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CASAG begräbt endgültig Argentinien-Abenteuer

CASAGNach einigen Jahren defizitären Engagements im südamerikanischen Argentinien hat der österreichische Glücksspielkonzern CASAG mit seiner Auslandstochter, der Casinos Austria International, mit dem Verkauf des Hotels Sheraton nun endgültig einen Schlussstrich unter das große Abenteuer gezogen. In der Blütezeit des Wildwuchs, bei dem jedes Jahr in allen Ecken der Welt vom teilstaatlichen Unternehmen neue Casinos ins Leben gerufen wurden, besaß die Casinos Austria AG, über ihre Tochter CAI, die sich um sämtliche Operationen außerhalb von Österreich kümmert, im Jahr 2007 noch die gewaltige Zahl an 74 Spielbanken, quer über den ganzen Planeten verteilt. Ob hinter all diesen Eröffnungen tatsächlich eine sinnvolle Strategie bestand, durfte bei den später immer größerer werdenden Verlusten, die die CAI anhäufte, mehr als bezweifelt werden und die Auswahl der Casino Standorte wurde wohl eher in einem Spiel ermittelt, bei dem die Führungsetage mit Dartpfeilen gegen die Weltkarte warf. Als bald war allen beteiligten klar, dass dies so nicht weitergehen konnte und so wurde der Casinos Austria International ein harter Sparkurs auferlegt und alle schlecht laufenden Casinos veräußert. Mittlerweile besitzt die CASAG gerade einmal noch 27 stationäre Spielbanken, davon allein 10 in Deutschland sowie in Ägypten, Kanada, Australien, Belgien, der Tschechischen Republik, Dänemark, der Schweiz, Ungarn, Georgien und dem als Glücksspielmekka verschrienen Palästina.  Als besonderes Fiasko stellte sich dabei in der Vergangenheit das Land Argentinien heraus, denn hier wurden nicht nur Millionen an Euro verbrannt, sondern auch mit einem handfesten Skandal, der zum Entzug der Glücksspiellizenz im Land führte, gehörig die eigene internationale Reputation beschädigt.

Neben den 27 stationären Spielbanken, betreibt die Casinos Austria International nebenbei noch 5 Casino auf Kreuzfahrtschiffen unter der Casinos Austria Maritime Corporation in den USA und das Lotteriegeschäft mit VTL´s in Mazedonien unter Casinos Austria LLC in Skopje.

Flog die CASAG wegen Geldwäschevorwürfen achtkantig aus Argentinien?

Wann immer ein Glücksspielunternehmen oder Betreiber von stationären Casino seine Lizenz in einem Land verliert, sofern es sich nicht um eine Diktatur handelt und Willkür an der Tagesordnung ist, dann muss schon etwas äußerst gravierendes passiert sein, damit das betreffende Unternehmen diese entzogen bekommt. In Argentinien war die Casinos Austria AG über die CAI mit einer weiteren Tochterfirma tätig, der Enjasa, die mehrere Casino und das Lotteriegeschäft betrieb. Bis zum Jahr 2013 liefen die Geschäfte einigermaßen gut, bis 2013 Lizenz wohl auf Grund von Verstößen gegen das Geldwäschegesetz entzogen wurde. In Argentinien müssen sämtliche Geldgewinne in den Casinos, die über umgerechnet 1.200 Euro liegen, per Scheck ausgezahlt werden und nicht in Form von Bargeld. Die Enjasa schien dies jedoch nicht zu kümmern und wie der damalige Konzernsprecher gegenüber der dpa kleinmütig einräumte, habe die Tochterfirma dies „in einigen wenigen Fällen“ nicht getan. Für die argentinischen Behörden schien es sich bei diesen Vorfällen jedoch nicht gerade um Einzelfälle gehandelt zu haben, denn sie entzogen kurzer Hand die Glücksspiellizenz und sämtliche Casinos und das Lotteriegeschäft mussten über Nacht eingestellt werden. Obwohl die Tochterfirma der CASAG wahrscheinlich ganz klar gegen die Gesetze verstoßen hatte, wetterte Karl Stoss gegen die argentinischen Behörden und sprach sogar laut dem Blog theaustrianbankerspiderweb von kalter Enteignung und hielt die ganze Sache auch zudem noch für politisch motiviert. Mittlerweile sind sämtliche Spielbanken und das Lotteriegeschäft in Argentinien verkauft und mit dem nun veräußerten Hotel und ehemaligen Casino Sheraton auch das letzte Überbleibsel der Ära Enjasa abgewickelt.

