Spielautomaten-BetrügerVerschiedene Medien meldeten, dass Fahnder in ganz Deutschland am heutigen Mittwochmorgen, 28. Januar 2015, aktiv wurden, um ein Netz dreister Spielautomaten-Betrüger aufzudecken und ihm das Handwerk zu legen. Zur gleichen Zeit wurden 125 Spielhallen und Wohnungen in verschiedenen nordrhein-westfälischen Städten wie Gelsenkirchen, Dortmund, Wuppertal, Bonn, Duisburg, Krefeld und in anderen Städten durch die Polizei gestürmt. Dabei sollen teils schwer bewaffnete Spezialkommandos zum Einsatz gekommen sein.

Auch wurden Durchsuchungen in weiteren fünf Bundesländern durchgeführt und Haftbefehle aufgrund einer professionellen Software-Manipulation von Geldspielautomaten vollstreckt. Dabei handelt es sich um die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und das Saarland. Entsprechend der Einsatzleitung der Polizei konnten umfangreiche Beweismittel beschlagnahmt werden. Den Tätern wird zur Last gelegt, dass sie „Einfluss auf die Gewinnausschüttung“ nehmen wollten. Dies gab die Abteilung für organisierte Kriminalität der Staatsanwaltschaft Essen am heutigen Tag bekannt.

Banden- und gewerbsmäßiger Computerbetrug

Dem heutigen Einsatz waren viele Monate andauernde Ermittlungen vorausgegangen wie die Staatsanwaltschaft Essen und die Kriminalpolizei von Gelsenkirchen mitteilten. Dabei habe sich der Vorwurf des banden- und gewerbsmäßigen Computerbetrugs erhärtet. Mit anderen Worten: Die Gelspielautomaten wurden so manipuliert, dass ein Gewinn kaum noch erzielt werden konnte. Wie die Angreifer bei der Manipulation der Software konkret vorgingen, ist bisher noch nicht bekannt. Darüber soll eine für morgen angesetzte Pressekonferenz Aufschluss geben, wie ein Polizeisprecher der Gelsenkirchener Polizei mitteilte.

Ebenso sei die Summe des Schadens noch nicht bekannt. Laut des Polizeisprechers Torsten Sziesze werde diese aktuell ermittelt. Allerdings ist davon auszugehen, dass der Schaden bei vielen Millionen Euro liegt, zumal wohl auch in größerem Maße Steuern hinterzogen wurden. Warten wir also die Pressekonferenz am morgigen Donnerstag, 29. Januar 2015, ab, um mehr über diesen spektakulären Fall dieser bundesweit tätigen Spielhallen-Mafia zu erfahren. Wir halten Sie auf dem Laufenden.