Zuerst hielten es die Mitarbeiter für einen Witz, dann empfanden sie es als mysteriös. Ein unbekannter Mann hatte im Büro eines Tierheims in Basel angerufen und eine Spende in Höhe von 20.000,- Schweizer Franken in Aussicht gestellt. Jetzt mal im Ernst! Hätten Sie das geglaubt? Da ruft jemand an, spricht mit tiefstem Basler Dialekt, will aber seinen Namen nicht nennen und bittet die Angestellten des Tierheims zu einem Hotel in der Nähe des Casinos am Flughafen zu kommen, um ihnen dort eine fünfstellige Summe zur Unterstützung ihrer Arbeit zu überreichen. Das klang im ersten Moment zu sehr nach einem Fake, fanden alle. Die Tierschützer diskutierten und überlegten hin und her, bis sie zu der Vermutung kamen, dass es sich womöglich um einen Spiel-Gewinn handeln könnte. Allein schon, wegen des für diesen Anlass doch sehr merkwürdigen Übergabeortes. 

Casino Basel SpendeIst der anonyme Anrufer ein Casino-Gewinner?

Das Telefon klingelte sehr oft an diesem Morgen. Als die Mitarbeiterin am Empfang des Basler Tierheims an der Birs dann plötzlich mit einem Anrufer sprach, der sehr viel Geld spenden, aber anonym bleiben wollte, wurde sie stutzig. Der Mann behauptete, dass seine Schwester einen Hund aus diesem Tierheim adoptiert hatte und total begeistert von der Einrichtung sei – von der Arbeit des Teams, vom Zustand des Heims und von den außerordentlich gut gepflegten Tieren. Die Stiftung Tierschutz beider Basel schrieb später in einer Mitteilung: „Zuerst dachten wir an einen Scherz und diskutierten darüber.“ Dann entschlossen sich die Mitarbeiter aber doch – trotz einiger anfänglicher Widerstände im Team – der Sache nachzugehen, und sie machten sich auf den Weg zum Airport Hotel Basel, das im gleichen Gebäude ein Casino beherbergt – das Grand Casino Basel. Ein Unternehmen, welches stolz darauf ist, in den letzten 12 Jahren, seit seiner Eröffnung, bereits 16 Millionäre an den fast 300 Spielautomaten „produziert“ zu haben. Der höchste Gewinn hatte sogar 5.6 Millionen Schweizer Franken überschritten, was einen Rekord bei den Eidgenossen darstellt. Ob die renommierte Spielbank im Dreiländereck von der Schweiz, Österreich und Deutschland schon Einbußen wegen der neuen Schweizer Online Casinos hinzunehmen hat, ist derzeit noch nicht bekannt. 

„Wie in einem Märchen“ 

Die Tierschützer staunten nicht schlecht. Auf einer Bank vor dem Hotel wartete tatsächlich ein Mann, den sie noch nie zuvor gesehen hatten. Als sie auf ihn zugingen, erhob er sich und überreichte ihnen einen prall gefüllten Umschlag, der das Logo des Airport Basel Hotels trug. In dem Couvert waren insgesamt 20 Geldnoten á 1.000,- Schweizer Franken. Eigentlich hätte er das Geld für eine besondere Anschaffung verwenden wollen, sagte der unbekannte Mann. „Seine Schwester habe jedoch einen Hund von unserem Tierheim adoptiert und sei begeistert von der Arbeit des gesamten Teams. Die beiden Geschwister hätten sich unterhalten, und so haben sie diesen für uns wunderbaren Beschluss gefasst und in die Tat umgesetzt,“ schrieb das Tierheim an der Birs nach der Geldübergabe in einer Pressemitteilung. Außerdem bedankte es sich auf allen Social Network-Kanälen, bei denen das TBB registriert ist, für die überaus großzügige Spende und das entgegengebrachte Vertrauen. Allein auf Facebook hagelte es daraufhin zahlreiche Glückwünsche und Kommentare. „Wie in einem Märchen. So schön“, und: „Wie wunderschön das ist. Es gibt doch noch gute Seelen“. Das waren nur einige der Kommentare, die die User überschwänglich posteten.

29 Angestellte für 2.000 Tiere

Die Vermutung des TBB Schweiz, dass es sich bei dem Spender vielleicht um einen Casino-Gewinner handelte, kommt nicht von ungefähr. Schließlich kamen schon einmal Spenden aus dieser Richtung – allerdings vom Grand Casino Basel selbst. Diese ehrwürdige Spielstätte hatte bereits vor einigen Jahren in Kooperation mit dem FC Basel den Erlös der Spieltische, die am Tag der offenen Tür erwirtschaftet wurden, an das Tierheim gespendet.

Das TBB brauchte damals dringend Geld für einen Umbau, der wegen Platzmangel und neuer Tierschutzvorschriften nötig geworden war. Ein heftiger Brocken für eine gemeinnützige Organisation. Vor gut 120 Jahren wurde diese private Institution gegründet. Heute verfügt sie über ein Budget von rund 3,8 Millionen Schweizer Franken, das zu 70 % aus Spenden besteht. 2018 konnten sie dann endlich den 12 Millionen Schweizer Franken teuren Umbau in der Nähe des Birkopfs einweihen. 

„1849 fasst die Gesellschaft zur Beförderung des Guten und Gemeinnützigen Basel den Beschluss, eine Kommission für Tierschutz zu ernennen. Sie hieß anfänglich „Commission zur Abhülfe von Thierquälerei“, später kurz „Thierschutzcommission“. Rund 50 Jahre später wurde die Commission durch unseren Verein abgelöst und so begann die Geschichte des Tierschutz beider Basel seinen Lauf zu nehmen....“, schreibt der Basler Tierschutzverein aus seiner Website. 1988 kam es dann zu einer Fusion der Tierschutzorganisationen beider Basel. Mittlerweile arbeiten dort insgesamt 29 Vollbeschäftigte – darunter 15 Auszubildende zum Tierpfleger - die mehr als 2.000 Tiere pro Jahr betreuen. Wir von casinobonus360 finden das eine gute Sache!