betonkloetze-gegen-illegales-gluecksspielSo kann man natürlich auch gegen illegales Glücksspiel vorgehen. In Oberösterreich haben die Behörden jetzt zu einem ganz speziellen Mittel gegriffen, um einen sehr uneinsichtigen Gastronomen in die Schranken zu weisen. Denn der Übeltäter betrieb in einem Lokalteil illegal aufgestellte Spielautomaten. Obwohl dieser besagte Lokalteil von den Behörden sogar schon mehrfach versiegelt wurde, der Gastronom das aber scheinbar nicht hinnehmen wollte, gab es nun eine Bestrafung, die schon sehr kreativ ist.

Mit Betonklotz wurde das Lokal blockiert

Es mutet wirklich sehr kreativ an, was die zuständige Bezirkshauptmannschaft in Oberösterreich nun unternommen hat, um gegen das illegale Glücksspiel vorzugehen. Dort ist nun ein Lokal mit einem großen Betonklotz blockiert worden, weil der Betreiber des Lokals auch illegales Glücksspiel betrieb. Diese Tatsache an sich wäre wohl noch nicht ausschlaggebend für die „Betonklotzmaßnahme“ gewesen. Nein, zu dieser Maßnahme griff die Behörde erst, als der Betreiber des Lokals immer wieder den versiegelten Lokalteil öffnete, indem er die illegalen Spielautomaten aufgestellt hatte. Da sich der Gastronom so uneinsichtig zeigte, das Siegel mehrmals brach und weiterhin illegales Glücksspiel anbot, hat das zuständige Bezirksamt nun den Betonklotz vor dem Lokal „geparkt“ und damit den Eingang zum eigentlich versiegelten Lokalteil versperrt.

Landesrat mit Maßnahme zufrieden

Elmar Podgorschek, der zuständige Landrat, hat die Maßnahme der Behörden begrüßt und heißt sie auch für gut. Denn gleich, nachdem er aus den „Oberösterreichischen Nachrichten“ von dem Fall erfuhr, äußerte er sich sehr positiv gegenüber der Maßnahme der Behörde gegen Spielsucht und Steuerhinterziehung. Schließlich müssen solche Leute auch endlich mal Konsequenzen erfahren, wenn sie die Behörden die ganze Zeit über so dermaßen auf den Arm nehmen. Zudem erklärte Podgorschek, dass er nun darauf hofft, dass diese Maßnahme der Behörde auch eine Mahnung für alle anderen Betreiber von illegalen Glücksspielautomaten ist. Schließlich könnte die „Betonklotzmaßnahme“ auch auf andere Betreiber abschreckend und eindrucksvoll wirken, auch wenn das sicherlich in einigen Fällen bezweifelt werden darf. Die Aussicht auf ein nettes Zusatzeinkommen durch illegale Spielautomaten ist schließlich für viele Betreiber dieser Geräte einfach zu verlockend.

Wird sich Novomatic auch noch damit beschäftigen?

Novomatic hat sicherlich auch schon von diesem Fall gehört und wird nun bestimmt prüfen, ob es sich lohnt, eine Zivilklage gegen den Betreiber einzureichen. Schließlich ist das Automatenunternehmen in Österreich bekannt dafür, viele illegale Spielautomatenbetreiber vor Gericht zu zerren, um das illegale Glücksspiel zu beenden und eventuell noch hohe Sanktionen gegen diese Betreiber rauszuholen. Denn leider ist es wahr, dass dies scheinbar die einzige Maßnahme ist, die bei den meisten illegalen Automatenbetreibern wirklich auf Entgegenkommen stößt. Die angedrohten Strafzahlungen sind nämlich nicht zu unterschätzen.