Eine Szene, wie in einem „Tatort“, oder wie in einem vergleichbar spannenden Krimi. So beschrieben Zeugen die Ereignisse, die sich an einem frühen Freitagmorgen in Bad Tölz ereigneten. Einer Stadt, deren romantische Altstadt allein schon als Filmkulisse dienen könnte. 

Gegen 6.00 Uhr morgens fuhren drei schwere schwarze Limousinen am Amort-Platz vor - einer der wenigen Bereiche, an denen in dieser schönen Stadt eher eine gewisse Tristesse vorherrscht. Acht bis zehn in zivil gekleidete Männer stiegen aus den Fahrzeugen aus. Die Aufschrift „Polizei“ war hinten auf ihren Pullovern deutlich zu erkennen. Ein Beamter trug ein ziemlich schweres Gerät bei sich, das aussah, als könne man damit Türen öffnen. Ein anderer hielt einen nervös wirkenden, schwarzen Hund an der Leine. Die Ordnungshüter verschwanden eiligen Schrittes und mit ernster Miene in Richtung der Isarpromenade. Erst nach ungefähr einer Stunde kehrten sie „in Begleitung“ zurück. Bis zu diesem Moment fehlten eigentlich nur die Kameras, eine typische Film-Crew und ein Regisseur, der die Anweisungen gab.  Die mutmaßlichen Täter wären besser beraten gewesen, wenn sie selbst ein Spiel oder zwei gewagt hätten, anstatt wegen der mickrigen Beute aus einem bewaffneten Raubüberfall ihre Zukunft aufs Spiel zu setzen – zum Beispiel in einem Online Casino. Casinobonus360.de hält gerade für neu-Einsteiger eine Menge hilfreicher Informationen bereit und beantwortet kompetent Fragen, wie „Wo findet man die besten Online Casinos?“, „Wer bietet Freispiele ohne Einzahlung?“ oder „Kann man auch in einem Casino ohne Einzahlung spielen?“

Casino Bad ToelzErste Festnahmen im Casino Fall  

„Die Kripo, beziehungsweise die Ermittlungsgruppe Casino, hat gute Arbeit geleistet.“ Jürgen Thalmeier, der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, ist stolz auf seine Kollegen. Damit bestätigte er zumindest einen Teil der schnell entstandenen Gerüchte in Bad Tölz. Im Zusammenhang mit einem bewaffneten Raubüberfall auf ein Spielcasino im oberbayerischen Luftkurort Lenggries, ist es zu ersten Festnahmen gekommen. Die Kripo Weilheim hatte die Ermittlungen in diesem Fall übernommen und die Ermittlungsgruppe Casino ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um so etwas wie eine „verschlankte“ Sonderkommission. Jürgen Thalmeier erklärt das so: „Eine solche Soko soll bei Delikten, die den Rahmen des Tagesgeschäfts sprengen, die Kräfte bündeln und die anfangs verwirrende Vielfalt eines Puzzles Stück für Stück zusammensetzen, bis das Gesamtbild eines Falls entsteht.“ 

Bewaffneter Raubüberfall – geringe Beute

 Aber jetzt erstmal alles auf Anfang: An einem Sonntag im Juli wurde das Players Club Casino in Lenggries überfallen, das über eine ganze Reihe von erstklassigen Spielautomaten verfügt. In den frühen Morgenstunden einer sehr heißen Sommernacht tauchten plötzlich vier maskierte Männer im Casino an der Lerchkogelstraße auf und forderten die Herausgabe von Bargeld. Nach anfänglicher Weigerung der Spielhallen-Mitarbeiter zückten die Täter Messer und verhalfen somit ihrer Forderung Nachdruck. Ihnen wurde der Inhalt der Tageskasse übergeben, und mit ihrer „relativ geringen“ Beute flohen die Täter dann zu Fuß. In der Dunkelheit war die Richtung, die sie einschlugen, nicht genau auszumachen. Die Casino-Angestellten informierten direkt die Polizei, die auch sogleich eine Großfahndung einleitete. Die Leitung übernahm das Polizeipräsidium Oberbayern Süd, das noch in der gleichen Nacht von etlichen Streifenwagen der nahegelegenen Dienststellen unterstützt wurde. Zunächst blieb die Suche ohne Erfolg. Die ersten Ermittlungen am Tatort nahm der Kriminal-Dauerdient der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim vor. 

Brauchbare Täterbeschreibungen führten zum Fahndungserfolg

Die Polizei konnte bei ihrer Ermittlungsarbeit auf einigermaßen brauchbare Täterbeschreibungen zugreifen, obwohl alle vier Männer vermummt waren. Die Täter trugen schwarze Kapuzen-Sweatshirts und waren auch sonst komplett dunkel gekleidet. Ihr Alter wurde von Zeugen auf ca. Mitte zwanzig bis Mitte dreißig eingeschätzt und ihre Herkunft als „vermutlich südländisch“ beschrieben. Alle wurden mit „relativ groß“ beschrieben – die Schätzungen lagen bei ungefähr 1,85 Metern. Einer der Täter unterschied sich von den anderen dadurch, dass er gebrochen Deutsch sprach. Die Polizei suchte im gesamten Landkreis und noch darüber hinaus nach sachdienlichen Hinweisen auf die beschriebenen Personen und nach Zeugen, die „verdächtige Wahrnehmungen im Bereich des Spielcasinos gemacht haben“.

3 Täter, 3 Vollzugsanstalten

 Die akribische polizeiliche Ermittlungsarbeit führte die Beamten ziemlich schnell auf die richtige Fährte. Rasch wurden Durchsuchungsbeschlüsse ausgestellt und Haftbefehle erlassen. Inzwischen konnten drei der mutmaßlichen Räuber in Bad Tölz festgenommen werden. Sie stehen unter dem dringenden Tatverdacht, maskiert und mit Messern bewaffnet, das Spielcasino an der Lerchkogelstraße in Lenggries überfallen zu haben. Carolin Hohensinn, die Polizeisprecherin, teilte mit, dass es sich bei den Inhaftierten um einen 20-jährigen und zwei 27-jährige Einwohner des Landkreises handelt. Ihre Staatsangehörigkeit sei allerdings türkisch und italienisch. Darüber hinaus bestätigte Polizeisprecherin Hohensinn, dass die drei Festgenommenen „in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert“ wurden. Auch der Mann wurde festgenommen, den die Polizei wegen einer „möglicherweise wichtigen Zeugenaussage“ gesucht hatte. Er war auf den Bildern einer Videoüberwachungskamera zu sehen, die im Zuge der Ermittlungsarbeit veröffentlicht wurden. Ob er tatsächlich mit der Tat in Verbindung zu bringen ist, ist aktuell noch unklar.

Vierter Verdächtiger auf der Flucht

Die Einsatztruppe der Polizei, die an dem eingangs erwähnten Freitagmorgen auf dem Weg zur Isarpromenade war, konnte dort einen der Tatverdächtigen überwältigen, nachdem der Mann fliehen wollte. Die Kriminalpolizei fahndet weiterhin nach dem vierten Verdächtigen, der noch immer flüchtig ist. „Die Ermittlungen der Kripo Weilheim dauern an und konzentrieren sich nun auf die vierte tatverdächtige Person, um das Verbrechen restlos aufklären zu können,“ sagte Carolin Hohensinn. Weitere Auskünfte über die bereits Festgenommenen verweigerte sie, damit die noch laufenden Ermittlungen nicht gestört werden. Die Tatverdächtigen wurden dem Haftrichter vorgeführt und die Haftgründe, wie Fluchtgefahr oder auch Verdunklungsgefahr, wurden überprüft.