Paukenschlag ÖBIBPaukenschlag in Wien! Heute hat die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB) die Übertragung der in der CAME Holding gebündelten Aktien an Komarek und Smejc versagt. In der außerordentlichen Hauptversammlung der CASAG wurde der Verkauf der CASAG Aktien an die Austrian Gaming Holding a.s. (AGH), das Investment Vehikel der beiden Tscheche, abgeschmettert.

Die ÖBIB bezieht sich dabei auf ein Rechtsgutachten von Univ.-Prof. Dr. Michael Enzinger, seines Zeichens auch Präsident der Rechtsanwaltskammer in Wien. Dieses Gutachten zeiht verschiedene Rechtsunsischerheiten beim Verkauf der Aktien auf. Beispielsweise warnt der Herr Professor davor, dass enorme Schwierigkeiten durch die komplizierte Struktur der Vorkaufsrechte zu erwarten hätte. (Echt überraschend, dazu braucht man einen Professor?)

Dazu die ÖBIB Generalsekretärin Dr. Martha Oberndorfer laut Presseaussendung:

Wir befürchten womöglich jahrelange Rechtsstreitigkeiten, die die Übertragung der Aktien nach sich ziehen könnte. Die notwendige Neuaufstellung der CASAG könnte dadurch über mehrere Jahre blockiert werden. Das widerspricht vehement unseren Zielen, die Eigentümerstruktur der CASAG zu vereinfachen. Daher haben wir von unserem in der Satzung verankerten Recht Gebrauch gemacht, diesen Deal aus wichtigen Gründen abzulehnen.

Was sagt man in Tschechien dazu?

Eine Reaktion der beiden tschechischen Investoren, Karel Komarek und Jiri Smejc, steht noch aus. Diese haben erst vor wenigen Tage die CAMEHolding von der Vienna Insurance Group übernommen und es kann durchaus mit Spannung erwartet werden, wie die beiden Investoren aus dem Ausland reagieren werden. Der österreichische Finanzminister hatte sich ja schon in der Vergangenheit für eine inländische Lösung ausgesprochen. Dass er sich jedoch so klar zum Vorteil der Novomatic, die ja eindeutig die Pole-Position bei der CASAG Übernahme innehat, ausspricht, überrascht doch einigermaßen.