Nach 14 Jahren als Doppelnull-Agent verabschiedet sich Daniel Craig von seiner berühmtesten Rolle. Schon häufiger tauchten in den vergangenen Jahren Meldungen auf, dass er seines Amtes müde geworden war. Nach „Spectre“ hatte Daniel Craig bereits angekündigt, dass er „nur noch wenig Lust“ verspürt. Die anstrengenden Dreharbeiten kommentierte er sogar damit, sich eher die Pulsadern aufzuschneiden, als noch einmal im Dienste seiner Majestät die Welt zu retten. Mit „James Bond 007: Keine Zeit zu sterben“, der am 2. April kommenden Jahres in den deutschen Kinos anlaufen wird, verabschiedet er sich nun endgültig von seinen Fans und von seinem Auftraggeber. Mit dem 25. Bond-Film, in dem er zum 5. Mal die Titelfigur verkörpert, hat der britische Schauspieler seinen Vertrag erfüllt und eine Verlängerung kategorisch ausgeschlossen. In Zukunft will sich Craig seine Rollen „...in Ruhe aussuchen“. Dabei sei es ihm besonders wichtig mit sympathischen Menschen zu arbeiten. Auf die Frage, ob er auch Ambitionen hätte, hinter der Kamera zu stehen, winkt er lachend ab. „Die Arbeit als Regisseur ist mir viel zu aufwendig.“

Wie es mit dem Erbe des 6. Bond-Darstellers aussieht, ist aktuell noch unklar. Bereits seit geraumer Zeit sind Gerüchte im Umlauf, die sich um den möglichen Nachfolger von Daniel Craig drehen. 

007 | Die heißesten Anwärter auf eine Lizenz zum Töten

Chris Hemsworth

Das wohl aktuellste Gerücht beschäftigt sich mit dem Marvel-Held „Thor“, alias Chris Hemsworth. Jedenfalls soll sich der australische Schauspieler gegenüber dem Magazin „Balance“ dahingehend geäußert haben, dass er „grundsätzlich bereit ist, in die Rolle des Doppelnull-Agenten zu schlüpfen“. Mit seinen 36 Jahren wäre er – zumindest was das Alter betrifft – eine gute Wahl: ein junger Bond mit viel Sex-Appeal und der nötigen Star-Power. Hemsworth kündigte an, dass „...er es lieben würde, James Bond zu spielen.“ Abgesehen davon läge es außerhalb jeder Vorstellungskraft, dass irgendjemand ablehnen würde, sofern man ihm die Rolle des James Bond anbieten würde, sagt er. Damit versiegen die Gerüchte aber auch schon wieder. Schließlich ist seine Marvel-Zukunft noch offen und offizielle Anfragen von Seiten der Bond-Produzenten liegen wohl auch noch nicht vor.

Idris Elba

Die Spekulationen um den „Luther“-Star Idris Elba hielten sich lange Zeit sehr hartnäckig. Laut dem britischen Boulevard-Blatt „Daily Star“ sollten sich Regisseur Antoine Fuqua und Produzentin Barbara Broccoli bereits mit Elba getroffen haben. Alle drei Beteiligten dementierten diese Meldung allerdings. „So ein Treffen hat nie stattgefunden,“ ließ der britische Schauspieler und Golden Globe-Gewinner verlauten. Außerdem hält er sich mit 46 Jahren für deutlich zu alt, um noch einen glaubwürdigen Bond zu verkörpern. Schade! Ein schwarzer 007 wäre eine wirklich interessante und spannende Besetzung. 

Tom Hardy

Kein geringerer, als der viermalige Doppelnull-Agent und Vorgänger von Daniel Craig Pierce Brosnan warf Tom Hardy in den Lostopf. Der „Mad Max: Fury Road“-Star bringt laut Brosnan alles mit, was ein moderner Geheimagent benötigt: Körperliche Kraft und das nötige schauspielerische Können. Der gebürtige Londoner wäre darüber hinaus mit seinen 41 Jahren genau im richtigen Alter. Davon, dass Brosnan gar nicht so falsch liegt, konnte man sich bereits in Kino-Highlights wie „The Revenant – Die Rückkehr“ oder auch in „No Turning Back“ überzeugen

