Admiral kämpft aktuell in Oberösterreich gegen eine starke Glücksspiel-Mafia, die auf dreiste Weise die strengen österreichischen Regeln für den Betrieb von Spielautomaten aushebelt. Zusammen mit dem Gesetzgeber möchte Admiral bessere und fairere Bedingungen für Automatenspieler schaffen. Admiral ist ein bekannter Betreiber von Spielautomaten und Wettangeboten. Die Firma gehört zum renommierten österreichischen Novomatic-Konzern

380 Anzeigen gegen illegale Anbieter ­– kein nachhaltiger Erfolg

Admiral hat in der jüngeren Vergangenheit 380 Anzeigen gestellt, um illegale Spielautomaten aus dem Verkehr zu ziehen. Die Anzahl der Anzeigen deutet schon darauf hin, dass es schwierig ist, allein auf diesem Weg das Problem zu lösen. Zum Hintergrund: In Oberösterreich gibt es sehr strenge Regeln für das „kleine Spiel“. Unter anderem dürfen die Spieler maximal drei Stunden am Tag bei einem Automatenanbieter aktiv sein. Um das zu gewährleisten, findet eine umfassende Registrierung der Kunden statt.

Die illegalen Anbieter scheren sich nicht um die gesetzlichen Regeln und bieten die Automaten frei an. Das ist ein sehr lukratives Geschäft, denn ein ganz gewöhnlicher Automat bringt im Durchschnitt etwa 10.000 Euro Netto-Gewinn pro Monat ein. Admiral betreibt aktuell in Oberösterreich 363 Automaten. Dem stehen nach der letzten Zählung 355 illegale Automaten gegenüber. Auch an diesen Zahlen wird deutlich, dass es sich um ein massives Problem handelt, das ohne staatliche Hilfe kaum gelöst werden kann.

Keine realistische Chance für Admiral ohne Hilfe vom Staat

Aktuell ist die Situation in Oberösterreich so, dass die illegalen Automatenbetreiber offensichtlich nicht viel zu befürchten haben. Wenn ein Automat nach einer Anzeige abgeschaltet wird, dauert es oft nur einen Tag, bis der gleiche Automat unter einem anderen Firmennamen und einem anderen Geschäftsführer wieder in Betrieb ist. Um diesen Mechanismus auszuhebeln, ist für das nächste Jahr eine neue gesetzliche Regelung geplant.

Admiral unterstützt die gesetzliche Regelung, nicht zuletzt weil das Unternehmen einer von nur drei Lizenznehmern ist, die in Oberösterreich Automaten aufstellen dürfen. Trotz der strengen gesetzlichen Regeln ist das Automatengeschäft nach wie vor profitabel, sodass die illegalen Spielautomaten eine große Bedrohung sind. Viele Automatenspieler möchten die strengen Regeln unterlaufen und tendieren deswegen zu den illegalen Slots.

Spielerschutz und wirtschaftliche Ambitionen

In der Vergangenheit hatte Admiral schlechte Presse, weil diverse Spieler in die Öffentlichkeit gegangen sind, um sich über die Geschäftspraktiken des Glücksspiel-Anbieters zu beschweren. Die aktuelle Diskussion zeigt, dass Admiral die strenge Regulierung in Oberösterreich akzeptiert hat, aber völlig zu Recht darauf pocht, dass alle anderen Marktteilnehmer sich ebenfalls an die vorhandenen Regeln halten. Spielerschutz muss in der heutigen Zeit für jeden seriösen Glücksspiel-Anbieter ein wichtiges Thema sein.