Schon lange wurde niemand Bedeutendes mehr auf die Bretter der altehrwürdigen Grugahalle in Essen geschickt. Zuletzt war es im Jahr 2000. Damals verteidigte „Der Tiger“ Dariusz Michalczewski seinen WBO WM-Titel zum 18ten Mal erfolgreich und zwang seinen Gegner Ka-Dy King nach sieben Runden zum Aufgeben. Das soll sich am 14 September in der „KING OF THE RING“ Box-Veranstaltungsreihe ändern. Der amtierende WBF Eurasia Champion und gebürtige Essener Schwergewichtler Patrick Korte tritt in dem Hauptkampf auf den Kroaten Marino Goles, dem amtierenden World Boxing Foundation Cruiserweight Champion. Noch wagen Wett-Anbieter wie betsson keine genauen Prognosen, aber dies wird sich sicherlich bald ändern.

Der Boxer ist ein Essener Eigengewächs

Patrick Korte SportwettenDer 1,90 Meter große 35-jährige Patrick Korte ist ein echtes Essener Eigengewächs. Geboren und aufgewachsen in Essen Borbeck kam der Enkel von Sowjetzonenflüchtlingen über Umwege zum Boxen. Erst durch einen Kampf von Mike Tyson, der ihn inspirierte, begann er 1999 mit dem Boxen in einem Fitnessstudio und schloss sich anschließend dem Essener Boxclub BC Vogelheim an, mit dem er im Jahr 2001 nach nur drei Kämpfen Bezirksmeister im Halbschwergewicht wurde. Das war es dann aber vorläufig. Erst nach einer längeren Pause zwischen 2003 und 2013 packte ihn die Faszination des Boxens erneut. 2014, also ein Jahr später, wechselte er ins Profilager und bestritt 2015 seinen ersten Profi-Wettkampf. Zu behaupten, dass dann alles ganz schnell ging und reibungslos lief, wäre übertrieben. Aber der Essener Junge machte langsam und stetig seinen Weg, wenn auch mit Rückschlägen. Zwischen 2015 und 2018 boxte sich der Hüne, der halbtags noch einen Job nachgeht, kontinuierlich nach oben und gewann seine elf Kämpfe. 2017 erhielt er die Möglichkeit um den vakanten Titel der German Boxing Association (GBA) im Schwergewicht zu kämpfen. Diese Chance nutzte er für sich und schlug den Wipperführter Kämpfer Hasan Kurnaz deutlich. In der vierten Runde war Schluss für den 29-jährigen Schwergewichtler nachdem er schon in Runde Drei von Korte auf den Boden geschickt wurde. Ein großartiger Erfolg für den Essener Boxer. Leider, oder auch zum Glück, währte die Freude über den Titel nicht lange. Ein knappes halbes Jahr später musste der Modellathlet seine erste Niederlage einstecken. Sehr ambitioniert hatte es sich auf den Kampf im Essener Am Hallo vorbereitet. Doch sein Gegner, der weißrussische Meister Andrei Mazanik, der seinen letzten Profikampf gegen Weltmeister Manuel Charr verloren hatte, schickte Korte schon in der zweiten Runde auf den Boden der Tatsachen. Und dies war insoweit sogar ganz gut, weil dem Essener Boxer aufgezeigt wurde, was noch zu verbessern war und wo noch Schwachstellen in seiner Vorbereitung und in seinem Kampfstil lagen. Und diese Lehre zahlte sich dann auch aus. Denn seinen nächsten Kampf gegen Giorgi Kopadze, der aktuellen Nummer fünf aus Georgien, gewann er souverän. Den vorläufigen Höhepunkt seiner Karriere setzte der 35-Jährige wieder gegen einen Georgier, nämlich Ramazi Gogichashvili, den er in der dritten Runde durch technischen KO besiegte und sich damit den Gürtel und European Asia Titel der WBF holte. Sein vorerst letzter Kampf, bevor er im September in der Essener Grugahalle boxt, war außerdem eine sehr gute Vorbereitung auf dieses kommende Ereignis. Zum ersten Mal musste Korte über die volle Distanz von zehn Runden gehen und er siegte nach Punkten, nicht mit einem KO. 

Eine Tradition setzt sich fort

Mit der Boxnacht in der Essener Grugahalle wird eine alte Tradition wiederbelebt bzw. nach langer Pause weitergeführt. Die altehrwürdige Halle am Essener Grugapark, die 1958 eingeweiht wurde, war schon häufig Austragungsort spektakulärer Boxkämpfe. Patrick Korte reiht sich nun in die illustre Runde ein mit Karl Mildenberger, Klaus Klein, Karl-Heinz Klein, Jürgen Blin, Ralf Rocchigiani, Juan Carlos Gomez, Regina Halmich, Dariusz Michalczewski, Johnny Nelson, Rüdiger May und keinem Geringeren als Muhammad Ali, der am 9 Juni 1971 die Halle beben ließ. Sein damaliger Gegner hieß Jimmy Ellis, der gegen den Gott des Boxsports chancenlos war. Der Kampf wird demnach zum Heimspiel für den sympathischen Schwergewichtler, der noch hoch hinaus will. Eine Schulteroperation ist gut überstanden und das Training läuft zurzeit optimal.

Alle Zeichen stehen auf Sieg

Für Sportwetter haben Boxkämpfe immer einen besonderen Reiz. Was auf dem Papier oftmals nach einer klaren Geschichte aussieht, hat sich schon häufig im Boxring ganz anders dargestellt und alle Prognosen alt aussehen lassen. Ein Lucky-Punch hat schon manchen Wetter entweder reich oder arm gemacht. Dabei bieten seriöse Online Wettanbieter wie z.B. Mr. Green heute höchsten Komfort und Sicherheit beim Wetten. Man muss in keine schmuddelige Wett-Bude mehr gehen um seinem Hobby zu frönen. Ganz bequem vom PC, Tablet oder Smartphone aus, lassen sich die Wetten punktgenau platzieren. Und nicht nur wer lieber live bei einem solchen Event dabei ist, hat noch kurz vor Beginn des Kampfes die Chance seine Wette abzugeben.