Henry Cavill

So ganz abwegig, wie es dem ein oder anderen erscheinen mag, ist das Gerücht um den Superman-Darsteller Henry Cavill gar nicht. Schließlich handelt es sich bei dem Agenten mit der Lizenz zum Töten auch um eine Art Superheld, der schon seit einigen Jahrzehnten den Kampf gegen die besonders bösen Schurken dieser Welt auf sich nimmt. Laut „Screenrant“ und „Crazy Days and Nights“ sollen die MGM-Verantwortlichen Carvell bereits in die engere Auswahl gezogen haben. Der britische Schauspieler ist dann zwar mit seinen 35 Jahren ein ziemlich junger Bond, aber vorstellbar wäre diese Entscheidung allemal. Und auf „Yahoo UK“ verriet Henry Cavill, dass er keinesfalls abgeneigt wäre.

Jude Law

Mit Jude Law wirft das GQ-Magazin einen ganz besonderen Anwärter ins Rennen. Der 45-jährige Brite könnte gerade die Eleganz des Top-Agenten „hervorragend ausfüllen“. Er gehört zwar schon zu den älteren Kandidaten, hat allerdings in den letzten 30 Jahren sein Können bereits in vielen verschiedenen Genres unter Beweis gestellt. Und mit 007 kennt er sich sogar bestens aus – spätestens seit seiner großartigen Bond-Parodie „Spy: Susan Cooper - Undercover“. Wenn das keine guten Voraussetzungen sind?

Matthew Lewis

Bei dem britischen Schauspieler Matthew Lewis dürfte es sich allerdings um eine sehr ungewöhnliche Wahl handeln. Mit seinen gerade mal 29 Jahren ist er theoretisch noch zu jung für einen Geheimagenten im Dienste seiner Majestät. Die Rolle des „Neville Longbottom“ in der „Harry Potter“-Reihe ist sein bisher größter Erfolg gewesen und dennoch wurde er von „Slashfilm“ als künftiger Bond-Darsteller vorgeschlagen. 

Tom Hiddleston

Ein weiterer interessanter Anwärter ist Tom Hiddleston – den meisten bekannt als „Loki“, dem Adoptivbruder „Thors“ aus den „Avengers“-Filmen der Marvel-Reihe. Das Boulevard-Blatt „Page Six“ will erfahren haben, dass Hiddleston bereits ein Meeting mit Bond-Produzentin Broccoli hatte, doch die soll ihn abgelehnt haben. Er wirke viel zu weich, um James Bond glaubhaft zu verkörpern, wird sie zitiert. Ob an diesem Gerücht etwas dran ist, weiß niemand so genau. Die Beteiligten hüllen sich jedenfalls in Schweigen. 

Orlando Bloom

Der „Tyler News Channel“ interviewte vor Kurzem den britischen Schauspieler und „Bambi“-Gewinner Orlando Bloom. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, die Rolle des James Bond zu spielen, antwortete er sehr gelassen und professionell. Sollten die Verantwortlichen auf ihn zukommen, dann würde er ihnen sagen, wie er die Rolle anlegen würde: „Ich würde den Part gern sehr britisch interpretieren und kann mir gut vorstellen, den Agenten mit der Rauheit eines Daniel Craig zu verkörpern und ihm zeitgleich auch etwas von der Selbstironie eines Sean Connery oder Roger Moore zu verpassen.“ Na, das wäre doch mal was!

Christian Bale

Die „Sun“ nennt auch den US-amerikanisch-britischen Schauspieler Christian Bale als einen möglichen Kandidaten. Allerdings steht der 45-jährige Walliser eher mit düsteren Rollen in Verbindung, auch wenn er als Batman-Darsteller durchaus Helden-Potenzial mitbringt. Was das Schauspielerische betrifft wäre er fraglos eine Top-Besetzung. Schließlich hat er sein Können und seine Wandlungsfähigkeit in den letzten Jahrzehnten mehr als einmal sehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. 

Richard Madden

Mit diesem Kandidaten stellen wir Ihnen den Favoriten der „Sun“ vor. Glaubt man der „Dalily Mail“, dann soll der Schotte Richard Madden, alias „Robb Stark“, aus dem Serien-Hit „Game of Thrones“ sehr gute Chancen haben. Aber auch das ist bislang nur ein Gerücht. Warten wir es ab! Allzu lange wird es sicherlich nicht mehr dauern, bis die Entscheidung gefallen ist, wer das Erbe von Daniel Craig antreten wird. Wir bleiben dran.