibt den Ungarn nur noch die Möglichkeit entweder in eine dieser Spielhallen zu gehen oder ihr Glück in den Online Casino zu versuchen.

Das Automatenverbot in Ungarn soll natürlich vor allem die „ausufernde“ Spielsucht im Land eindämmen. Dieser durchaus vernünftige Gedanke wird allerdings vollständig konterkariert durch die geplanten Mega-Neubauten, darunter das „Eurovegas Ungarn“, die sich natürlich dann fest in staatlicher Hand befinden werden. Hier wird in Ungarn eher an einem staatlichen Glücksspielmonopol gebastelt, als tatsächlich Prävention betrieben.

Schweiz, Kananda und Mazedonien im Plus

Auch in den anderen Auslandsmärkten der CAI sahen die Zahlen positiv aus, denn in der Schweiz ging es um 0,6 Millionen Euro rauf, trotz des noch nicht ganz verkrafteten großen Einbruchs durch die Aufwertung des Schweizer Franken im vergangenen Jahr und der dadurch abnehmenden Anzahl an Gamblern in Lugano. Dies alles scheint nun langsam verdaut worden sein und nach erfolgten Personalabbau sieht die Zukunft für die Casinos Austria International im Nachbarland wieder deutlich besser aus. Mit 0,5 Millionen Euro Mehreinnahmen gab es auch erfreuliches aus Kanada zu berichten, denn auch hier griff der Mix aus Verringerung des Personalbestands und vermehrten Marketingaktionen, um das Ergebnis positiv zu gestalten. Das kleinen Land Mazedonien durfte in diesen ersten 6 Monaten auch seine ersten Erträge bei seiner Mutter, der CAI, abliefern. Immerhin 0,3 Millionen Euro erwirtschafteten die Video Lottery Terminals auf dem Balkan. In der Gesamtbilanz ist dies zwar Kleinvieh, aber bekanntlicher Weise macht dieses auch Mist. In den anderen Ländern sah die Entwicklung eher durchmischt aus. In Deutschland beispielsweise ging es bergauf, in Australien, wie es sich für den Begriff Down Under gehört, natürlich runter. Hier musste mit fallenden Besucherzahlen und geringeren Automatenspielerlösen gekämpft werden.

Für das Gesamtjahr erwartet der Generaldirektor Karl Stoss für die Casinos Austria International das beste Ergebnis seit 2009. Sollte diese optimistische Einschätzung tatsächlich eintreffen wäre damit die Restrukturierung abgeschlossen und der lang erhoffte Turnaround geschafft.

 

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Von Engelbert Breitner | 7. September 2016 | Kategorien: Casinos, Nachrichten | Labels: , , , , |

Über den Autor: Engelbert Breitner

Engelbert Breitner
Das Online Glücksspiel ist für mich die beste Erfindung seit Pac Man. So bin ich froh darüber, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Meine bevorzugten Casinospiele sind Roulette, Black Jack und natürlich Spielautomaten. Meine Casino Erfahrungen möchte ich hier mit vielen gleichgesinnten Usern teilen.

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