Durch den Verlust des gesamten Geschäfts in Argentinien, entstand damals der CAI, laut den Recherchen des Standard, ein Schaden von rund 40 Millionen Euro, den die CASAG als Mutterkonzern ausgleichen musste. Somit fraß der Skandal um die Geldwäschevorwürfe fast den gesamten Gewinn des Konzerns auf.

Der Vertrag mit Hoscher wird wohl verlängert, doch für Karl Stoss sieht es düster aus

Seit der Veränderung der Besitzverhältnisse innerhalb der CASAG, bei der nun das tschechische Konsortium Sazka Group zusammen mit Novomatic die Mehrheit am Konzern halten, wurde auch kräftig über die Zukunft von Prof. KR Mag. Dietmar Hoscher, dem Vorstandsdirektor im Unternehmen und Vorsitzenden des Aufsichtsrates von tipp3 und dem Generaldirektor Dr. Karl Stoss selbst spekuliert, denn zum Ende des Jahres laufen bei beide Herren die Verträge aus. Während in den Jahren zuvor die Vertragsverlängerungen reine Formsache waren, steht dieses mal alles auf der Kippe, denn bekanntlich sind Novomatic und auch die tschechischen Milliardäre keine ausgewiesenen Freunde von Karl Stoss. Die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ möchte nun aus Insiderkreisen innerhalb der CASAG erfahren haben, dass zwar die Verlängerung des Kontrakts mit Hoscher als recht sicher gilt, aber die Zeit für den Generaldirektor wohl endgültig vorbei sein werden, was nicht wirklich verwunderlich wäre. In den letzten Monaten häufte sich die Kritik an Karl Stoss, der sich nicht nur von Jahr zu Jahr mehr Boni und Vergünstigungen in seinen Vertrag mit der Casinos Austria AG hineinschreiben lies, sondern zu dem ernste Zweifel an seinem vollen Einsatz für das Unternehmen aufkommen lies, wenn er es tatsächlich schafft nebenbei noch mehr als 30 „Nebenjobs“ mit seiner Tätigkeit als Generaldirektor der CASAG unter einen Hut zu bekommen. Zudem scheint es manchmal, dass er er als Präsident des Österreichischen Olympischen Comités mehr zum Wohle des Sports unterwegs wäre, als für den eigenen Konzern.

Ob sich am Ende die Recherchen des „Standard“ als wahr herausstellen werden, wird sich zeigen, aber eines ist gewiss, am Hungertuch wird Karl Stoss, durch seine üppigen Pensionsansprüche aus dem CASAG-Vertrag, wohl nicht nagen müssen.

Quellen

http://mobil.derstandard.at/2000054019951/Casinos-Austria-machen-Schluss-in-Argentinien
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1503709/Casinos-Austria_Hoher-Einsatz-fuer-Debakel-in-Argentinien
http://theaustrianbankerspiderweb.blogspot.co.il/2015/05/raiffeisen-40-millionen-fur-die.html?q=casag

CASAG begräbt endgültig Argentinien-Abenteuer
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Von | 2017-03-13T16:08:29+00:00 13. März 2017|Kategorien: Nachrichten, Wirtschaft|Tags: , |

Über den Autor:

Das Online Glücksspiel ist für mich die beste Erfindung seit Pac Man. So bin ich froh darüber, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Meine bevorzugten Casinospiele sind Roulette, Black Jack und natürlich Spielautomaten. Meine Casino Erfahrungen möchte ich hier mit vielen gleichgesinnten Usern teilen.

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