Berlin – Razzia in Spielhallen deckt immense Verstöße auf!

Razzia in SpielhallenSo hatten sich die Betreiber und Angestellte von zahlreichen Wettbüros, Gaststätten und Spielotheken in Berlin ihren Arbeitstag wohl nicht vorgestellt, denn in den frühen Morgenstunden gaben sich nicht nur zahlreiche Gambler in den Etablissements die Klinke in die Hand und fütterten kräftig die Spielautomaten, sondern auch die Polizei der Hauptstadt rückte in einer großangelegten Razzia an. In insgesamt 28 Gaststätten mit Geldspielautomaten, 11 Wettbüros, und 8 Spielhallen ritten die Beamten, zusammen mit den Kollegen der Steuerfahndung, der Senatsverwaltung für Wirtschaft, der Vergnügungssteuerstelle und dem Ordnungsamt Neukölln ein und stellten dabei alles auf den Kopf. Dabei wurden Unterlagen sowie Spielautomaten überprüft und ebenfalls untersucht ob etwaige Verstöße gegen Spieler- und Jugendschutz vorliegen. In den meisten Spielotheken großer Betreiber in der Bundesrepublik, wie Gauselmann oder Löwen Play, gibt es trotz der zahlreichen Kontrollen nur selten Beanstandungen, doch was die Beamten der Berliner Polizei im Stadtteil Neukölln vorfanden spottet jeder Beschreibung und zeigt das hier die Großrazzia im Problemviertel definitiv angebracht war.

Insgesamt 30 Straftaten und 41 Ordnungswidrigkeiten

Wenn die Bundeshauptstadt gern von weltoffenen Flair spricht und damit in aller Welt für sich Werbung macht, wird Berlin-Neukölln gern ein wenig abseits gestellt, damit ja nicht zu viel Licht auf das Problemviertel geworfen wird. Mit einem Ausländeranteil von über 20 Prozent, über 40 Prozent an Menschen mit Migrationshintergrund und mit einer Arbeitslosenquote von über 17 Prozent, der höchsten in der Bundeshauptstadt, ist dieses Viertel immer wieder ein Brennpunkt und nicht erst seit den ermahnenden Worten vom ehemaligen Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky steht Neukölln als Beispiel des gescheiterten Traums von Multikulti. Gerade diese Kombination aus sozialer Schieflage und Parallelkultur fördert geradezu das Erstarken krimineller Strukturen. Aus diesem Grunde förderte auch die nun erfolgte Großrazzia erschreckende Ergebnisse. In den knapp 50 untersuchten Wett- und Spielstätten wurden insgesamt 30 Straftaten aufgedeckt, wovon 27 das illegale Glücksspiel betrafen und 41 Ordnungswidrigkeiten ausgesprochen. Einer der untersuchten Spielotheken musste sogar sofort ihren Geschäftsbetrieb einstellen, denn der Betreiber hatte für das Bereitstellen und Anbieten von Spielautomaten überhaupt keine Erlaubnis. Noch schlimmer als bei den Spielhallen sah es bei denn Wettbüros aus, hier hatte so gar nicht eine einzige der 11 Annahmestelle für Sportwetten eine Erlaubnis und zudem fanden die Ermittler auch noch in 4 Wettbüros illegale Slot Automaten.

Der Stadtteil Neukölln in Berlin kommt seit Jahren nicht aus den Negativschlagzeilen heraus und steht immer wieder als Beispiel für gescheiterte Integrationspolitik in Deutschland im Mittelpunkt.

Bei der Razzia in Spielhallen wurden Slot Automaten beschlagnahmt

Für zahlreiche Betreiber der Gasstätten mit Geldspielautomaten, Wettbüros und Spielotheken dürfte die Großrazzia ein saftiges Nachspiel haben, denn gegen die meisten der insgesamt 77 Personen, die kontrolliert wurden, wird inzwischen ermittelt. Auch auf der finanziellen Seite dürften einige Löcher in der Vorweihnachtszeit in den Geldbeutel durch die Beamten gerissen worden sein, denn neben den angezeigten Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, wurden auch 16 Spielautomaten samt Inhalt beschlagnahmt. An der großangelegten Aktion der Berliner Polizei waren rund 50 Polizisten zahlreicher Dienstellen und 16 Beamte der städtischen Behörden beteiligt. Nach dieser geballten Aktion dauerte es natürlich auch nicht lange bis sich jemand aus der Automatenwirtschaft aus der Deckung trautet und das Geschehene kommentierte. Doch wer jetzt glaubt, dass hier so etwas wie der Wille zu Besserung in dem vom Hendrik Meyer, dem Justiziar des Verbands der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland, abgegebenen Statement zu erkennen gewesen wäre, der befindet sich auf dem Holzweg, denn er kritisierte eher die Berichterstattung und beklagte zudem die höhere Kontrolldichte von Spielotheken im Vergleich zu den Gaststätten mit Spielautomaten. Sicherlich kann über die Aussagen von Herrn Meyer gestritten werden, denn tatsächlich sind in vielen Regionen Deutschlands die Spielhallen alle sauber, doch allein diese Razzia hat gezeigt, dass zumindest in einige Stadtteilen von Berlin vermehrte Kontrollen angebracht zu sein scheinen.

Immer wieder komm es in Spielotheken zu Manipulationen der Software bei den Automatenspielen oder sie werden regelmäßig Opfer von Raubüberfällen. Deshalb gehen immer mehr Gambler ins Internet und betreiben hier ihr Hobby in den seriösen Online Casinos in Deutschland ganz ohne derlei Sorgen.

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Von Engelbert Breitner | 1. Dezember 2016 | Kategorien: Nachrichten, Vermischtes | Labels: , , , , |

Über den Autor: Engelbert Breitner

Engelbert Breitner
Das Online Glücksspiel ist für mich die beste Erfindung seit Pac Man. So bin ich froh darüber, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Meine bevorzugten Casinospiele sind Roulette, Black Jack und natürlich Spielautomaten. Meine Casino Erfahrungen möchte ich hier mit vielen gleichgesinnten Usern teilen.

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