Bet-at-home steigert Zahl der Kunden auf Kosten des Gewinns

bet-at-homeDer Buchmacher und Betreiber von Online Casinos bet-at-home ist eines der wenigen Unternehmen, dass sich mit einer Schleswig-Holstein-Lizenz schmücken darf und somit auch nach deutschem Recht hierzulande aktiv im Internet seine Leistungen im Glücksspielsegment, zumindest in Schleswig-Holstein, offiziell anbieten kann. Die Firma, die in Österreich gegründet, aber seinen Sitz mittlerweile in Deutschland hat, nutze 2012 das kurze Zeitfenster als das nördlichste Bundesland eigene Wege bei der Regulierung des Onlinegamblings ging. In den Jahren, seit der Gründung 1999 ist einiges bei bet-at-home passiert. So wurden über zahlreiche Tochtergesellschaften ebenfalls Lizenzen in Malta und Österreich erworben, sowie die Geschäfte nach Osteuropa weiter ausgebaut. Dies soll natürlich noch nicht das Ende des Wachstums bedeuten und so verstärkte der Buchmacher im ersten Halbjahr 2016 seine Aktivitäten im Marketing, um die Anzahl der eigenen Kunden deutlich zu erhöhen. Dies ging allerdings wie erwartet auf Kosten des Gewinns.

Anzahl der Kunden wurde deutlich erhöht

Für bet-at-home war das 1. Halbjahr 2016 ein erfolgreiches, auch wenn der Gewinn deutlich schrumpfte. Ein Rückgang des Ertrags muss nicht immer zwangsläufig mit einem schlechten Wirtschaften einhergehen, denn auf der anderen Seite können Sonderereignisse oder vermehrte Investitionen, die das Unternehmen fit für Zukunft machen sollen, entscheidenden Einfluss auf die Bilanz haben. Beim Betreiber des Online Casinos bet-at-home, der seine Anfänge als reiner Sportwettenanbieter hatte, wurde in den ersten 6 Monaten 65,4 Millionen Euro umgesetzt. Dies ist eine deutliche Steigerung um ganze 15,2 Prozent gegenüber dem selben Zeitraum im Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2015 lag der Umsatz noch bei 56,7 Millionen Euro. Ebenfalls positiv sind die Zahlen bezüglich der Kunden, die gern in den virtuellen Hallen von bet-at-home den Slot Automaten Spielen frönen oder ihre Wetten dort platzieren. Gegenüber dem vorigen Jahr konnten 400.000 neue Gambler angelockt werden und die Gesamtanzahl auf etwas über 4,5 Millionen erhöht werden. Der Ausbau des eigenen Kundenstamms wurde allerdings teuer bezahlt, denn gleichzeitig sank der Gewinn gegenüber 2015 im ersten Halbjahr um 7 Millionen Euro und beläuft sich damit nur noch auf 9,6 Millionen Euro. Letztes Jahr waren es zum Vergleich noch 16,6 Millionen Euro Gewinn. 

Verstärktes Marketing drückt den Gewinn

Verantwortlich für den herben Rückgang beim Ertrag war das verstärkte Marketing von bet-at-home. Hier wurde das vorhanden Budget für das erste Halbjahr 2016 gleich um 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Kosten zur Steigerung des Bekanntheitsgrads und die vermehrten Aktivitäten in Sachen Werbung zur Fußballeuropameisterschaft in Frankreich in diesem Jahr, kosteten bet-at-home 26,6 Millionen Euro. In den ersten 6 Monaten des vergangenen Jahres waren es gerade einmal 15,2 Millionen Euro, die das Unternehmen in diesem Bereich investierte. Über das zusätzlich ausgegebene Geld durften sich unter anderem einige Fußballvereine freuen, denen es in die eigenen Taschen wanderte. So ist bet-at-home mittlerweile Hauptsponsor bei Hertha BSC und Partner des FC Schalke 04. Auch in Österreich gab es für den FK Austria Wien und den SV Ried einen warmen Geldregen aus den Kassen des Betreibers des gleichnamigen Online Casinos in Deutschland. Trotz des erwarteten Schrumpfens beim Ertrag zeigte sich die Geschäftsführung von bet-at-home sehr zufrieden und erwartet durch die erhöhten Werbemaßnahmen positive Effekte für die Zukunft.

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Bet-at-home steigert Zahl der Kunden auf Kosten des Gewinns
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Danke für lhre Wertung!
Von Gerda Hartig | 3. August 2016 | Kategorien: Nachrichten, Wirtschaft | Labels: , , , |

Über den Autor: Gerda Hartig

Gerda Hartig
Nein, Frauen spielen in Online Casinos nicht nur Rubbellose oder Bingo. Und auch ansonsten bin ich alles andere als politisch korrekt. Ich sage was Sache ist in den Online Casinos, bei den Herstellern der Casinospiele und bei der Politik, welche den Spielerschutz vorschiebt, um doppelt abkassieren zu können.

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