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Auch der OGH entscheidet gegen Novomatic

OGH entscheidet gegen NovomaticEine wirkliche Überraschung war das nun ergangenen Urteil des Obersten Gerichtshof in Österreich gegen den Glücksspielkonzern Novomatic wahrlich nicht, denn kaum jemand konnte sich vorstellen, dass die höchsten Richter des Landes zu einer anderen Entscheidung kommen würden, als die vorangegangene Instanz. Mit der jetzt gefällten Entscheidung, dem Untersagen der Übernahme der CASAG durch Novomaticwegen wettbewerbsrechtlichen Bedenken, wird das Verbot nun endgültig rechtskräftig. Insgesamt 40 Prozent wollte der Glücksspielkonzern an der Casinos Austria AG übernehmen und zusammen mit den 11 Prozent der tschechischen Sazka Group, die diese zum damaligen Zeitpunkt inne hatte, die Kontrolle über den teilstaatlichen Konzern übernehmen. Diesen Plänen ist nun ein für alle mal ein Riegel vorgeschoben worden und Novomatic kann nun nur noch bis maximal 25 Prozent einsteigen, ohne mit den Wettbewerbshütern in Konflikt zu geraten. Das Urteil gegen Novomatic begründeten die Richter mit der marktbeherrschenden Stellung in mehreren Bereichen, die der Konzern nach der Übernahme der CASAG erlangt hätte. Zwischen 68 bis 100 Prozent wären es in manchen Sektoren gewesen, befanden schon beim ersten Urteil die Sachverständigen.

Das OGH sah im vorangegangenen Urteil des Kartellgerichts auch keinerlei Verfahrensfehler. Das Erstgericht berief sich bei seiner damaligen Urteilsbegründung auf ein Gutachten, dass besagte, dass trotz der rechtlichen Beschränkungen der Glücksspielbranche in Österreich durch das Glücksspielgesetz, ein Wettbewerb möglich sei und deshalb auch wettbewerbsrechtliche Probleme, wie Monopolbildung, bei der Urteilsfindung mit einfließen müssen.

Novomatic und Sazka Group haben schon längst Plan B umgesetzt

Kaum jemand in der Branche und erst recht nicht bei Novomatic und der Sazka Group, die zusammen unter der Federführung des österreichischen Konzerns die CASAG übernehmen wollten, hatten damit gerechnet, dass der OGH zu einer anderen Entscheidung kommen würde, als das Kartellgericht. Deshalb wurde schon seit Wochen Plan B umgesetzt. Anstelle der Übernahme mit dem großen Partner Novomatic und dem kleinen Helfer Sazka Group, kommt es nun andersherum und die Österreicher überlassen den Tschechen den dicken Batzen an den Casinos Austria. In den letzten Wochen ging der Ausbau der eigenen Anteile durch die Österreicher und den Tschechen zügig voran, völlig unabhängig vom bis vor kurzem noch ausstehende Urteil des OGH. Erst verleibte sich Novomatic Mitte Dezember die 17,2 Prozent von der MTB Privatstiftung an der CASAG ein, dann folgte die Sazka Group mit dem Aufkauf der Anteile von Leipnik Lundenburger (LLI) und dem Versicherer Uniqa. Damit halten die Tschechen nun rund 34 Prozent am zweiten, großen Schwergewicht in der österreichischen Glücksspielbranche. Beide Unternehmen zusammen, Novomatic und Sazka Group, haben damit ihr Hauptziel, über 50 Prozent an der Casinos Austria AG in die Hände zu bekommen, somit erreicht, auch wenn der Vater Staat mit seinen rund 33 Prozent immer noch ein Wörtchen mitzureden hat.

Die potentiellen Erträge, die mit der CASAG und dem weiteren Ausbau des Konzerns möglich sind, machen es Novomatic nicht all zu schwer sich von und als Juniorpartner der tschechischen Sazka Group innerhalb der CASAG zu positionieren. All dies ist jedoch nicht ganz frei von Ironie, denn vor nicht all zu langer Zeit waren beide Parteien auf Grund der Übernahmeschlacht um die CASAG mit allen Mitteln aufeinander losgegangen.

Novomatic begrüßte den Verkauf an die Sazka Group

Obwohl die Pläne von Novomatic in der Vergangenheit vorsahen, in einem Joint Venture mit der Sazka Group in Zukunft die erste Geige bei der CASAG zu spielen, wurden die Anteilskäufe durch die Tschechen in den letzten Wochen positiv aufgenommen. Der Chef des österreichischen Glücksspielriesen Harald Neumann zeigte sich zwar immer noch enttäuscht über die Entscheidung des Kartellgerichts gegen das eigenen Unternehmen, doch zugleich betonte er auch, dass es positiv sei, dass die Anteile an der CASAG in die Hände eines Branchenkenners gefallen sind. Harald Neumann erwarte deshalb auch ein weiteres und vor allem stärkeres Wachstum bei den Casinos Austria. Nicht nur in der zukünftigen Ausrichtung im heimischen Markt und im Bereich der Casinos im Ausland dürfte die neue Eigentümerstruktur zu neuen Impulsen führen, auch bei den höchsten Position innerhalb der CASAG wird es auf absehbare Zeit zu personellen Veränderung kommen. Auf Grund der Anteilskäufe und den daraus resultierenden neuen Besitzern, wurden schon die Vertragsverlängerungen mit dem Generaldirektor Dr. Karl Stoss und dem Vorstandsdirektor im Unternehmen und Vorsitzenden des Aufsichtsrates von tipp3, Prof. KR Mag. Dietmar Hoscher, vorerst auf Eis gelegt. In den vergangenen Jahren waren neue Verträge mit Führungspersonal eher Formsache. Die Zeichen eines Ausscheidens langjähriger Führungspersonen innerhalb der CASAG mehren sich und bekanntlich ist Dr. Karl Stoss nicht gerade eine guter Freund von Novomatic und die hätten sicherlich, genau wie die Sazka Group, schon fähiges Personal in der Hinterhand für diesen Posten.

Neben dem Geschäft mit den stationären Casinos in Österreich und im Ausland und dem Bereich der Online Casinos wie Win2day, hat es Novomatic vor allem auf die Video Lottery Terminals der CASAG abgesehen. Bisher hat die Casinos Austria AG erst 700 dieser Automaten in Österreich im betrieb, obwohl die Konzession bis zu 5.000 dieser Automaten erlaubt. Hier wartet noch ein gigantischer Schatz darauf gehoben zu werden und auf diesen haben es sowohl Novomatic, als auch die Sazka Group abgesehen.

 

Auch der OGH entscheidet gegen Novomatic
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Von | 2017-04-09T07:43:34+00:00 14. Januar 2017|Kategorien: Casino News, Nachrichten, Novomatic, Wirtschaft|Tags: , , , , |

Über den Autor:

Das Online Glücksspiel ist für mich die beste Erfindung seit Pac Man. So bin ich froh darüber, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Meine bevorzugten Casinospiele sind Roulette, Black Jack und natürlich Spielautomaten. Meine Casino Erfahrungen möchte ich hier mit vielen gleichgesinnten Usern teilen.

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