Eine Spielhalle am Langenfelder Damm in Hamburg wurde zum Schauplatz eines brutalen Verbrechens. Eine 56-jährige Angestellte wurde von zwei Tätern mit einer Waffe bedroht und ins Gesicht geschlagen. Ein Beteiligter an der Tat der die Spielhalle ausgekundschaftet haben soll, steht aktuell vor Gericht. Die beiden Täter die der Spielhallen-Mitarbeiterin eine traumatische Erfahrung beschert haben, sind weiterhin auf der Flucht.

Raub Casino ÜberfallGeplanter Raubüberfall mit überschaubarer Beute

Gegen 1:40 Uhr drangen zwei maskierte Männer in die Spielhalle am Langenfelder Damm ein und bedrohten die einzige anwesende Mitarbeiterin mit einer Waffe. Trotzdem weigerte sich die 56-jährige Dame, den Tätern Zugang zum Tresor zu gewähren. Doch die beiden brutalen Männer ließen sich dadurch nicht abhalten. Einer der Täter schlug der Frau ins Gesicht. Bei einem anschließenden Fluchtversuch wurde die Dame von einem der Täter zu Boden gerissen. Als die Waffe schließlich direkt auf den Kopf der Spielhallen-Angestellten gerichtet wurde, gab diese ihren Widerstand auf. Im Tresor befanden sich zum Tatzeitpunkt 5.047 Euro. Mit dieser Summe konnten die beiden Täter unbehelligt die Spielhalle verlassen.

Durch die Ermittlungen der Polizei konnte ein 21-jähriger Mann festgenommen werden, der als Beteiligter beschuldigt wird. Die Person soll im Vorfeld der Tat ausgekundschaftet haben, wann die Spielhalle nur von einer einzigen Mitarbeiterin beaufsichtigt wird. Diesen Zeitpunkt sollen die beiden Täter gezielt genutzt haben, um das Geld aus dem Tresor zu erbeuten. Wahrscheinlich hatten sich die beiden Täter aber eine etwas leichtere Aktion vorgestellt. Den Widerstand der Mitarbeiterin der Spielhalle hatten die beiden brutalen Herren sicher nicht einkalkuliert. Der 21-Jährige ist wegen schweren Raubs angeklagt und muss sich in einem Gerichtsverfahren vor dem Landgericht verantworten.

Suche nach den beiden Haupttätern nicht aufgegeben

Auch wenn die Fahndung nach den beiden Haupttätern bislang erfolglos geblieben ist, hat die Polizei noch nicht aufgegeben. Da dem Angeklagten im aktuellen Verfahren eine hohe Strafe droht, gibt es zumindest die Hoffnung, dass der mutmaßliche Mittäter auspackt und seine Mitstreiter an die Justiz verrät. Da die beiden Haupttäter nach der aktuellen Einschätzung der Tatumstände die deutlich größere Schuld auf sich geladen haben, könnte der Angeklagte vermutlich für sich einiges erreichen durch eine umfassende Aussage und ein lückenloses Geständnis. Allerdings hat sich in der Vergangenheit bei ähnlichen Verfahren schon gezeigt, dass es keine Garantie dafür gibt, dass der Angeklagte seine Mittäter ausliefert.

Hoher Preis für vergleichsweise kleine Beute

Für drei Täter ist eine Beute von 5.047 Euro ein Kleckerbetrag. Wenn der Betrag geteilt werden muss, bleibt am Ende nicht viel übrig. Aber auch für einen einzelnen Täter wäre die Summe im Verhältnis zum Risiko und zur möglichen Strafe lächerlich klein. Vergleicht man die aktuelle Beute allerdings mit anderen Spielhallen-Überfällen der letzten Zeit, wird deutlich, dass der Betrag eher im oberen Bereich liegt. Für einen rational denkenden Menschen ist es schwer nachvollziehbar, warum irgendjemand ein derart hohes Risiko eingeht, wenn das Ergebnis am Ende dann so unbefriedigend ist. Noch schlimmer: Wenn die mutige Spielhallen-Angestellte sich weiter gewehrt hätte oder ein Unglücksfall passiert wäre, müssten sich die Täter vielleicht sogar für einen schweren Raub mit Todesfolge verantworten. Und das alles für ein paar Euro, mit denen auch ein bescheidener Krimineller nicht lange auskommt?

Online Casinos laufen Spielhallen den Rang ab

Spielhallen haben seit jeher nicht den besten Ruf. Die vielen Überfälle, die in der letzten Zeit in Deutschland zu verzeichnen sind, tragen weiter dazu bei, dass Glücksspiel-Fans lieber auf dem sicheren Sofa bleiben und im Internet spielen. Da es mittlerweile auch problemlos möglich ist, viele Top Online Casinos direkt auf dem Smartphone zu besuchen, haben Spielhallen-Betreiber kaum noch gute Argumente auf ihrer Seite. Abgesehen von den Überfällen gibt es noch viele andere Gründe, die im direkten Vergleich für die Online Casinos sprechen. Beispielsweise ist die Auswahl bei Online-Glücksspielen in der Regel wesentlich umfangreicher. Zudem gibt es auch die Möglichkeit, mit Spielgeld zu starten. In einer landbasierten Spielhalle geht es immer um echtes Geld. Nicht zuletzt sollten Spielautomaten-Fans wissen, dass die Auszahlungsquoten bei den Slots im Internet wesentlich höher sind als bei den klassischen Automaten in Spielhallen.