Nonnen und Glücksspiel? Das passt normalerweise nicht gut zusammen. Aber zwei katholische Nonnen haben in Kalifornien das Gegenteil bewiesen. Die beiden Damen verzockten 500.000 Euro, die eigentlich für die Schule vorgesehen waren, in der die beiden arbeiteten. Laut einem Bericht der Washington Post wurde der Skandal nur durch Zufall kurz vor der Pensionierung einer der beiden Nonnen aufgedeckt. Noch ist unklar, welche Folgen der unglaubliche Casino-Skandal für die katholischen Ordensschwestern haben wird.

Nonnen mit Spielsucht, krimineller Energie und gutgläubigen Spendern

Casino Nonnen haben alles verzocktDie St. James Catholic School ist eine ganz gewöhnliche katholische Schule. Wie viele andere Schulen ist auch diese Institution darauf angewiesen, regelmäßig Spenden einzusammeln, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und Stipendien für mittellose Kinder anbieten zu können. Für mehr als 28 Jahre war Schwester Mary Margaret Kreuper als Schuldirektorin der erste Ansprechpartner für alle potenziellen Spender. Doch anstatt alle Spenden ordnungsgemäß für die Schule einzusetzen, nutzt die Nonne mindestens in den letzten zehn Jahren ein Bankkonto, das zwar seit 1997 vorhanden war, aber angeblich nicht genutzt wurde.

Jedenfalls war das die offizielle Version. Die Nonne verwendete das Bankkonto jedoch, um Spenden einzusammeln und diese direkt an sich und ihre beste Freundin, Schwester Lana Chang, weiterzuleiten. Es war kein Geheimnis, dass die beiden befreundeten Nonnen regelmäßig nach Las Vegas reisten. Allerdings behaupteten die beiden Damen, dass das Geld für die Reisen von einem reichen Onkel stammte. Was letztlich dazu geführt hat, dass der Finanzskandal auffiel, wurde bislang nicht bekannt. Aber viel interessanter dürfte auch für die Eltern, Kirchenmitglieder und Schüler sein, welche Folgen der dreiste Diebstahl der Nonnen haben wird.

Orden bezahlt – Erzdiözese verweigert bislang rechtliche Folgen

Die beiden Glücksspiel-Nonnen waren sofort geständig, als sie mit den Vorwürfen konfrontiert wurden. Wie der Orden verlauten ließ, bereuen beide ihre Taten aufrichtig. Das dürfte jedoch viele Eltern und Kirchenmitglieder, die in den letzten Jahren fleißig gespendet haben, kaum zufriedenstellen. Neben finanziellen Schwierigkeiten leidet die St. James Gemeinde nach wie vor unter den Folgen eines Amoklaufs, der im Jahr 2014 vier Menschen das Leben gekostet hat. Angesichts dieses Hintergrunds ist es nicht ganz leicht zu verstehen, warum sich der Orden der Josefschwestern von Lyon, so die deutsche Bezeichnung, bislang gegen eine rechtliche Verfolgung der Vorwürfe versperrt.

Immerhin hat sich der Orden dazu bereit erklärt, sämtliche finanziellen Schäden zu begleichen, sodass zumindest die aktuellen und künftigen Schüler nicht unter den Folgen des Finanzskandals leiden müssen. Aber ohne Zweifel haben viele Schüler in der Vergangenheit den Preis dafür bezahlen müssen, dass die Nonnen regelmäßig in Las Vegas Spendengelder verzockten. Wie auch bei den Missbrauchsskandalen, die in der katholischen Kirche in den USA in den letzten Jahren für schwere Erschütterungen sorgten, wird bei den Glücksspiel-Nonnen deutlich, dass die katholische Kirche am liebsten alles selbst regelt, ganz ohne Einfluss des Staates. Letztlich wird es an den Eltern und Kirchenmitgliedern der St. James Gemeinde liegen, ob die beiden Glücksspiel-Nonnen sich vor einem weltlichen Gericht verantworten müssen.

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