Casinos Austria (CASAG): Karl Stoss lässst sich feiern

Casinos Austria (CASAG)Wenn der Generaldirektor eines der schillernsten österreichischen teilstaatlichen Unternehmen, die Casinos Austria AG (CASAG) zu einem Pressegespräch lädt, wird erschienen, auch wenn offiziell nichts konkretes mitgeteilt werden kann, da die Jahreszahlen nachvollziehbarerweise noch nicht fix und kommunizierbar sind. Aber heute tun es ja auch schon Erwartungshaltung und Wahrscheinlichkeiten, die zu berichten es Wert erscheinen.

Erfolgreiches Rekordjahr für Casinos Austria (CASAG)

Daher auch hier in aller Kürze die wichtigsten Eckpunkte, wie laut GD Karl Stoss das Jahresergebnis aussehen wird: Mit einem operatives Ergebnis von 92 Millionen Euro erzielt die CASAG das Beste Betriebsergebnis seit ihrem Bestehen. Der Konzernumsatz wird bei 3,62 Milliarden Euro zu liegen kommen – ein weiterer Rekord! Problemkinder sind die WINWIN-Lokale (einem Verlust von 1 Mio Euro), zu seinen Lieblingen zählen die landbasierten Casinos (12 in Österreich) mit mehr Besuchern und mehr Umsatz im Jahr 2015: 305 Mio Euro Spielerlöse (bis November 2015 waren es konkret 276 Mio Euro). Mit 2,7 Millionen Gästen ein neuer Besucherrekord, wobei erstmals mehr ausländische als inländische Gäste in die Casinos gingen. Rekorde, Rekorde! Das will ja mal gesagt werden, insbesondere nach einem Jahr wie diesem, so der Eindruck als Beobachter. Aber wie gesagt, alles vorläufig und ohne Gewähr. Jedoch gibt es keinen Grund, an den Eckpunkten zu zweifeln.

Karl Stoss bis 2017 verlängert

Viel wurde heuer spekuliert ob CASAG-Chef Stoss seitens der Eigentümer eine Vertragsverlängerung angeboten bekommt oder nicht (aktueller Vertrag bis Ende 2016). Und in der gestrigen Aufsichtsratssitzung wurde es nun offiziell, dass der Vertrag vorerst um ein Jahr – bis Ende 2017 – verlängert wird. Ob es zu einem weiteren regulären 5-Jahresvertrag kommen wird, wird wohl von der endgültigen Entscheidung der künftigen Eigentümerstruktur abhängen. Und wo das Herz von Karl Stoss gegenüber bestimmter möglicher neuer Besitzer liegt, weiß man ja. Um eben diese Übergangszeit zu nutzen, wurde der Vertrag um ein Jahr verlängert! Die gleiche Verlängerung wurde Vorstandskollege Dietmar Hoscher zugestanden. Die dritte im Bunde, Bettina Glatz-Kremsner, hat ja einen laufenden Vertrag bis Ende 2019.

43 % der Spielautomaten von NOVOMATIC!

Und da wird es jetzt spannend. Laut Karl Stoss kommen bereits heute 43 Prozent aller CASAG-Automaten von „Konkurrenten“ NOVOMATIC (u. a. Novoline Spielautomaten). Und mit der gesetzlichen Vorgabe, dass jeder VLT direkt mit dem Bundesrechenzentrum (BRZ) verbunden sein muss (es gibt teilweise Übergangsfristen bis 2019) ergibt sich auch eine neues Geschäftsfeld für NOVOMATIC bei der CASAG, denn derzeit sind die Automaten der NOVOMATIC wohl die einzigen, die die entsprechende Hard-und Software haben. Allein heuer wird Stoss zusätzlich 16 Mio Euro an die NOVOMATIC für den Austausch von rund 800-1000 Automaten überweisen müssen. Das Mag. Harald Neumann, der Vorstandssprecher der NOVOMATIC von 2003-2006 Geschäftsführer des Bundesrechenzentrums war sei hier nur der formhalber nochmals erwähnt.

VLTs: Top oder Flop? Rechnung ohne Spieler!

Gerade was die VLTs (Video Lotto Terminals) betrifft, so sollte auch mal gesagt werden, dass diese Geräte bei den Spielern eigentlich nicht gut ankommen. Die direkte Anbindung zum BRZ fühlt sich für viele wie ein direkter Zugriff durch das Finanzamt an, Erschwernisse bei der Benützung und die Tatsache, dass man mit Karte und nicht mit den Münzen spielt, ist für viele unattraktiv. Wohl einer der Gründe, warum statt genehmigte 5.000 Stück für Österreich in den in den WINWIN –Standorten nur 671 VLTs stehen.

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Danke für lhre Wertung!
Von Gerda Hartig | 11. Dezember 2015 | Kategorien: Casinos, Nachrichten | Labels: , , , , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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