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Bettertainment: Online-Glücksspielmarkt-Regulierung bringt Bares

BettertainmentKenn Sie den Begriff „Bettertainment“? Ja? Gratuliere! Nein? Kein Problem: dahinter versteckt sich nichts anderes als das Online-Gambling mit Sportwetten, Poker, Casino und Lotterien. Unter diesem Titel wurde vor wenigen Tagen eine deutsche Studie veröffentlicht die es zum Ziel hat, die wirtschaftlichen und fiskalischen Auswirkungen des Glücksspielmarktes entlang der Wertschöpfungskette zu analysieren.

Hauptstoßrichtung der Studie ist dabei die Liberalisierung und Regulierung des deutschen online-Glücksspielmarktes. Auftraggeber der Studie „Bettertainment: Wirtschaftliche Bedeutung und Potenziale im Einklang mit Verbraucher-, Daten- und Jugendschutz“ war der deutsche Bundesverband für Telekommunikation und Medien (BVTM), nach eigenen Angaben eine „zentrale Schnitt­stelle und unverzicht­barer Experte der an der Wert­schöpfungs­kette Tele­kommuni­ka­tion, Medien und Energie bete­iligten Unter­nehmen“.

Deutscher Glücksspielmarkt 2014: 43 Mrd Euro schwer

Nach Angaben der Studienautoren vom Wissenschaftlichen Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) hat der deutsche Glücksspielmarkt im Jahr 2014 einen Gesamtumsatz von 43 Mrd. Euro erreicht. Eine detaillierte Analyse hat dabei gezeigt, dass bereits 53% davon über das unregulierte Online-Glücksspiel eingespielt wird.

Festgestellt wurde zudem, dass die Umsätze im staatlich regulierten Glücksspielmarkt seit einigen Jahren zurückgehen oder stagnieren, während dieser im unregulierten Bereich stark zunimmt.

Hauptbotschaft an die Finanzminister: reguliere und kassiere

Die Studienautoren kommen zur Erkenntnis, dass die aktuelle Situation zu einem Rückgang von 24% an Steuereinnahmen geführt hat (rund 1 Mrd. Euro). Kleines Detail am Rande: die im Jahr 2012 eingeführte Sportwettsteuer betragen heute bereits 7% der gesamten fiskalischen Einnahmen.

Der BVTM macht der Politik daher den liberalisierten und regulierten Glücksspielmarkt mit mehr Steuereinnahmen schmackhaft. Ein entsprechendes Szenario hat ergeben, dass durch die Regulierung im Zeitraum 2016-2020 der Glücksspielmarkt den Umsatz um 33  Mrd. Euro (gemessen an Spieleinsätze) bzw. 16 Mrd. Euro (gemessen an Bruttospielerträgen) erhöhen würde und dadurch dem deutschen Fiskus zusätzliche Steuereinnahmen in der Höhe von kumuliert 8 Mrd. Euro winken. Man müsste auch nur nach Italien schauen, wo die Regulierung des online Glückspielmarktes Milliarden in die Kassen des Staates spült, die zuvor ins Ausland gingen. Dazu kommt durch die Einschaltung eines zentralen Servers, der vom Ministerium verwaltet wird, ein erhöhter Spielerschutz und Kontrolle der Auszahlungsraten. Man bedenke, dass ein Spieler in Italien bei der Anmeldung in einem online Casino seine Steuernummer (Codice Fiscale) angeben muss.

Profiteur: gesamte Wertschöpfungskette

Aber nicht nur die Glücksspielindustrie selbst würde vom regulierten Markt stark profitieren, sondern auch die gesamte Wertschöpfungskette: vom ITK-Unternehmen über  den Software-Entwickler bis hin zur Werbung werden Mehreinnahmen über den gesamten Glücksspielmarkt von insgesamt 4,4 Mrd. Euro prognostiziert. Für die Werbebranche und die Medien ein gefundenes Fressen. Angenommen werden dabei nach internationalen Erfahrungen Werbeausgaben von 10% der Bruttospielbeträge.

Deutsche Telekom als Zugpferd der Argumentation

Wenn nichts mehr geht, dann heißt es die Ärmel hochkrempeln, Konkurrenzdenken für einen kurzen Moment ausschalten und gemeinsam stark am Markt auftreten. Und das nicht nur als Branche sondern gleich als Wertschöpfungskette. Die Masse macht es eben aus. Und da muss die Deutsche Telekom AG herhalten. Immerhin soll durch den regulierten online-Glücksspielmarkt auch für die Deutsche Telekom AG im Rahmen einer Vorwärtsintegration des Glücksspiels ein mehr an Einnahmen erzielt werden können. Seit dem Frühjahr 2015 hält die Deutsche Telekom einem Anteil von rund 64% der Deutschen Sportwetten GmbH – ein Ableger der Österreichischen Sportwetten GmbH – und bietet Online-Sportwetten unter der Marke „tipp3.de“ an.

CASAG als lachender Dritter?

Was uns wieder nach Österreich bringt. Insider wissen, dass hinter der Österreichischen Sportwetten GmbH die „Glücks-GmbH“ der Casinos Austria AG (CASAG) und der Österreichischen Lotterien stehen (beide halten jeweils 50%). Beide sind nicht für deren Einsatz für einen liberalisierten online-Glücksspielmarkt bekannt. Aber das könnte sich ohnehin ändern, wenn die Übernahmebestrebungen durch des niederösterreichischen Glücksspielkonzerns NOVOMATIC aufgehen (möchten zumindest 41 % der CASAG-Aktien kaufen; Bestätigung durch die Wettbewerbsbehörden stehen noch aus). Wiederum nicht uninteressant für den deutschen Finanzminister, hält doch die Deutsche Bundesrepublik noch 14,3 % der Aktien an der Deutschen Telekom.

Nähere Info zur Studie des WIK im Auftrag des BVTM finden Sie hier.

 

Photo: (c) Pixabay.com 

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Über den Autor:

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