CasagIn einem Interview für das österreichische Wirtschaftsmagazin „trend“ gibt sich Karl Stoss, Generaldirektor der Casinos Austria AG (CASAG), kämpferisch. Einerseits will er seinen Vertrag mit der CASAG über 2016 hinaus gerne verlängern, andererseits ist er auch von einem weiteren Ausbau der Aktivitäten der CAI  (Casinos Austria International) überzeugt. Immerhin werden die kostspieligen Auslandsaktivitäten seitens der Eigentümer sehr argwöhnisch beobachtet. 

Eigentümer bitte Warten bis 2017

Eigentlich hat Stoss weder was zu verlieren, noch etwas zu befürchten, auch wenn er sich in den letzten Monaten wohl zu ziemlich mit allen aktuellen und Möchtegern-Eigentümer angelegt hat. Denn bis Anfang 2017 wird es wohl keine Klarheit über die künftige Eigentümerstruktur der CASAG geben. Stoss rechnet damit, dass es so lange dauern wird, bis die österreichische Wettbewerbsbehörde und internationalen Glücksspielbehörden in jenen Ländern, in denen die CAI bereits tätig ist, die entsprechenden Entscheidungen über die neue Struktur (Einstieg der NOVOMATIC mit insgesamt ca 40%) treffen werden. Nicht zu vergessen die gerichtlichen Verfahren, welche wohl über die tschechischen Milliardäre Karel Komarek bzw. Jiri Smejc wohl angestrebt werden, da sie sich insbesondere von der Republik Österreich, vertreten durch den Finanzminister Schelling, „diskriminiert“ fühlen.

CASAG 2015 auf der Gewinnerstraße

Aufregende Zeiten in einer dynamischen Branche. Ob es zum Vorteil der CASAG sein wird, ist abzuwarten. Für das Geschäftsjahr 2015 jedenfalls erwartet sich Stoss das beste Ergebnis der Firmengeschichte. Die Analysten stehen jedenfalls schon in den Startlöchern, um den Geschäftsbericht nach Veröffentlichung wohl genauer unter die Lupe zu nehmen. Bedenkt man aber nur die wöchentlichen Meldungen über Mergers und Firmenkäufe im Bereich der online-Casinos und Sportwettanbieter, so erscheint die österreichische Gelassenheit etwas bedenklich was eine künftige Performance betrifft.