BWIN Aktien auf niedrigem Niveau

BwinAuch im Jahr 2014 kam die Aktie von bwin.party Digial Entertainment Plc nicht wieder auf die Beine. Diese Tendenz setzte sich dann Anfang dieses Jahres fort. Der aktuelle Kurs dümpelt bei etwa 1,13 Euro vor sich hin, was auf die anhaltenden Übernahmegerüchte seit Juni 2014 zurückzuführen ist. Demnach wurde damals die Deutsche Bank damit beauftragt, auszuloten, ob ein Verkauf des Gesamtunternehmens oder von Teilen möglich wäre. Seitdem ist es um BWIN nicht wieder ruhiger geworden und die Spekulationen in Bezug auf einen Verkauf ebben nicht mehr ab.

Google und Glücksspiel ist ein ziemlich komplizierter Sachverhalt. In vielen Fällen ist Glücksspielwerbung über Google nicht erlaubt. Es gibt aber auch Ausnahmen. Google selbst ist hier natürlich auch an Gesetze und Regelungen der einzelnen Staaten gebunden. Mehr dazu finden Sie bei Support Google.

Angeblich soll sich sogar Google für den Kauf von BWIN interessiert und 200 Pence pro Aktie bei einem tatsächlichen Kurs von 113 Pence geboten haben. Vermutlich wollte Google bereits einen Fuß in der Tür haben, falls Online-Spiele in den USA wieder erlaubt würden. Mittlerweile verdichten sich die Gerüchte, dass die Amaya Gaming Group mit Hauptsitz in Montreal bwin.party übernehmen möchte. Der zwischenzeitlich zur weltweiten Nummer eins im Bereich der Online-Glücksspiele aufgestiegene Konzern hatte bereits mit der Übernahme von PokerStars und Full Tilt Poker für 4,9 Milliarden US-Dollar von sich reden gemacht. bwin.party wäre bei seinem niedrigen Aktienkurs sicherlich ein Schnäppchen.

Probleme von BWIN nicht nur hausgemacht

Offenbar hat das Management in den vergangenen Monat den Markt falsch eingeschätzt. Das führte dazu, dass bwin.party im laufenden Jahr bereits zwei Umsatzwarnungen herausgeben musste. Während Anfang Januar 2015 die Börsianer noch mit einem Umsatz von 618 bis 630 Millionen Euro rechneten, wurde die Umsatzerwartung aufgrund außergewöhnlich schwacher Gewinnmargen im Sportwettenbereich auf 608 bis 612 Millionen Euro gedrückt.

Kurz darauf folgte die nächste Hiobsbotschaft, die sich auf die Besteuerung elektronischer Glücksspiele in einigen EU-Ländern bezog. Damit verbunden sei eine Belastung von 15 Millionen Euro des Netto-Umsatzes. Das sind Nachrichten, die an den Börsen nicht gut ankommen.

Die Besteuerung elektronischer Glücksspiele in einigen EU-Ländern betrifft selbstverständlich nicht nur BWIN. So haben inzwischen einige Online Casino Betreiber beschlossen dem deutschen Markt den Rücken zu kehren – sehr zum Verdruss der Spieler. Zuletzt ließ die Europartners Gruppe verlauten (Vegas Red, Titan Casino, Europa Casino etc.) sich ebenso vom deutschen Online-Casino-Markt zurückzuziehen.

Dazu kommen weitere Probleme, die zum momentan schlechten Stand von bwin.party beitragen:

  • Eine unübersichtliche Gesetzeslage in zahlreichen europäischen Ländern in Bezug auf das Online-Glücksspiel.
  • Eine erhöhte Besteuerung von Online-Games und starke Tendenzen einer Regulierung weltweit.
  • Der Verkauf defizitärer Sparten wie beispielsweise der Social-Gaming-Sparte win kommt nicht zustande.
  • 2014 wurden durch Griechenland etliche Seiten von Online-Glücksspielanbietern, darunter auch BWIN, blockiert.
  • Sportliche Großveranstaltungen wie etwa die Fußballweltmeisterschaft erfüllten nicht die Erwartungen.
  • Hohe Umsatzeinbußen in allen Sparten von Sportwetten über Poker bis hin zu Casinospielen und Bingo.

 

Gelingt es dem Management von bwin.party weiterhin das positive Image des österreichisch-britischen Sportwettenanbieters auf Testportalen aufrecht zu erhalten, besteht noch Hoffnung. Noch besser wäre es allerdings, Anleger mit einer langfristigen Strategie von den Wachstumsmöglichkeiten der Aktie zu überzeugen. Hier ist die Marketing-Abteilung des Unternehmens gefragt – denn viele der Probleme die das Unternehmen nun hat treffen ebenso andere Firmen. Sollten sich hingegen die negativen Nachrichten mehren und sich die Ausschüttung erspielter Gewinne als schleppend herausstellen, könnte es mit bwin.party bald zu Ende sein. Ein Engagement in diese Aktie will daher gut überlegt sein.

1 2 3 4 5
BWIN Aktien auf niedrigem Niveau
5.00 (100%) 2 votes
Danke für lhre Wertung!
Von Denise | 24. September 2018 | Kategorien: Nachrichten, Wirtschaft | Labels: , , , |

Über den Autor: Denise

Denise
Mein Name ist Denise Müller und ich bin die Chefredakteurin hier auf Casinobonus360.de. Bevor ich zum Team hier gestoßen bin, habe ich 8 Jahre lang als Autorin für verschiedene Online Casinos gearbeitet und mir dort ein umfassendes Wissen in diesem Bereich angeeignet, das ich jetzt in der Redaktion einbringen kann. - Sie können mich auch unter Twitter, Facebook erreichen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar