Baden-Württembergische SpielbankenLaut einer Mitteilung der Baden-Württembergische Spielbanken GmbH & Co. KG konnten die drei Spielbanken in Baden-Württemberg in Baden-Baden, Stuttgart und Konstanz auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken und ihren Brutto-Spielertrag auf 68,9 Millionen Euro gegenüber eines Vorjahresertrages von 67,1 Millionen Euro steigern. Dies ist gerade wegen des schwierigen Umfeldes, das von der zunehmenden Konkurrenz durch Online-Spielcasinos geprägt ist, ein beachtliches Ergebnis. Während im Jahr 2013 die Umsatzsteigerung immerhin bei 0,9 Prozent lag, machte sie im vergangenen Jahr 2,7 Prozent aus.

Der Geschäftsführer der Spielbanken GmbH des südlichen Bundeslandes, Otto Wulferding führte aus, dass die positive Entwicklung der drei Spielbanken gegen den Trend der Branche in Deutschland verlaufen sei. Zu dem guten Ergebnis trugen vor allem die Automatenspiele bei, die ihre Umsätze an allen drei Standorten steigern konnten. Die klassischen Spiele hingegen konnten mit den Erträgen der Vorjahre nicht Schritt halten.

Die Spielbank Stuttgart öffnete im Jahr 1996 ihr Türen und akquirierte die Casinos in Konstanz und Baden-Baden im Jahre 2003. Die hundertprozentige Landesgesellschaft beschäftigt an allen drei Standorten 567 Mitarbeiter. Seit ihrer Gründung flossen rund eine Milliarde Euro an das Land Baden-Württemberg, wobei mindestens die Hälfte dieses Betrages für gemeinnützige Zwecke verwendet wurde. Auch die drei Kommunen, in denen sich die Spielbanken befinden, konnten sich über den Gemeindeanteil der Spielbankabgaben freuen.

Pessimismus trotz guter Zahlen

Trotz der guten Ergebnisse und einer Steigerung der Besucherzahlen um 2,32 Prozent in Baden-Baden blickte Wulferding eher pessimistisch in die Zukunft. Seiner Meinung nach sei die Branche nach wie vor durch einen starken Wettbewerbsdruck geprägt, der die Situation des staatlichen Glücksspiels nicht verbessern werde. Als Begründung führte er die ungleiche Marktsituation an, die zwischen staatlichen Unternehmen und den schwach regulierten gewerblichen bzw. illegalen Anbietern herrsche.

Unsicher ist auch, ob nach Ablauf der Konzession am 29. Dezember 2015, die Baden-Württembergische Spielbanken GmbH & Co. KG die vom Land Baden-Württemberg für die kommenden 15 Jahre europaweit ausgeschriebene Konzession erhält.